Botanischer Garten und Botanisches Museum

Durch die Wunderwelt der wilden Pflanzen:  zum Beispiel über die Gebirge Europas oder die grandiose Bergwelt des Himalaya und Nordamerikas.
Durch die Wunderwelt der wilden Pflanzen: zum Beispiel über die Gebirge Europas oder die grandiose Bergwelt des Himalaya und Nordamerikas. Quelle: Bernd Wannenmacher

Wie eine Oase liegt im Berliner Südwesten das "Grüne Juwel" der Stadt: der Botanische Garten in Dahlem. Zusammen mit dem Botanischen Museum stellt er ein Pflanzenparadies von Weltrang dar, das auf eine über 300-jährige Tradition zurückblickt. 1679 wurde auf Anordnung des Großen Kurfürsten auf dem Gelände des heutigen Kleistparks ein landwirtschaftlicher Mustergarten angelegt, der sich im Laufe der Zeit zu einem Botanischen Garten im eigentlichen Sinne entwickelte. Nachdem er dort über 200 Jahre bestand, wurde er um die Jahrhundertwende (1897–1910) aus Platzgründen nach Dahlem verlegt.

Heute gehört der Botanische Garten zusammen mit dem Botanischen Museum zur Freien Universität und umfasst eine Gesamtfläche von über 43 Hektar. Damit gehört er zu den größten und bedeutendsten Botanischen Gärten der Welt. Mit rund 20.000 Wildpflanzenarten ist er weltweit der zweigrößte Garten seiner Art.

In der 13 Hektar großen Pflanzengeographischen Abteilung und den über 6.000 qm umfassenden Gewächshäusern können sich Besucher auf eine botanische Reise rund um den Globus begeben. Das 14 Hektar große Arboretum bietet zusammen mit der Systematischen Abteilung Einblicke in die verwandtschaftlichen Beziehungen von Gehölzen und krautigen Pflanzen. Diese artenreichen Lebendsammlungen stellen zusammen mit den Sammlungen dauerhaft präparierter Pflanzen und der reichhaltigen Bibliothek die Grundlage der wissenschaftlichen Arbeit über Artenvielfalt und Lebensformen der Pflanzen dar.

Den architektonischen Höhepunkt des Botanischen Gartens stellt das Große Tropenhaus dar, das zu den bedeutendsten und größten Gewächshäusern der Welt gehört. Zwischen 1905 und 1907 nach den Entwürfen des Königlichen Baurates Alfred Koerner erbaut, wurde es kürzlich von Grund auf saniert und 2009 wiederöffnet. Als Ergänzung zu den pflanzengeographischen Freilandanlagen konzipiert, folgt die Bepflanzung des Großen Tropenhauses einer geographischen Einteilung. Die rechte Hälfte des Hauses enthält Pflanzen der altweltlichen Tropen (Afrika, Asien, Australien), die linke Hälfte ist ganz der Pflanzenwelt der amerikanischen Tropen gewidmet.

Das benachbarte Botanische Museum in der Königin-Luise-Straße 6-8 ist das einzige seiner Art in Mitteleuropa und versteht sich als Ergänzung zum Botanischen Garten. Besucher haben hier haben die Möglichkeit, ihr Wissen über die Pflanzenwelt weiter zu vertiefen. Zahlreiche, meist stark vergrößerte Modelle zeigen Feinstrukturen, die mit bloßem Auge am lebenden Objekt nicht erkennbar sind. Vegetationstypen werden anhand verkleinerter Modelle in Dioramen dargestellt, und vieles ist im Botanischen Museum immer zu sehen, was im Garten nur an wenigen Tagen oder Wochen eines Jahres zu beobachten ist.

Letzte Aktualisierung: 10.06.2011

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