Bildkulturen im Blick

Ausschnitt aus "Humay erblickt das Bild der Humayun" (Herat 1427/8) -  einem der Werke, mit denen sich die Nachwuchsforschergruppe beschäftigt.
Ausschnitt aus "Humay erblickt das Bild der Humayun" (Herat 1427/8) - einem der Werke, mit denen sich die Nachwuchsforschergruppe beschäftigt. Quelle: Kunsthistorisches Institut / Freie Universität
Die Kunsthistorikerin Vera Beyer leitet eine von derzeit zehn Emmy Noether-Nachwuchsgruppen an der Freien Universität
Die Kunsthistorikerin Vera Beyer leitet eine von derzeit zehn Emmy Noether-Nachwuchsgruppen an der Freien Universität Quelle: Steffen Jänicke

Die Emmy Noether-Nachwuchsgruppe „Kosmos/Ornatus. Ornamente in Persien und Frankreich um 1400 im Vergleich“ untersucht das Verhältnis von Ornamenten und Figuren in europäischen und nahöstlichen Bildkulturen.

News vom 18.04.2013

Damit widerspricht sie der vermeintlichen Opposition einer bilderfreundlichen christlichen und einer bilderfeindlichen islamischen Kunst und analysiert, wie bestimmte antike oder alttestamentliche Elemente in verschiedenen christlichen und islamischen Bildkulturen transformiert werden. Im Rekurs auf diese gemeinsamen Bezugspunkte wird deutlich, was in der angeblichen Gegensätzlichkeit aber auch in der Separation dieser Bildkulturen unterschlagen wird.

Die Forschergruppe wurde 2008 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin eingerichtet und wird von Dr. Vera Beyer geleitet. Seit 2012 ist Vera Beyer zugleich eine von fünf Einstein Junior Fellows der Einstein Stiftung Berlin. Mit dem Programm fördert die Stiftung herausragende Nachwuchswissenschaftler an Berliner Hochschulen.

2009 erhielt die damals 34-jährige Kunsthistorikerin den Nachwuchspreis des Regierenden Bürgermeisters von Berlin. Vera Beyer und ihre Kollegen, Simon Rettig und Isabelle Dolezalek, leisteten nicht nur einen Beitrag zur Einbindung außereuropäischer Bildkulturen in die kunstgeschichtliche Forschung, sondern auch zum transkulturellen und interreligiösen Dialog, hieß es in der Begründung der Jury. Die Arbeit der Forschergruppe wurde unter anderem 2010 bei der WeltWissen-Ausstellung im Martin-Gropius-Bau Berlin vorgestellt.

Mit dem Emmy Noether-Programm will die DFG junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler einen Weg zu früher wissenschaftlicher Selbständigkeit eröffnen. Promovierte Forscherinnen und Forscher erwerben durch eine in der Regel fünfjährige Förderung die Befähigung zum Hochschullehrer durch die Leitung einer eigenen Nachwuchsgruppe. Bewerben können sich Postdocs mit in der Regel zwei bis vier Jahren Forschungserfahrung nach der Promotion. Die Bewerber müssen über internationale Forschungserfahrung verfügen.

An der Freien Universität Berlin bestehen derzeit zehn Emmy-Noether-Nachwuchsgruppen.

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Letzte Aktualisierung: 08.05.2013

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