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Diskussionsrunde zum Thema „Raubkunst und illegaler Antikenhandel“

28.11.2017 | 19:00 s.t.

Am Beispiel der „Grifoni“ von Ascoli Satriano, in Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Berlin.

Im Zentrum des Gesprächs steht der Fall der berühmten Greifengruppe von Ascoli Satriano, die nach Raubgrabungen über obskure Wege ans Getty-Museum in Malibu gelangte, bevor sie dank der akribischen Arbeit der italienischen Carabinieri-Einheit für Kulturgüterschutz 2007 nach Italien zurückgeführt werden konnte. Die polichrome Greifengruppe von Ascoli Satriano ist eine Tischstütze aus Marmor (trapezophoros) aus dem 4. Jahrhundert v.Chr., die dem Grab einer hohen Persönlichkeit der daunischen Elite in Ascoli Satriano (in Apulien) beigefügt war. Der trapezophoros, der zwei Greifen beim Töten einer Hirschkuh darstellt, war sicherlich die bedeutendste Beigabe in diesem Grab. Die Greifengruppe wurde zusammen mit 11 weiteren Fundstücken 1976 illegal in der Gegend um Ascoli Satriano entwendet.

Die Carabinieri-Einheit für Kulturgüterschutz entstand 1969, um ein wirksames Instrument gegen das allarmierende Phänomen des Raubes italienischer Kulturgüter zu schaffen. Italien war weltweit das erste Land, das eine polizeiliche Spezialeinheit in diesem Bereich gegründet hat.

Teilnehmer:

  • Dr. Daniel Graepler (Universität Göttingen, Archäologisches Institut)
  • Prof. Manlio Frigo (Università degli Studi di Milano, Diritto Internazionale)
  • Col. Alberto Deregibus (Vice Comandante del Comando Carabinieri Tutela Patrimonio Culturale, Roma)

Moderation:

  • Prof. Dr. Christian Armbrüster (Freie Universität Berlin)

Grußworte:

  • Prof. Luigi Reitani (Direktor des Italienischen Kulturinstituts Berlin)
  • Prof. Dr. Bernhard Huß (Direktor des Italienzentrums, Freie Universität Berlin)

In italienischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung.

In Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Berlin.

Zeit & Ort

28.11.2017 | 19:00 s.t.

Italienisches Kulturinstitut Berlin, Hildebrandstr. 2, Berlin-Tiergarten