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Programm zur Förderung der Lese- und Sprachkompetenz von Kindern
Förderung der Lese- und Sprachkompetenz von Kindern
Mit diesem Weiterbildungsprogramm möchte die Universität die ehrenamtliche Tätigkeit der mittlerweile ca. 2.000 Lesepatinnen und Lesepaten unterstützen, die in Berliner Kitas, Grundschulen, Hauptschulen und Bibliotheken Kindern bei der Entwicklung ihrer Lese- und Sprachkompetenz helfen.
Wir wissen, wir erfahren es mit jedem Test - PISA, IGLU, Schuleingangsuntersuchung usw. – neu: Viele Kinder brauchen Unterstützung, wenn sie erfolgreich durch das Schulleben gehen wollen. Vor allem brauchen sie gute Sprachkenntnisse, müssen sich gut ausdrücken, sollten gut lesen und Texte verstehen können, durch Lesen ihre Phantasie entwickeln. Dass Lesen Vergnügen mit sich bringen kann und keine Quälerei sein muss, sollten sie auch erfahren.
Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer sind von den vielfältigen Anforderungen – Klassengröße, Klassenzusammensetzung aus vielen Nationen, fehlenden Voraussetzungen bei Kindern – oft überfordert. Auch Kinder sind es, zumal dann, wenn sie in zwei „Welten“ leben müssen – zu Hause eine türkische, arabische Familien-, Sprach- und Medienkultur – in der Kita, in der Schule eine deutschsprachige Umgebung – oder eine türkisch-/arabischdominierte Umgebung, in der sie die deutsche Kultur und Sprache von deutschsprachigen Lehrerinnen und Lehrern erlernen sollen. Und dazu das gesellschaftliche Problem der großen Armut vieler Familien – jedes dritte Kind lebt in einer Hartz-IV-Welt.
Wichtiger und folgenschwerer als die ethnische Herkunft und die Armut vieler Kinder ist die oft fehlende Bildungsorientierung der Eltern, ist die mangelnde Wertschätzung von Bildung im Elternhaus – und ist die Zuwendung, die Kinder zu Hause – nicht ausreichend - erfahren. Wenn weit mehr als die Hälfte der Eltern ihren Kindern nie ein Buch vorlesen, über ein Buch sprechen, sich ihren Kindern selten kommunikativ zuwenden, sie nur den Medien (TV, Computer, Spiele) überlassen, so haben es die Lehrer/innen sehr schwer, solche Defizite zu kompensieren.
Wie wichtig diese Zuwendung zu den Kindern ist, erfahren alle Lesepatinnen und Lesepaten, die in Kitas, Schulen und Bibliotheken regelmäßig mit Kindern lesen, sprechen, vorlesen, erzählen, malen – sie erfahren es durch die positiven Gefühle, die ihnen die Kinder zurückgeben.
Die Entstehung dieser Bürgerbewegung in den vergangenen fünf Jahren ist eine der erfreulichsten und ermutigendsten Entwicklungen der letzten Jahre – in mehr als 170 Schulen – überwiegend Grund-, aber auch Hauptschulen – und mehr als 70 Kitas sind sie Woche für Woche unentgeltlich tätig und unterstützen das pädagogische Fachpersonal, mit dem sie eng zusammenarbeiten. Vor allem unterstützen sie die Kinder. Lesepat/innen haben eine ganz eigene Rolle v.a. in der Schule: Sie sind keine Lehrer/innen, sie geben keine Zensuren, sie erhalten kein Geld für ihre „Arbeit“, sie kommen freiwillig, sie widmen sich einzelnen Kindern oder kleinen Gruppen – sie wenden sich ihnen zu! Das erfahren, das spüren die Kinder – und die Lesepat/innen auch durch die Symphatie, die sie von den Kindern erfahren.
Die meisten (Grund-)Schulen ordnen die Lesepat/innen fest den Klassen zu. Die Lesepat/innen arbeiten/lesen/lernen dann mit einzelnen Schülerinnen und Schülern oder kleinen Gruppen entweder während des Unterrichts oder auch danach. In manchen Schulen werden die Lesepaten auch am Nachmittag eingesetzt. In der Kita wird vorgelesen.
