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Fortbildung: Gärten als grüne Lern- und Erlebnisräume in sozialen und kulturellen (Bildungs-)Einrichtungen

15.02.2021 | 09:45 - 15:30

Fortbildung für Vertreter*innen aus Jugend-, Nachbarschafts-, Familien-, Senioren-, Bildungs- und Therapieeinrichtungen, Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen und Multiplikator*innen aus den Bereichen Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung

Header Fortbildung 2021-01-20

Header Fortbildung 2021-01-20

Termin: Mittwoch, 15.02.2021; 9.45 Uhr bis 15.30 Uhr

Ort: ONLINE

Die Veranstaltung wird durchgeführt im Auftrag der Koordinierungsstelle für Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung, Freie Universität Berlin. Die Fortbildung ist kostenlos und nach § 11 BiUrlG anerkannt. 

Der  Link wird bei Anmeldung zugeschickt.

Sie erhalten von allen Referent*innen PDF Bildungsmaterialien, um die entsprechenden Inhalte in Lehr-, Bildungs- und Behandlungsplänen zu verankern.

  • 9.45 Uhr Anmeldung 
  • 10.00-10.15 Uhr Begrüßung und Vorstellung der Koordinierungsstelle
    Judith Hübner, Koordinierungsstelle für Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung, Freie Universität Berlin 
  • 10.15-10.45 Uhr Vortrag
    Die Beziehung Mensch & Natur — Impulse für Naturgestützte Angebote
    Anna Maria Mintsi-Scholze, Dozentin für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Kunsttherapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie HpG und Stadtgärtnerin
    Über die Arbeit mit und in der Natur ins Gespräch kommen, die positive Wirkung von Pflanzen, Tieren und Natur auf den Menschen erleben, Sozialkompetenz und Gruppengefühl stärken – naturgestützte Angebote können die Arbeit in sozialen und kulturellen (Bildungs-)Einrichtungen auf vielerlei Arten unterstützen und bereichern. Anna Maria Mintsi-Scholze beleuchtet die Potenziale von naturgestützten Angeboten in der Arbeit mit verschiedenen Zielgruppen und zeigt vielfältige Umsetzungsmöglichkeiten in der Praxis auf. Dabei geht sie auch auf die aktuellen Herausforderungen der Covid-19-Pandemie ein. In diesem Kontext wird auch die Rolle von Schlüsselthemen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Biodiversität im Stadtraum und seelische Gesundheit diskutiert. Die Referentin hat langjährige Erfahrungen in der Kultur/Pädagogik, Geragogik & Therapie.

Weitere Informationen unter: www.mintsi.de    www.sevengardens.eu 

  • 10.45-10.50 Uhr Kaffeepause (5 Min.)
  • 10.50 - 11.50 Uhr Workshop 1
    Grundlagen eines grünen Lern- und Erlebnisraumes am Beispiel von essbaren Wildkräutern und deren Verwendung
    Anna-Maria Goldberg,ärztlich geprüfte Ernährungsberaterin (Schwerpunkt Prävention & Entgiftung), Referentin für naturnahe Gesundheitsbildung, Trainerin für Design Thinking & Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)Wir beleuchten gemeinsam die Grundlagen von Erlebnisräumen: Was ist ein Erlebnisraum? Wie kann über Wildpflanzen ein grüner Erlebnisraum entdeckt werden? Welche Wildkräuter eignen sich am besten für den Einstieg und können auch im Winter leicht bestimmt werden? Die Teilnehmenden werden auch selbst aktiv: jede Wiese, jeder Hinterhof, Garten, Park, Wald und selbst der Wegesrand bieten Potenzial als essbarer grüner Erlebnisraum, der erkundet werden möchte.Wie wir in der Stadtnatur essbare Wildpflanzen finden und zubereiten, wie nachhaltig dies für unsere Gesundheit und Umwelt ist und wieviel Unabhängigkeit uns das schenkt, vermittelt Anna-Maria Goldberg in praxisnahen Bildungs- und Beratungsangeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ob Wildkräuter-Wanderungen, DIY Workshops für essbare Balkonbepflanzung oder Zubereitungsworkshops für leckere Wildpflanzen-Rezepte. Ziel ist die Vermittlung von nachhaltigem Ess- und Konsumverhalten sowie Selbstvertrauen im Umgang mit der eigenen Gesundheit und den Heilkräften der Natur.In diesem Workshop lernen die Teilnehmenden den „Erlebnisraum Natur“ mit anderen Augen kennen: wo wir täglich achtlos vorbeilaufen, stecken ungeahnt gesunde kulinarische Schätze im Boden.Anwendungs- und Zubereitungsbeispiele werden vorgestellt und als Handreichung zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen unter: http://www.coaching-goldberg.com/
  • 11.50 - 12.00 Uhr Kaffeepause
  • 13.00 - 14.30 Uhr Workshop 2
    Waldbaden — Die Natur als Kraftquelle und Rückzugsort
    Pia Hötzl, Waldpraxis, Waldcoach, Heilpraktikerin für Psychotherapie HpG und ressourcenorientierte Traumatherapeutin
    In Japan hat „Shinrin Yoku“, d. h. Waldbaden, eine jahrelange Tradition und auch in Deutschland wächst das Bewusstsein für die wohltuende Wirkung des Waldes. In diesem Workshop erhalten Sie einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Waldbadens, zu Wirkung und Anwendungsmöglichkeiten für die eigene Arbeit. Die Referentin zeigt beim gemeinsamen Waldbaden im Botanischen Garten, dass auch Gärten und Parks geeignete Orte zur Umsetzung sind. Ziel ist es, durch einen intensiven Austausch mit der Natur, zu entschleunigen und Räume zu schaffen, um das eigene Wohlbefinden zu stärken. 

