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Schiri pfeift Semester an

Deutschlands bekanntester Schiedsrichter sprach auf der Immatrikulationsfeier der Freien Universität und eröffnete das Wintersemester 2004/2005 .

Markus Merk
Schiedsrichter Markus Merk pfiff das neue Semester an
Foto: © Bernd Wannenmacher

Mit einer unterhaltsamen Rede "Mit Leistung und Fairplay zur akzeptierten Persönlichkeit" begrüßte der Schiedsrichter des Fußball-EM-Finales Dr. Markus Merk die „neuen“ Studierenden der Freien Universität Berlin im Rahmen der offiziellen Immatrikulationsfeier.

Vorher rief er die Studierenden dazu auf, ihre Ziele zu verwirklichen, „Leistung zu bringen“ – aber auch „Doppelpässe des Lebens“ zu berücksichtigen. Merk spielte damit auf notweniges soziales Engagement und die Verantwortung für Schwächere an. Er selbst ist seit Jahren in der Entwicklungshilfe engagiert. 1996 hat er den Verein „Indienhilfe Kaiserslautern e.V.“ gegründet, der mehrere Schulen und Waisenhäuser in Süd-Indien unterstützt. "Helfen macht Spaß", sagte Merk. Doch bei aller Leistung dürfe auch „der Spaß nicht zu kurz kommen“. Seinen humorvollen und leidenschaftlichen Vortrag schloss der Zahnarzt aus Kaiserslautern standesgemäß mit einem Pfiff aus seiner Schiedsrichterpfeife und gab damit den Anpfiff zum neuen Semester - stilecht mit goldener Schiedsrichterpfeife.

Prof. Dieter Lenzen und Olympionikin Badri Latif
Präsident Prof. Dieter Lenzen ehrt die Olympionikin Badri Latif, die mit dem Damen-Hockey-Team bei den Olympischen Spielen 2004 Gold gewann.
Foto: Bernd Wannenmacher

Davor wurden die neuen Studierenden bereits durch den Präsidenten der Freien Universität, Professor Dr. Dieter Lenzen, willkommen geheißen. Dieser betonte in seiner Ansprache die Chancen, die die neu eingeführten internationalen Studiengänge Bachelor und Master mit sich bringen. Außerdem unterstrich er den internationalen Charakter der Freien Universität und die Konzentration auf Schwerpunkte wie Global Governance oder den BioCampus Dahlem – das viel gerühmte Konzept der „Clusters of Excellence“. Lenzen rief die Studierenden auf, während ihres Studiums ins Ausland zu gehen: „Das steigert Ihre Lebenschancen. Vielleicht gilt sogar der Umkehrschluss: Ihre Chancen sinken, wenn sie es nicht tun.“ Stellvertretend für alle „Freshmen and Freshwomen“ bekam jeweils ein Studierender für jeden der elf Fachbereiche der Freien Universität die Immatrikulationsurkunde und eine FU-Nadel von Lenzen und Merk überreicht.

Gleichzeitig bildete die Veranstaltung den Rahmen, für die Ehrung der Olympioniken der Freien Universität und die Verleihung des DAAD-Preises für hervorragende Studienleistungen ausländischer Studierender.

Die Medizinstudentin Badri Latif wurde als Mitglied des deutschen Damen-Hockey-Teams, das in Athen die Goldmedaille holte, für ihre olympische Leistung mit einer FU-Nadel geehrt. Die aus Rumänien stammende Physik-Studentin Ioana Serban erhielt den mit 1.000 Euro dotierten Preis des Deutschen akademischen Austauschdienstes (DAAD) für ihre Diplomarbeit zum Thema „Theorie der optimalen Kontrolle für elektronische Anregungsprozesse“.


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Stand: 15.10.2007

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