Ganz wichtig ist es, so oft wie möglich mit den Lehrer/innen, mit denen sie zusammen arbeiten, zu kommunizieren! Lehrer/innen sind oft sehr gestresst, haben wenig Zeit, hetzen zwischen den Stunden hin und her – aber die Tätigkeit der Lesepat/innen bedarf der Kommunikation mit „ihren“ Lehrer/innen – im persönlichen Gespräch, per Telefon oder e-mail. Dann ist diese Arbeit besonders fruchtbar und für Lehrende und Lesende befriedigend.
Das Weiterbildungszentrum der Freien Universität bietet zum seit fünf Jahren – hier zum zehnten Mal ein Veranstaltungsprogramm für Lesepat/innen an, das auch Erzieher/innen, Bibliothekar/innen und Lehrer/n offen steht. Neben einführenden Seminaren werden verschiedene Methoden der Arbeit mit Kindern, des Vorlesens und des freien Erzählens vorgestellt, pädagogische Kompetenzen vermitttelt, Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen ausgetauscht und diskutiert; Stimm- und Sprechtraining soll helfen, das eigene Tun zu verbessern, attraktiver zu machen.
Breiten Raum nimmt unter der Überschrift „Dialog der Kulturen“ die Interkulturalität in unserer Stadt ein. Vielen Lesepat/innen ist die Welt der Kinder, die sie in ihrer Entwicklung unterstützen möchten, in vielerlei Hinsicht fremd – sprachlich, ethnisch, kulturell, wirtschaftlich, bildungsfern. Dem sollen einige Seminare und Präsentationen von Projekten abhelfen.
Neu angeboten werden Gesprächskreise zwischen Lesepaten und Migranten: Nicht mehr übereinander, sondern miteinander sprechen! Es ist ein Experiment, ein erster Versuch.
Mit den meisten Veranstaltungen gehen wir „vor Ort“, dorthin, wo die sogenannten sozialen Brennpunkte sind, wo die Mehrheit der Menschen mit Migrationshintergrund leben.
Das Bürgernetzwerk Bildung des VBKI und die Bürgerstiftung Berlin haben mit der Freien Universität eine Kooperation vereinbart. Sie unterstützen das Leseförderprogramm des Weiterbildungszentrums finanziell. Die ehrenamtliche Vorleser/innen und Lesepat/innen, die von der Bürgerstiftung und vom Bürgernetzwerk Bildung betreut werden, können an allen angebotenen Veranstaltungen gebührenfrei teilnehmen.
Koordinator des Weiterbildungszentrums für Leseförderung
Sachbearbeiterin
Kooperationspartner: VBKI, Bürgerstiftung
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Termin |
11.3.2010, Do 9.00 - 16.00 |
Dipl.Journ., Dipl.Soz.Päd. Gilda Petzold |
LF 002-WS09 10 Grundlagen für die Arbeit mit Kindern - Einführungsseminar |
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Termin |
15.10.2009, Do 9.00 - 16.00 |
Dipl. Psych. Friederike Haar |
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Termin |
18.2.2010, Do 9.00 - 16.00 |
Christine Kranz |
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Termin |
19.2.2010, Fr 9.00 - 16.00 |
Christine Kranz |
LF 005-WS09 10 Erzählen und Zuhören in interkulturellen Kindergruppen 3-6jähriger Kinder |
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Termin |
5./19.11.2009, donnerstags 14.00 - 17.00 |
Dipl. Päd. Hartmut Kupfer |
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Termin |
18.2./4.3.2010, donnerstags 14.00 - 17.00 |
Dipl. Päd. Hartmut Kupfer |
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Termin |
12.3.2010, Fr 9.00 - 16.00 |
Dipl.Journ., Dipl.Soz.Päd. Gilda Petzold |
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Termin |
13.10./17.11.2009/12.1./ 23.02.2010, dienstags 9.30 - 12.00 |
Evelyn Derenthal |
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Termin |
30.11./1.12.2009, Mo/Di 9.00 - 16.00 |
Dipl. Psych. Friederike Haar |
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Termin |
18.11./25.11.2009, Mi 9.30 - 13.00 |
Elisabeth Simon-Pätzold |
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Termin |
13.1./20.1. 2010, Mi 9.30 - 13.00 |
