Netzwerke in Indien
Das Verbindungsbüro in Neu-Delhi unterstützt Aufbau und Weiterentwicklung von Kooperationen mit indischen Partnern. Es ist gleichzeitig Anlaufstelle für Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Indien, die sich für die exzellente Lehre und Forschung an der Freien Universität interessieren.
News vom 02.11.2012
Das Verbindungsbüro in Neu-Delhi pflegt die Verbindungen mit den Hochschulen, auf die sich die wissenschaftliche Zusammenarbeit konzentriert. Es wirbt um indische Promovierende und unterstützt Angehörige der Freien Universität bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen auf dem Subkontinent.
Schwerpunkte der Zusammenarbeit mit der University of Delhi und der Jawaharlal Nehru University in Delhi liegen in den Geistes-, Politik- und Kulturwissenschaften. Seit mehr als acht Jahren bestehen zudem mit der University of Dehli gemeinsame Projekte im Fach Chemie. Mit der Universität Hyderabad wird das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Internationale Graduiertenkolleg Functional Molecular Infection Epidemiology getragen Hier werden etwa Faktoren untersucht, die für die Ausprägung und Verbreitung von Infektionskrankheiten wie Malaria verantwortlich sind.
Gemeinsame Projekte für Nachhaltige Entwicklung
Hochschulbildung für eine Nachhaltige Entwicklung ist das Ziel einer Kooperation der Freien Universität mit The Energy and Resource Institute (TERI) in Neu-Delhi: Das seit 2008 bestehende German-Indian Sustainability and Climate Change Dialogue wurde vom Forschungszentrum für Umweltpolitik (FFU) initiiert und dient als Plattform für Spezialisten aus Wissenschaft, Politik und Umweltschutz sowie für einen Studierendenaustausch beider Länder. Seit Oktober 2012 befindet sich das „Indian-European Multi-Level Climate Governance Research Network“ im Aufbau. Darin forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Freien Universität, der TERI Universität, der Jadavpur University, der Pondicherry University und der Freien Universität Amsterdam gemeinsam zur Klimapolitik in Indien und Europa.
Im August 2012 wurde mit der Pondicherry Universität die Unterstützung der Freien Universität bei der Entwicklung des Aufbaustudiengangs European Studies sowie beim Deutschunterricht für Studierende vereinbart. Weitere Kooperationen bestehen mit außeruniversitären Forschungsinstituten, vor allem mit dem Indian Institute of Technology (IITs) in Roorke, aber auch mit IITs in Delhi, Chennai und Bombay, sowie mit dem International Institute of Information Technology (IIIT) in Bangalore zur aktuellen Forschung in der Informatik.
Austausch-Programme
Eine besondere Rolle spielt das Netzwerk der Freien Universität mit den Partnereinrichtungen des Erasmus-Mundus-Programms. Dazu zählen die Anand Agricultural University, das Indian Institute of Technology Kanpur, die Jadavpur University, das Pravara Institute of Medical Sciences, das Tata Institute of Social Sciences (TISS), die University of Delhi, die University of Kerala und die University of Pune. Seit 2012 ist die Freie Universität an einem neuen Projekt des Erasmus Mundus-Programms beteiligt: Über das Projekt Asia Regional sind mit dem Indian Institute of Technology Madras und der Maharaja Sayajirao University of Baroda zwei weitere Partnerinstitutionen hinzugekommen. Die Projektlaufzeit beträgt vier Jahre.
Alumni-Treffen
2011 fand das erste offizielle Alumni-Treffen der Freien Universität mit 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Neu-Delhi statt. Ein zweites folgte im Oktober 2012 und war Teil der Feierlichkeiten zur Eröffnung des „Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses“. Geplant sind weitere jährliche Treffen in indischen Städten unter bestimmten Themenschwerpunkten, zu denen bereits besondere Verbindungen in der Forschung bestehen.
Das Verbindungsbüro der Freien Universität Berlin in Neu-Delhi wird geleitet von Ulrich Podewils. Es wurde 2008 im damaligen Deutschen Haus eingerichtet, seit 2012 geführt als Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH).
Das internationale Netzwerk der Freien Universität umfasst insgesamt sieben Büros, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Freien Universität mit Regionalexpertise und Kontakten vor Ort zur Verfügung stehen. Die Schwerpunkte der Büros unterscheiden sich je nach Standort.


