Inkubator für neue Ideen

Zwischen den Zeilen lesen: Das Dahlem Humanities Center zählt seit 2009 zu den Focus Areas der Freien Universität Berlin.
Zwischen den Zeilen lesen: Das Dahlem Humanities Center zählt seit 2009 zu den Focus Areas der Freien Universität Berlin. Bildquelle: Bernd Wannenmacher

Die Breite geisteswissenschaftlicher Forschung an der Freien Universität ist bundesweit einzigartig. Das Dahlem Humanities Center bildet für diese Fülle an Disziplinen und Aktivitäten einen Rahmen, schafft interdisziplinäre Netzwerke und fördert die Entstehung neuer Forschungsinitiativen.

News vom 05.11.2013

Das 2007 gegründete Dahlem Humanities Center (DHC) ist die erste und bislang einzige geisteswissenschaftliche Einrichtung dieser Art in Deutschland und wird seit 2010 als Pilotprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mitfinanziert. Mitglieder des DHC sind 24 international renommierte Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer der Freien Universität aus den beiden Fachbereichen Philosophie und Geisteswissenschaften sowie Geschichts- und Kulturwissenschaften.

Das DHC dient als eine Plattform für die Vernetzung der mehr als 600 Geisteswissenschaftler an der Freien Universität sowie der geisteswissenschaftlichen Einrichtungen in der Wissenschaftsregion Berlin-Brandenburg. Mit Ideenwettbewerben und Fellowships bietet die Focus Area Anreize zur Ausarbeitung neuer Einzel- und Verbundforschungsprojekte sowie Beratung und Anschubfinanzierung für zukunftsträchtige neue Projekte. Kooperationen mit außeruniversitären Forschungs- und Kultureinrichtungen und Humanities Centers an herausragenden Universitäten weltweit versprechen richtungsweisende Impulse für die geisteswissenschaftliche Forschung in Berlin.

Forschung in den Geisteswissenschaften

Ob es um Gesellschaftsformen der Antike geht oder um die Sprachenvielfalt in Europa – die Forschungsfelder der Geisteswissenschaften sind vielfältig: Hier wird untersucht und erklärt, was die Menschen beschäftigt, welcher „Geist“ bestimmte Epochen prägte oder in welcher Form sich dies in Alltagsleben, Kunst oder Kultur ausdrückt. Die Geisteswissenschaften tragen dazu bei, Erinnerungen an vergangene Jahrhunderte festzuhalten und unter stets neuen Aspekten zu untersuchen. Gleichzeitig betrachten sie den kulturellen und gesellschaftlichen Wandel, indem sie aktuelle, globale Themen aufgreifen. Damit sind sie für heutige ebenso wie für künftige Gesellschaften von hoher Bedeutung.

Welche Trends, Tendenzen und Theorien diese Forschungen bestimmen, wird am DHC analysiert und in verschiedenen Veranstaltungsformaten thematisiert. Das DHC trägt damit aktuelle Themen und Forschungsergebnisse der Geisteswissenschaften zur Diskussion in die breite Öffentlichkeit.

Veranstaltungen des DHC

Die Hegel Lecture ist dem zentralen Wert der Philosophie Georg Friedrich Wilhelm Hegels verbunden: der Freiheit. Die öffentliche Vorlesung wird einmal jährlich von herausragenden Geisteswissenschaftlern gehalten. Zu den Vortragenden zählten etwa die US-amerikanische Philosophin und Geschlechterforscherin Judith Butler oder der slowenische Philosoph, Psychoanalytiker und Kulturkritiker Slavoj Žižek.

In der Reihe Dahlem Humanities Center Lectures gewähren profilierte Geisteswissenschaftler, Schriftsteller, Intellektuelle und Künstler aus aller Welt in ihren Vorträgen einem allgemeinen, geisteswissenschaftlich interessierten Publikum Einblicke in spezifische Forschungsprojekte.

Ziel der Konzeptlabors ist es, den aktuellen Stand transdisziplinär relevanter Forschungsthemen auszumachen. Jährlich treffen sich 10 Forscherinnen und Forscher aus aller Welt mit Experten der Freien Universität zu der dreitägigen Konferenz, um Ideen für innovative Forschungsprojekte zu diskutieren.

Einen Blick in die Zukunft wagt das Panel Trends und Tendenzen. Bei diesem ebenfalls international besetzten Veranstaltungsformat werden Prognosen über die Weiterentwicklung aktueller Theorien und Methoden der Geisteswissenschaften erstellt.

Der Austausch zwischen Forschung und Praxis am Standort Berlin und die Auslotung neuer Kooperationsformen ist das Ziel des alljährlichen Workshops am DHC. Dabei tritt das DHC in einen intensiven Dialog mit Vertretern aus Kunst, Medien, Wirtschaft und Politik.

An der Freien Universität wurden bislang fünf fachbereichsübergreifende Focus Areas identifiziert und etabliert:

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Letzte Aktualisierung: 11.02.2014

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