Strategien gegen Krebs

25 Experten aus verschiedenen Bereichen der Medizin, Biologie, Chemie,  Informatik sowie der Sozial- und Geisteswissenschaften wollen in der Graduiertenschule gemeinsam Spezialisten für die Bekämpfung von Krebs ausbilden.
25 Experten aus verschiedenen Bereichen der Medizin, Biologie, Chemie, Informatik sowie der Sozial- und Geisteswissenschaften wollen in der Graduiertenschule gemeinsam Spezialisten zur Bekämpfung von Krebs ausbilden. Quelle: Charité - Universitätsmedizin Berlin

Die Erforschung von Krebserkrankungen und die Entwicklung neuer Therapieformen stehen im Zentrum der Berliner Graduiertenschule für Integrative Onkologie (BSIO) der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der gemeinsamen medizinischen Fakultät der Freien Universität und der Humboldt-Universität.

Mit rund 1,45 Millionen bereits erkrankten Menschen und weiteren 450.000 neuen Diagnosen pro Jahr stellt Krebs in Deutschland eine medizinische wie gesellschaftliche Kardinal-Herausforderung dar. Die Erforschung von Krebserkrankungen ist einer der herausragenden Forschungsschwerpunkte der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Dazu zählen die Erforschung ihrer molekularen Grundlagen und die Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten.

Die Freie Universität Berlin und die Humboldt-Universität zu Berlin haben nun im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gemeinsam und unter Federführung von Professor Clemens Schmitt, Direktor des Molekularen Krebsforschungszentrums und leitender hämatologisch-onkologischer Oberarzt an der Charité, die Einrichtung der Graduiertenschule Berlin School of Integrative Oncology (BSIO) beantragt. Außeruniversitäre Partner sind dabei das Max-Planck-Institut für molekulare Genetik, das Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie, das Max-Delbrück-Zentrum für molekulare Medizin und die Hertie School of Governance.

In der BSIO-Planungsgruppe arbeiten 25 Forscherinnen und Forscher aus den Bereichen der Hämatologie, Onkologie, Genetik, Biochemie, Chirurgie, Radiologie, Informatik sowie der Sozial- und Geisteswissenschaften gemeinsam daran, in einer besonders eng verzahnten Weise angehende Molekularonkologen, Ärztinnen und Ärzte auszubilden.

Promovierende der Graduiertenschule sollen durch diese interdisziplinäre Herangehensweise mit dem nötigen Wissen und Handwerkszeug ausgestattet werden, um neuartige Verfahren zur Entdeckung von Krebs erarbeiten und zukunftsweisende Therapiestrategien gegen die Krankheit entwickeln zu können.

Durch den intensiven Austausch zwischen biowissenschaftlicher Forschung und klinischer Anwendung kann die Therapieentwicklung für Patientinnen und Patienten beschleunigt werden. Umgekehrt erhält die experimentelle Laborforschung wichtige Impulse, um sich den drängendsten Problemen der klinischen Krebsbehandlung mit größter Priorität zu widmen.

Die Freie Universität verfügt bislang über sechs im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder bewilligte Graduate Schools:

News vom 17.03.2012

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