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Sieben – Millionen – Dollar - Problem

Berliner Mathematisches Colloquium am 15. Juni 2000

Nr. 101/2000 vom 09.06.2000

Wer eines von sieben genau beschriebenen mathematischen Problemen löst, ist um eine Millionen Dollar reicher: dazu wurden am 24.05.2000 in Paris sieben Millionen Dollar vom CMI (Clay Mathematical Insitute) ausgelobt. Die CMI ist ein amerikanischer Wissenschafts-Förderverein, in dessen Beraterstab einige der besten Mathematiker vertreten sind. (Infos: http://www.claymath.org)

Die angekündigte Veranstaltung beginnt am 15.6.2000 um 17.15 Uhr.

Auf dem Berliner Colloquium werden nun drei der Probleme vorgestellt, nämlich das

  • das NP-Problem: Ist Glück in der Mathematik entbehrlich? Man soll beweisen, dass Verfahren, die z. Zt. nur "mit viel Glück" schnell lösbar sind, in Wirklichkeit auch ohne Glück bewältigt werden können
  • die Riemannsche Vermutung: Seit über 150 Jahren ist man Primzahlen und ihrer genauen Verteilung auf der Spur; die Anzahl der Primzahlen nimmt ab, je höher die Zahlen werden, durch die Riemannsche Vermutung könnte die bestmögliche Verteilung gefunden werden
  • die Poincaré-Vermutung: Die Oberfläche einer Kugel ist zweidimensional, beschränkt, randlos und jede geschlossene Kurve lässt sich auf einen Punkt zusammenziehen. Sie ist auch das einzige zweidimensionale Gebilde mit diesen Eigenschaften. Bei der Poincaré-Vermutung geht es um das dreidimensionale Analogon.

Referenten werden die Professoren Grötschel (ZIB/TU), Kramer und Brüning (HU) sein.

Zielgruppen sind neben interessierten Laien, Studierende der Mathematik, Physik und Ingenieurwissenschaften, Lehrerinnen und Lehrer der Mathematik und Physik, sowie Oberschülerinnen und -schüler.

Ort:

Konrad-Zuse-Zentrum, Takustr. 7, Großer Hörsaal, 14195 Berlin

Weitere Informationen

Prof. Dr. E. Behrends, FU Berlin, Fachbereich Mathematik und Informatik, Mathematisches Institut, Arnimallee 2-6, 14195 Berlin, Tel.: 030/838 75361, Fax: 838 75403, E-Mail: behrends@math.fu-berlin.de