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Siegfried Unseld Vorlesung mit Volker Braun

Siegfried Unseld Vorlesung mit Volker Braun

Festgehaltene Gefährten

»Nicht die Begleitumstände des Schreibens, die Anlässe und Behinderungen, sondern die Begleiter will ich zeigen, den Zug, in dem ich ging oder dem ich entgegengehe, die Anreger und Widersacher, so wie ich sie, Stirn an Stirn, oder schräg von der Seite wahrgenommen habe. So wird gleichsam ein synthetischer Gewährsmann entstehen, aus lauter Extremitäten der Toten und Weichteilen der Lebenden, der sich zusammensetzt und ändert, unter meinem Einfluß natürlich, und zugleich eine an den Werktagen abgelesene Ästhetik.«

Volker Braun

Volker Braun hielt am 4. November 2014 die zweite Siegfried Unseld Vorlesung. Das Grußwort sprach der Präsident der Freien Universität Berlin, Peter-André Alt. Eingeführt wurde der Autor von Raimund Fellinger, Cheflektor des Suhrkamp Verlags.
Am Folgetag der Vorlesung fand ein Werkstattgespräch unter der Leitung Volker Brauns statt, an dem Studierende und Promovierende der literaturwissenschaftlichen bzw. geisteswissenschaftlichen Fächer teilnahmen. Die Teilnehmer konnten sich im Anschluss auf ein Praktikum beim Suhrkamp Verlag bewerben. 

Volker Braun wurde 1939 in Dresden geboren. Nach dem Abitur Druckereiarbeiter, Tagebaumaschinist. Studium der Philosophie in Leipzig. Mitarbeiter am Deutschen Theater in Berlin und 1979-90 am Berliner Ensemble. 2006-2010 Direktor der Sektion Literatur der Akademie der Künste.
WERKE (Auswahl): 1977, Unvollendete Geschichte; 1979, Training des aufrechten Gangs; 2005, Auf die schönen Possen; 1990, Bodenloser Satz; 1996, Die vier Werkzeugmacher; 2009, Der Stoff zum Leben 1-4; 2004, Das unbesetzte Gebiet; 2009, Werktage 1 (1977-1989); 2011, Die hellen Haufen; 2014, Werktage 2 (1990-2008); 2014, Spectaculum (Sechs Stücke).

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