13428 Vorlesung

Die verzeichnete(n) Fremde(n). Die Bildlichkeit transkultureller Begegnungen 1500-1900. Eine Einführung

Joachim Rees

Kommentar

Der historische Ereigniszeitraum zwischen 1500 und dem beginnenden 20. Jahrhundert ist von transregionalen und -kontinentalen Beziehungsverdichtungen geprägt. Die maritimen Erkundungen des 16. Jahrhunderts verändern die kulturelle Geographie der ‚Alten Welt‘ nachhaltig; tradierte Vorstellungen von der Verbreitung und Beschaffenheit menschlicher Lebensformen müssen sich dem beschleunigten Erfahrungszuwachs anpassen. Nicht nur in Europa werden Gesellschaften herausgefordert, ihr Verhältnis zum geographisch Fernen und kulturell Fremden neu zu bestimmen. In diesem Prozess fällt der Imagination als einem produktiven Zusammenspiel von mentalen und materiellen Bildern eine konstitutive Rolle zu: Bilder gleichen Defizite der sprachlichen Kommunikation aus, Bilder hinterlegen kontingente Ereignisse mit vertrauten Mustern und werden zu eigenständigen Akteuren im grenzüberschreitenden Kulturkontakt. Die Vorlesung geht der Frage nach, wie die jeweils involvierten Bildkulturen auf ›lokaler‹ Ebene zur Konstruktion von Fremd- und Eigenbildern beigetragen und wie sich sich im transregionalen Austausch verändert haben. Drei Aspekte stehen dabei im Mittelpunkt: (a) die Diskussion von visuell orientierten Alteritätskonzepten in der (kunst-) historischen Frühneuzeit-Forschung (b) der mediengeschichtliche Wandel von der manuellen/graphischen zur technisch/photographischen Bildproduktion und (c) die Funktionen des Bildes im Prozess einer Verwissenschaftlichung der Fremderfahrung, die sich seit dem frühen 19. Jahrhundert vor allem mit dem Entstehen der Anthropologie und Ethnographie verbindet. Schließen

Literaturhinweise

Einführende Literatur: Hildegard Frübis, Die Wirklichkeit des Fremden: die Darstellung der Neuen Welt im 16. Jahrhundert, Berlin 1995. ‒ Barbara Fuchs, Mimesis and empire: the New World, Islam and European identities, Cambridge 2001. – Urs Bitterli, Die ›Wilden‹ und die ›Zivilisierten‹. Grundzüge einer Geistes- und Kulturgeschichte der europäisch-überseeischen Begegnung, (3. Aufl.) München 2004. – Joachim Rees, Die verzeichnete Fremde. Formen und Funktionen des Zeichnens im Kontext europäischer Forschungsreisen 1770-1830, Paderborn 2015. Schließen

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