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Interdisziplinäres Colloquium

27.11.2018 | 18:00 - 20:00

Spurensuche: von geflüchteten Juden, Deutscher Kolonie und Nazis in Bolivien

In den 1930er Jahren fanden verfolgte Juden und Gegner des Nazi-Regimes Schutz in Bolivien, als kaum ein Land in Lateinamerika diesen Menschen Exil bot. Zugleich gab es in Bolivien eine einflussreiche deutsche Kolonie, die sich den Geflüchteten gegenüber sehr ablehnend verhielt, denn viele deren Mitglieder vertraten eine nationalsozialistische Gesinnung. Nach 1945 kamen erneut Einwanderer aus Deutschland, darunter Nazis wie Hans Ertl, einst Kameramann von Leni Riefenstahl. Dessen Tochter Monika schloss sich später der Guerrilla-Bewegung ELN an und soll den Mörder von Che Guevara erschossen haben. Und es kamen NS-Täter, die sich der Strafverfolgung in Europa entziehen wollten. Dazu gehörte Klaus Barbie, der „Schlächter von Lyon“ und nun CIA-Agent.

Die Kultur- und Sozialanthropologin Dr. Juliana Ströbele-Gregor hat als Jugendliche in den 1950er Jahren diese merkwürdige sozio-politische Gemengelage und die genannten Personen erlebt. Ihre Forschung befasste sie sich   mit der Geschichte dieser unterschiedlichen sozialen Gruppen, den verschiedenen sozialen Räumen ihrer Abgrenzung/ Begegnung und den Beziehungen zur bolivianischen Gesellschaft.

Zeit & Ort

27.11.2018 | 18:00 - 20:00

Lateinamerikainstitut, Rüdesheimer Str. 54-56, 14197 Berlin, Raum 243

Weitere Informationen

Ansprechpartner:                  

Ingrid Simson, Inga Steengrafe
E-Mail-Adresse: inga.steengrafe@fu-berlin.de

Link(s) zu weiteren Informationen:

https://www.lai.fu-berlin.de/entre-espacios/