Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Physik

Die Südseite des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik. Links der „Turm der Blitze“, vor 1945.
Die Südseite des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik. Links der „Turm der Blitze“, vor 1945. Quelle: Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft

Das 1917 gegründete KWI für Physik, anfangs eher ein „Fonds“ zur Unterstützung physikalischer Arbeiten, war zunächst in der Privatwohnung seines Direktors Albert Einstein in Schöneberg untergebracht. Erst 1937 erhielt es ein großes Gebäude in Dahlem, das von der Rockefeller Foundation teilfinanziert wurde. Benannt nach dem seit 1930 amtierenden Präsidenten der KWG war die neue Forschungsstätte dem Namen nach das erste „Max-Planck-Institut“.

Der Niederländer Peter Debye übernahm anstelle des emigrierten Albert Einstein bis 1940 die Institutsleitung und widmete sich u.a. der Kernphysik, während sein Stellvertreter Max von Laue (Nobelpreis für Physik 1914, Ehrenbürger der Freien Universität 1958) die Beugung von Röntgenstrahlungen untersuchte. Apparatives Herzstück war der zu einem Teilchenbeschleuniger ausgebaute Hochspannungsgenerator für kernphysikalische Experimente im sogenannten‚ „Turm der Blitze“. Diese Anlage spielte eine wichtige Rolle, als das KWI 1940 dem Militär unterstellt wurde und sich unter der Leitung Werner Heisenbergs und Otto Hahns am – nicht realisierten – Projekt einer deutschen Atombombe beteiligte.

Im „Turm der Blitze“ lagern heute die Bestände des Archivs zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft, im Hauptgebäude ist u. a. ein Teil des Universitätsarchivs der Freien Universität untergebracht.

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Stand 22.06.2011

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