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20-Jähriges Jubiläum des Bologna-Prozesses

Ein Bericht über den Kongress von FU-Studentin Meike Heinrich.

02.09.2020

Bologna

Bologna
Bildquelle: Meike Heinrich

Im Juni 2019 hatte ich die Gelegenheit, am Kongress zum zwanzigjährigen Jubiläum des Bologna-Prozesses teilzunehmen. Der Bologna-Prozess ist eine 1999 eingeführte Hochschulreform, die der Vereinheitlichung der Studiengänge und -abschlüsse in Europa dient.

Wir hatten die Möglichkeit, an einem von fünf Workshops teilzunehmen: “Academic and Related Civic Values in Changing Societies“, “Student-centred learning“, “Providing Leadership for Sustainable Development, the Role of Higher Education“, “The Social Dimensions of Higher Education” und “Careers and Skills for the Labour Market of the Future”. Ich als Studentin hatte mich vorher schon für „Student-centered learning“ angemeldet. Nach Vorträgen von Lehrenden der Maastricht Universität und der University of Harvard gab es eine Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen der European Students‘ Union. Vor allem wurde diskutiert, wie man in Zeiten von steigenden Studierendenzahlen und standardisierten Testverfahren die individuelle Handlungsfähigkeit und Einbringung von Studierenden im Studium fördern kann. Die Präsentationen können hier eingesehen werden. Am Nachmittag wurden im Plenum alle Workshops zusammengefasst und der Kongress wurde mit einem Konzert von verschiedenen Gruppen des Una Europa Verbandes abgeschlossen.

Vor allem die internationale Atmosphäre des Kongresses war sehr bereichernd, da sehr viele unterschiedliche Perspektiven innerhalb des Bologna-Prozesses beleuchtet wurden und außerdem reichlich Gelegenheit zum Austausch mit anderen Gästen aus aller Welt war. Trotz der heißen Temperaturen in Bologna haben die Gastgeber eine sehr produktive Atmosphäre geschaffen. Es bleibt spannend, wie sich der Bologna-Prozess in der Zukunft entwickeln wird und wie die immer noch kritischen Aspekte der Reform adressiert werden.