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FU-Kandidaten bei der Yenching Academy angenommen

Englischsprachiges Masterprogramm in interdisziplinären Chinastudien der Peking University.

26.05.2020

Die beiden FU-Kandidaten der Yenching Academy: Ben Moeller (l.) und Elias König (r.)

Die beiden FU-Kandidaten der Yenching Academy: Ben Moeller (l.) und Elias König (r.)
Bildquelle: privat

Ab September sind sie zwei von ca. 100 Studierenden an der Yenching Academy: Elias König und Ben Moeller wurden als Kandidaten der Freien Universität Berlin für das exklusive einjährige englischsprachige Masterprogramm in interdisziplinären Chinastudien der Peking Universität (PKU) ausgewählt. Für den Anteil der internationalen Studierenden an der Yenching Academy, können ausgewählte internationale Partneruniversitäten wie die Freie Universität Berlin jährlich Kandidatinnen und Kandidaten nominieren.

Das Masterprogramm wird durch die PKU voll finanziert. Ein enormer Luxus, meint Elias König, einer der beiden FU-Teilnehmer, der aktuell an der FU Berlin Philosophie und Politikwissenschaft studiert. Er interessiert sich besonders für Umwelt- und Klimaphilosophie und hofft, an der Yenching Academy seinen Horizont durch Debatten über aktuelle chinesische Umweltbewegungen erweitern zu können. Nach einem Auslandsjahr in Singapur machte König auf dem Rückweg einen Zwischenstopp in Peking. „Die Stadt blieb mir als Schmelztiegel verschiedener Kulturen und wegen des guten Essens in Erinnerung“, sagt er. Kein Wunder also, dass er die Chance ergriff und sich bei der Yenching Academy bewarb.

Ben Moeller, der das dritte Jahr seines BA Integrierte Japanstudien in Tokyo verbrachte, aktuell im Master japanische Politik in Oxford studiert und ebenfalls einen Platz für die Yenching Academy ergatterte, war persönlich noch nicht in China. Er sieht aber eine hohe Notwendigkeit, dieses Land besser kennenzulernen, denn: „China ist Deutschlands wichtigster Handelspartner, und wird in der Politik und Wirtschaft des 21. Jahrhunderts eine zentrale Rolle spielen“. Die Kombination aus Regionalwissenschaften und intensiven Sprachkursen, welche ihm in seinem aktuellen Studium so zusagt, wird sich auch im Masterprogramm der Yenching Academy fortsetzen. Aus den Japanstudien habe er die Erkenntnis mitgenommen, dass das Studium einer einem selbst bislang fremden Gesellschaft besonders viel Selbstreflexion voraussetze.

Die beiden freuen sich auf die vielfältigen Möglichkeiten des Masters der Yenching Academy, welche sich ihnen durch die interdisziplinäre Ausrichtung bieten werden. Das Programm bringt Studierende mit verschiedensten akademischen und biographischen Hintergründen zusammen und schafft so Raum für spannende Diskussionen. Die Teilnehmer/innen der Academy werden die Möglichkeit haben, sich mit Kursen aus sechs verschiedenen Lehrgebieten weiterzubilden. Alle internationalen Teilnehmer/innen können außerdem ihre Sprachkenntnisse in den Chinesisch-Kursen vertiefen. Auch davon werden die beiden FU-Kandidaten mit Freude Gebrauch machen. Darüber hinaus besteht für Studierende, die eine einjährige Verlängerung ihrer Förderung erhalten, die Möglichkeit sich auf eine Stelle als administrative, teaching oder research assistant zu bewerben.

Die Daumen sind gedrückt, dass alles gut geht und die beiden im Herbst problemlos ihr Abenteuer an der Yenching Academy der Peking Universität antreten können. Denn, so Ben Moeller, „[d]ie beste Art, eine Gesellschaft zu studieren, ist sich mitten hineinzustürzen“.