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Forschungskooperation mit der Cornell University

Der Doktorand Daniel Dieckelmann absolvierte einen Forschungsaufenthalt an der Johnson Graduate School of Management.

11.08.2020

Die Johnson School of Management der Cornell University.

Die Johnson School of Management der Cornell University.
Bildquelle: Daniel Dieckelmann

In der zweiten Hälfte 2019, hat die Abteilung Wirtschaft des John-F-Kennedy Instituts einen sechs-monatigen Forschungsaufenthalt ihres Doktoranden Daniel Dieckelmann an der Johnson Graduate School of Management der renommierten Cornell University durch Fördermittel des CIC kofinanzieren können. Ziel der Maßnahme war die Anbahnung eines gemeinsamem Forschungsprojektes sowie der Aufbau einer Forschungskooperation, die noch weit über die Zeit der Promotion von Herrn Dieckelmann hinweg für die Abteilung von großem Vorteil sein wird. Herr Dieckelmann hat zusammen mit Prof. Matthew Baron, PhD ein sehr ambitioniertes Projekt auf den Weg gebracht, in dem eine umfassende historische Datenbank für Bankenkrisen in 46 Ländern über die letzten 150 Jahre entsteht. Diese Datenbank hat großes Potential, der Grundstein für weitere Forschungsprojekte und Publikationen zu sein.

Konkret geht es dabei um die systematische Neuerfassung aller Episoden von Bankinstabilität in den 46 Ländern. Diese stützt sich sowohl auf neu erhobene quantitative Zeitreihen, wie z.B. Bankaktienpreise und Kreditvolumina ganzer Bankensysteme, als auch auf die konsequente Revision aller historischen Quellen für die jeweiligen Länder. Durch die Kombination eines quantitativen und eines narrativen Ansatzes entsteht eine neue, grundlegend verbesserte Chronologie der Bankenkrisen, in der sowohl fehlerhaft identifizierte Bankenkrisen in der Literatur entlarvt werden als auch völlig neue, sogenannte, „stille Bankenkrisen“ aufgedeckt wurden. Auf der Basis dieser Datenbank werden nun Forschungsarbeiten zu den historischen Ursachen von Bankenkrisen und ihrer Bewältigung durch politische Maßnahmen erstellt. Mit einer Veröffentlichung erster Ergebnisse ist mit Ende des Jahres 2020 zu rechnen.

Die Flexible Funds-Förderung des CIC erwies sich dabei als höchst-willkommener und unbürokratischer Weg bestehende Finanzierungslücken zu decken.