Elisabeth Simon-Pätzold |
LF 012-WS09 10 Lesestrategien - als Hilfen zum Verständnis von Texten |
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Termin |
10./17.2.2010, Mi 9.30 - 13.00 |
Elisabeth Simon-Pätzold |
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Termin |
23./25.11.09, Mo/Mi 9.00 - 12.30 |
Petra Börner |
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Termin |
16./17.1.2010, Sa/So 10.00 - 16.30 |
Suse Weisse |
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Termin |
13.3.2010, Sa 10.00 - 16.30 |
Maren Schmidt |
LF 016-WS09 10 Liest du uns was vor? Vorlesetechnik und Stimmbildung |
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Termin |
10./11.11.2009, Di/Mi 10.00 - 16.30 |
Doris Huber |
LF 017-WS09 10 Liest du uns was vor? Vorlesetechnik und Stimmbildung |
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Termin |
01./02.12.2009, Di/Mi 10.00 - 16.30 |
Doris Huber |
LF 018-WS09 10 Liest du uns was vor? Vorlesetechnik und Stimmbildung-Aufbauseminar |
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Termin |
12.1.2010, Di 10.00 - 16.30 |
Doris Huber |
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Termin |
3.3./17.3.2010, Mi 9.00 - 16.00 |
Iris Winkler |
LF 020-WS09 10 Als Lesepate/Lesepatin in der Schule: Psychologische Hilfen für die Praxis |
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Termin |
12./ 19.10./9./16.11.2009, montags, 14.00 - 17.00 |
Dipl. Psych. Susanne Stevens |
LF 021-WS09 10 Zum Lesen verlocken |
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Termin |
20.1./21.1.2010, Mi/Do 9.00 - 12.30 |
Karin Schulze |
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Termin |
9.2./23.2./9.3.2010, dienstags 9.30 - 13.00 |
Achim Stolle |
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Termin |
3.11.2009, Di 9.30 - 16.30 |
Frieda Frenzel M.A. |
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Termin |
3.11./8.12.2009/9.2./9.3.2010, dienstags, 9.30 - 12.00 |
Evelyn Derenthal |
LF 025-WS09 10 Warum Konflikte notwendig sind und wie sie fruchtbar gestaltet werden können |
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Termin |
22.10.2009, Do 9.30 - 16.30 |
Lisa Kosmann |
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Termin |
3.3.2010, Mi 10.00 - 13.00 |
Kazim Erdogan |
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Termin |
26.1.2010, Di 9.30 - 16.30 |
Dipl. Psych. Friederike Haar |
LF 028-WS09 10 Islamisches Gemeindeleben in Berlin (mit Moschee-Besuch) |
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Termin |
11.3.2010, Do 9.00 - 14.00 |
Melanie Kamp |
LF 029-WS09 10 Der arabische Frauenverein Al-Dar und aktuelle Projekte |
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Termin |
2.12.2009, Mi 10.00 - 13.00 |
Renée Abul-Ella |
LF 030-WS09 10 Der Mädchentreff MaDonna im Rollbergviertel |
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Termin |
22.1.2010, Fr 10.00 - 13.00 |
Gabriele Heinemann, Sevil Yildirim |
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Termin |
15.10.2009, Do 10.00-13.00 |
Maria Macher |
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Termin |
1.12./3.12.2009, Di 9.00 - 11.00/Do 15.00 - 18.00 |
Zirkusdirektor Gerhard Richter |
LF 033-WS09 10 Miteinander reden, gemeinsam erleben, zusammen bewegen |
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Termin |
5.11.2009, Do 10.00 - 13.000 |
Gülsan Erdogan |
LF 034-WS09 10 Gespräche mit den Stadtteilmüttern von Neukölln |
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Termin |
4.11./2.12.2009/13.1./10.2.2010, mittwochs 13.30 - 15.30 |
Maria Macher |
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Termin |
11.11./9.12.2009/27.1./ 17.2.2010, mittwochs, 14.00 - 16.00 |
Meltem Baskaya M.A. |