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Gender Lunch Talk mit Ilse Lenz (MvBZ Fellow)

04.02.2021 | 12:30 - 13:30

Intersektionalität in Bewegung - Grenzverschiebungen bei Geschlecht und Migration

Die Debatte um Intersektionalität in Deutschland ist teils immer noch der ‚Gastarbeitersicht’ verhaftet: Kritische wie rechtsextreme Positionen gehen davon aus, dass Einwander*innen in Bildung und Beruf überwiegend ausgeschlossen seien. Medien verbreiten Klischees über ‚die Jungs in der Hauptschule in Neukölln’. Eine neue Untersuchung zeigt nun, dass die intersektionale Konstellation sich verändert und differenziert hat. Ein großer Teil der Kinder oder Enkel*innen der Einwander*innen sind im Studium und danach in der beruflichen Spitze und Mitte angekommen. Das geht vor allem auf ihren ungeheuren Einsatz zurück, findet aber kaum öffentliche Anerkennung. Zugleich werden weiter viele Menschen der zweiten und dritten Generation in Hauptschule und Arbeiterschaft segmentiert. In ihrem Vortrag wird Ilse Lenz zunächst die veränderte intersektionale Konstellation zusammenfassen und den Ansatz der prozessualen Intersektionalität vorstellen. Dann wird sie die gegenwärtige antirassistische Bewegung danach befragen, was es für sie bedeutet, dass nun Menschen mit Einwanderungsgeschichte kulturelles Kapital und eine eigene Stimme erkämpft haben. Ihre Leitthese ist, dass die Konflikte wie auch die Chancen zunehmen.

Die Veranstaltung richtet sich an: Mitarbeiter/innen der Freien Universität Berlin Studierende Forschende Externe

Zeit & Ort

04.02.2021 | 12:30 - 13:30

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Weitere Informationen

PD Dr. Susanne Lettow, E-Mail-Adresse: susanne.lettow@fu-berlin.de