Weitere Informationen unter: https://www.waldpraxis.de 

  • 13.00 - 13.30 Uhr Yoga/Mittagspause 
  • 13.30- 14.30 Uhr Workshop 3
    Garten der Sinne — Gärtnern und künstlerisches Arbeiten mit Färberpflanzen am Beispiel einer Senioreneinrichtung
    Anna Maria Mintsi-Scholze, Dozentin für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Kunsttherapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie HpG und Stadtgärtnerin
    Der Garten der Sinne ist ein Projekt an den Schnittstellen von Garten, Kunst, Geragogik und Therapie. Die Referentin zeigt, wie diese Bereiche miteinander verbunden werden, können und welches Wirkungsprofil dadurch entsteht. Konkrete Beispiele verdeutlichen, wie ein Garten der Sinne in der eigenen Arbeit eingesetzt werden kann. Eine besondere Rolle nehmen hier die sogenannten Färberpflanzen ein. Pflanzen, die bis zum Einzug der Industrialisierung in allen Lebensbereichen Bestand des Alltags waren. So wurden sie für die Buchmalerei in Klostergärten, für den Hausgebrauch in Bauerngärten oder für die großflächige Produktion zur Herstellung von Tinten, Textilfarben, Kosmetika, Wandfarben, Heiltees oder farbigen Speisen angepflanzt und genutzt. In der Färberwerkstatt erfahren Sie anhand eigener Experimente, wie Themen der Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung spielerisch-ästhetisch umgesetzt werden können, um in Einrichtungen nachhaltige Erlebnisorte zu etablieren.

Weiter Informationen unter: www.mintsi.de    www.sevengardens.eu
  • 14.30 - 15.15 Uhr Vortrag
    Tiergestütztes Arbeiten in sozialen und kulturellen Einrichtungen
    Caroline Kohlmey, Diplom Pädagogin, Fachkraft und Dozentin für tiergestützte Therapie und Pädagogik, Tierschutzlehrerin, Umwelt- und Naturpädagogin
    Tiergestützte Angebote haben sich schon in unterschiedlichen Arbeitsbereichen etabliert und werden aufgrund ihrer positiven Effekte gerne eingesetzt. So gibt es mittlerweile Standards z.B. für Schulhunde, Besuchshunde in Krankenhäusern oder Seniorenheimen, Therapiepferde oder Kaninchen in Bildungseinrichtungen. Wie setzt man Tiere artgerecht und tierschutzgerecht in pädagogischen Einrichtungen ein und wie schützt man sie? Caroline Kohlmey zeigt an Beispielen aus der tiergestützten Praxis mit Kindern und Jugendlichen, wie besonders Respekt, Einfühlungsvermögen, Achtsamkeit und emotionale und soziale Kompetenz erlernt werden können. 

  • 15.15 - 15.30 Uhr Feedback - Come together/Austausch 
ANMELDUNG: Die Teilnehmer*innenanzahl ist begrenzt. Bitte melden Sie sich an, spätestens bis zum 08.02.2021:
Judith Hübner,
Koordinierungsstelle für Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung, Freie Universität Berlin
juhuebner@zedat.fu-berlin.de

Zeit & Ort

15.02.2021 | 09:45 - 15:30

online