Ernst-Ludwig-Ehrlich-Masterstudiengang für Geschichte, Theorie und Praxis der Jüdisch-Christlichen Beziehungen

- Konsekutiver Masterstudiengang

Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften
Seminar für Katholische Theologie
Ansprechpartner/-in
Herr Univ.-Prof. Dr. Kampling
Adresse
Fabeckstr. 23-25
14195 Berlin


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Für den Zugang zum Masterstudiengang müssen Bewerberinnen und Bewerber die folgenden Voraussetzungen nachweisen:

  • Bachelorabschluss oder ein gleichwertiger anderer Hochschulabschluss.

 

Bei Bewerberinnen und Bewerbern, die ihren Studienabschluss an einer ausländischen Hochschule oder gleichgestellten Einrichtung erworben haben, ist der Nachweis von Deutschkenntnissen zu erbringen. Dies kann durch das Bestehen der Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) oder durch Nachweis eines gleichwertigen Kenntnisstandes gemäß der Ordnung für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerberinnen und Studienbewerber an der Freien Universität Berlin erfolgen.

Weitere Informationen enthält die Zugangssatzung für den Ernst-Ludwig-Ehrlich-Masterstudiengang Geschichte, Theorie und Praxis der Jüdisch-Christlichen Beziehungen (pdf-Datei).

Die Studierenden haben keine Teilnahmegebühren, aber allgemeine Semestergebühren und -beiträge zu tragen.

Der Ernst-Ludwig-Ehrlich-Masterstudiengang ist ein nicht-konsekutiver, forschungsorientierter Studiengang. Der Studiengang ermöglicht die Beschäftigung mit zentralen Fragen der europäischen Geschichte und Kultur anhand der Beziehungen von Juden und Christen. Das Studium erfolgt im Kontext eines breiten Publikations- und Forschungsfeldes sowie entsprechender Kooperationen mit außeruniversitären Einrichtungen.

Der Studiengang qualifiziert zur Analyse historischer Zusammenhänge jüdisch-christlicher Beziehungen, zur Erschließung systematischer Strukturen, zur Reflexion theologischer Positionen und zum Nachdenken über die Praxis des jüdisch-christlichen Dialogs.

Die christliche Judenfeindschaft wird den geschichtlichen Epochen entsprechend in ihren unterschiedlichen Ausformungen kritisch dargestellt (Antike, Mittelalter, Neuzeit). Die Methoden jüdischer und christlicher Schriftauslegung werden vorgestellt ebenso wie gemeinsame Elemente liturgischer Praxis; Interaktionen in den Bereichen Philosophie sowie Kunst- und Literaturgeschichte werden aufgezeigt. Themen jüdischer und christlicher Theologie in Bezug auf die Gottes- und Messiasfrage werden ebenso behandelt wie einschlägige ethische Fragestellungen und Themenfelder des jüdisch-christlichen Dialogs. Zudem wird die christlich theologische Aufarbeitung der Shoah vermittelt sowie die Frage nach dem Verhältnis von Kirche und Shoah erörtert.

Der Studiengang kooperiert in seinen Veranstaltungen mit dem Visual History Archive des Shoah Foundation Institute for Visual History and Education der University of Southern California (USC), zu dem die Freie Universität Berlin als erste europäische Universität den Zugang ermöglicht. Ferner werden die Ressourcen des Jüdischen Museums Berlin und der Stiftung Neue Synagoge Berlin in den Lehrveranstaltungen berücksichtigt. Die Freie Universität Berlin als Trägereinrichtung des Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg (ZJS) ermöglicht eine enge Kooperation sowie transdisziplinäre Vernetzung.

Zulassungs­modus 1. Fach­semester
Keine Zulassungsbeschränkung
Zulassungs­modus höheres Fach­semester
Keine Zulassungsbeschränkung (zum Wintersemester für das 3., zum Sommersemester für das 2. und 4. Fachsemester)
Bewerbungs- und Anmelde­zeitraum
Nur für das 1. Fachsemester: 15.04.-31.05. (zum Wintersemester), nur für das höhere Fachsemester: 01.07.-15.08. (zum Wintersemester) und 01.01.-15.02. (zum Sommersemester)
Immatrikulations­zeitraum
siehe Bescheid
Studienbeginn
Wintersemester
Studiensprachen
Deutsch
Abschluss
Master of Arts (M.A.)
Regel­studien­zeit
4 Semester
Der Masterstudiengang Geschichte, Theorie und Praxis der Jüdisch-Christlichen Beziehungen gliedert sich in drei Studienschwerpunkte: das Themenfeld Gegensatz, das Themenfeld Schnittmengen und das Themenfeld Reflexionen.

Aufbau und Ablauf des Studiums regelt die Studienordnung. Sie enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls und einen exemplarischen Studienverlaufsplan. Die Prüfungsordnung definiert Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module und der Master-Prüfung. In den Ordnungen sind die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie der Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium angegeben.

Die Masterarbeit soll zeigen, dass die Studierenden in der Lage sind, eine Forschungsaufgabe mit wissenschaftlichen Methoden selbstständig zu bearbeiten und darzustellen. Nach erfolgreichem Abschluss des Studienprogramms wird der Hochschulgrad Master of Arts (M.A.) verliehen.

Module des Studiengangs

Themenfeld Gegensatz. Christliche Judenfeindschaft und Antisemitismus

Modul

Jüdisch-Christliche Antike

Modul

Jüdisch-Christliches Mittelalter

Modul

Jüdisch-Christliche Neuzeit

Themenfeld Schnittmengen (Gemeinsame Traditionen und Formen der Konvivenz)

Modul

Schriftauslegung

Modul

Liturgische Praxis

Modul

Interaktion

Themenfeld Reflexionen (Gemeinsame theologische Themenfelder)

Modul

Gottesverständnis / Messianismus

Modul

Gesetz / Verheißung / Ethik

Modul

Theorie und Praxis des jüdisch-christlichen Dialogs

 

Absolventinnen und Absolventen verfügen über vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse und weiterführende berufsqualifizierende Kompetenzen.

Die Konzentration auf die Geschichte, Theorie und Praxis der jüdisch-christlichen Beziehungen stellt spezifische Kompetenzen zur Verfügung, die auf vertieftes und spezialisiertes Arbeiten in einem weiten Feld von Wissenschaft und Forschung vorbereiten, insbesondere an Hochschulen, universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, bei der Vermittlung von Geschichte, Theorie und Praxis der jüdisch-christlichen Beziehungen in der akademischen und außerakademischen Lehre und Bildung, bei der Dokumentation und im Journalismus. Im forschungsorientierten Studium werden Fähigkeiten, die für eine spätere Promotion notwendig sind, ausgebildet.

Darüber hinaus gibt es durch die erworbenen Fertigkeiten (Recherche, Abfassung von Texten und Präsentationen, Moderation im interreligiösen Dialog) Zugang zu Berufsfeldern, die durch Aufgaben im Bereich der Wissensvermittlung, der Organisation und des Managements bestimmt sind. Die vertieften wissenschaftlichen Kenntnisse und weiterführenden berufsqualifizierenden Kompetenzen können insbesondere sowohl in kirchlichen Arbeitsfeldern wie Gemeinden und Akademien eingesetzt werden als auch in Werkstätten interreligiöser Kommunikation. Zudem können die erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse auch außerhalb der klassischen Religionsberufe in Bereichen wie Kulturmanagement, Beratungstätigkeiten in religiösen und interkulturellen Belangen, Erwachsenenbildung, Stiftungs-, Medien- und Verlagswesen eingesetzt werden.

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