Gebäude

Traditionelle koreanische Geisterpfähle, die am Eingang eines Dorfes zur Abschreckung böser Geister errichtet wurden und als Schutzgottheit dienten.
Traditionelle koreanische Geisterpfähle, die am Eingang eines Dorfes zur Abschreckung böser Geister errichtet wurden und als Schutzgottheit dienten. Bildquelle: Michael Fahrig
Gartenansicht
Gartenansicht Bildquelle: Simone Ladwig-Winters

Das Grundstück liegt oberhalb der U-Bahntrasse an der Kreuzung Brümmerstraße und Fabeckstraße. Das erhöht gelegene schlichte Einfamilienhaus, ein kubischer Putzbau mit Zeltdach – ganz im Stil der späten 1920er Jahre – verfügt über einen seitlichen Erker, über Altane und Sprossenfenster. Der Eingang zur Fabeckstraße ist über eine kurze, gerade Treppe zu erreichen.

Das Haus ist mit dem Nachbargebäude in der Brümmerstraße 10 verbunden, das ebenfalls zum Bestand der Freien Universität Berlin gehört und vom Institut für Fleischhygiene und -technologie (Fachbereich Veterinärmedizin) genutzt wird.

Bei Errichtung der Gebäude gehörten beide Grundstücke einem Eigentümer, dem Kaufmann Karl Schmidt. Dieser veräußerte das Objekt in der Fabeckstraße 7 bereits 1932 – vier Jahre nach Fertigstellung – an den Arzt Christian Kaune. Die Liegenschaft in Dahlem wurde 1939 wiederum an den Kaufmann Emil Rogloff veräußert; dessen Witwe verkaufte sie 1966 an das Land Berlin, das sie nunmehr der Freien Universität Berlin zur Nutzung und Bewirtschaftung übertrug.

Angesichts des knappen Wohnraums in Berlin musste die Freie Universität unmittelbar nach dem Kauf beim Bezirksamt Zehlendorf einen Antrag auf Zweckentfremdung von Wohnraum stellen, um das Haus für wissenschaftliche Zwecke nutzen zu können. Da auch die wissenschaftlichen Institutionen nachweislich hohen Raumbedarf hatten, wurde dem Antrag entsprochen und die Nutzung des Gebäudes durch die Arbeitsbereiche für experimentelle Therapie und funktionelle Pathologie der Veterinär-Medizinischen Fakultät gestattet.

Allerdings mussten gleichzeitig Auflagen erfüllt werden: So sollten die hier untergebrachten Versuchshunde im Auslaufbereich keine größere Lärmbelästigung für die Nachbarn der angrenzenden Grundstücke verursachen. Vermutlich erwies sich diese Nutzung innerhalb eines Wohngebiets schon bald als nicht günstig, denn wenig später zog die Studentenvertretung der Freien Universität in das Gebäude, während im Nachbargebäude weiterhin das Institut für Fleischhygiene und Schlachthofkunde ansässig war.

Im Jahr 1982 zog das Indogermanische Seminar in das Gebäude der Fabeckstraße 7 ein. Im Jahr 2006 wurde das Gebäude dem drei Jahre zuvor an der Freien Universität Berlin gegründeten Institut für Koreastudien zur Verfügung gestellt.