Geschichte

- Master of Education - Fach 2 im Lehramtsmasterstudiengang 120 LP -

Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften
Abteilung Didaktik der Geschichte
Ansprechpartner/-in:Univ.-Prof. Dr. Martin Lücke
Adresse: Koserstr. 20
14195 Berlin
Telefon:(030) 838-567 68
Telefax:(030) 838-548 15
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  • Zulassungsvoraussetzungen

    Für den Zugang zum Lehramtsmasterstudiengang müssen Bewerberinnen und Bewerber die folgenden Voraussetzungen nachweisen:

    • Bachelorabschluss, der auf diesen Master-Studiengang bezogen ist, mit einem integrativen Studium von zwei Fachwissenschaften und Lehramtsbezogener Berufswissenschaft (Erziehungswissenschaft und Fachdidaktik), oder ein gleichwertiger anderer Hochschulabschluss.

    Die lehramtsbezogene Fächerkombination des vorangegangenen Bachelor-Studiums muss beibehalten werden. Das Kernfach des Bachelor-Studiums wird als Fach 1, das Modulangebot des Bachelor-Studiums als Fach 2 studiert.

    Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt.

    Bewerberinnen und Bewerber, deren Muttersprache nicht Deutsch ist und die ihren Studienabschluss an einer ausländischen Universität oder gleichgestellten Einrichtung erworben haben, müssen den Nachweis der erforderlichen Sprachkenntnisse für den Studiengang oder eines gleichwertigen Kenntnisstandes gemäß der Ordnung für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerberinnen und -bewerber an der Freien Universität Berlin erbringen.

    Weitere Informationen enthält die Satzung zur Regelung der Vergabe von Studienplätzen für den Lehramtsmasterstudiengang (120 Leistungspunkte) (pdf-Datei).

  • Gebühren

    Die Studierenden haben keine Teilnahmegebühren, aber allgemeine Semestergebühren und -beiträge zu tragen.

  • Gegenstand

    Der Master-Studiengang vermittelt über die im Bachelorstudiengang Geschichte erworbenen Basisqualifikationen hinausgehende, wesentliche Befähigungen im Hinblick auf die Rolle der Absolventinnen und Absolventen als Expertinnen und Experten von Fachunterricht. Die Studierenden vertiefen ihr kategoriales und diskursfähiges geschichtsdidaktisches Professionswissen und reflektieren auf der Grundlage disziplingeschichtlicher Kenntnisse die neuesten Theorien und Tendenzen in der Geschichtsdidaktik, insbesondere auf den Gebieten der empirischen Lehr-Lern-Forschung, der Entwicklung eines historischen Kompetenzmodells, der Begründung von Bildungsstandards im Geschichtsunterricht sowie der Interkulturalität und Transdisziplinarität (z.B. bilingualer Geschichtsunterricht, historisch-politische Bildung). Daneben vervollkommnen die Studierenden an vertiefenden Problemstellungen ihre fachwissenschaftlichen Kenntnisse, die sich bevorzugt auf rahmenplanrelevante Inhalte (z.B. Neuere Geschichte und Zeitgeschichte) beziehen.

    Der Master-Studiengang enthält in Form von schulpraktischen Studien auch praxisorientierte Phasen der Erprobung und Einübung von Lehrerhandeln, der Produktion unterrichtstauglicher Materialien sowie der Beobachtung, Erforschung und gemeinsamen Evaluation von eigenen und fremden Lernsituationen. Insgesamt erwerben die Studierenden auf diese Weise eine fachspezifische Theorie- und Methoden- sowie wissenschaftliche Urteilskompetenz, wobei zugleich die Bereitschaft zum kreativ-offenen interdisziplinären Dialog (mit dem zweiten Fach, anderen Schulfächern, der Erziehungswissenschaft und pädagogischen Psychologie) gefördert wird.

  • Standortvorteile

    Neben den Forschungsschwerpunkten in der Alten Geschichte (z.B. "Geschichte der Spätantike", "Sozial und Wirtschaftsgeschichte der Antike", "Geschichte Spartas" etc.), der Mittelalterlichen Geschichte (z.B. "Quellenedition", "Briefkultur im Mittelalter", "Livland im Mittelalter") und Neueren Geschichte (z.B. "Europäisierung Europas? Grenzziehung und Grenzüberschreitungen", "Erinnerungsorte", "Völkische Bewegung" usw.) sowie der Geschichtsdidaktik ("Didaktik und Methodik des Geschichtsunterrichts, historisches Lernen zum Thema Holocaust am Übergang von kommunikativen zum kulturellen Gedächtnis, transkulturelles historisches Lernen, Diversity und Intersektionalität, Kritische Theorie und historisches Lernen") bietet die Freie Universität Berlin den Studierenden am Fachbereich ein breites Lehrangebot. Auch die Zusammenarbeit mit interessanten Zentren (z.B. Berliner Kolleg für Vergleichende Geschichte Europas), Kooperationen mit dem interdisziplinären Frankreich- sowie Italienzentrum, mit der Zentraleinrichtung für Frauen- und Geschlechterforschung (Freie Universität Berlin), dem Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (Technische Universität Berlin) und weiteren Einrichtungen sind kennzeichnend für das Institut. Daneben gibt es an der Freien Universität Berlin die Möglichkeit, die Lehrangebote anderer Institute, z.B. des Zentralinstituts John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien, des Zentralinstituts Lateinamerika-Institut sowie des Zentralinstituts Osteuropa-Institut, zu nutzen.

    Neben diesem breiten Lehrangebot zeichnet sich das Friedrich-Meinecke-Institut durch seine lebhafte Forschungslandschaft, durch eine umfangreiche Bibliothek sowie eine Mediensammlung Geschichtsdidaktik aus.

  • Kenndaten

    Zulassungsmodus 1. FachsemesterLokale Zulassungsbeschränkung
    Zulassungsmodus höheres FachsemesterLokale Zulassungsbeschränkung (zum Wintersemester für das 3., zum Sommersemester für das 2. und 4. Fachsemester)
    BewerbungszeitraumNur für das 1. Fachsemester: 01.07.-15.08. (zum Wintersemester), nur für das höhere Fachsemester: 01.07.-15.08. (zum Wintersemester) und 01.01.-15.02. (zum Sommersemester)
    StudienbeginnWintersemester
    Studiensprachen Deutsch
    AbschlussMaster of Education (M.Ed.)
    Regelstudienzeit4 Semester
  • Studienaufbau

    Der Lehramtsmasterstudiengang mit dem Fach 2 Geschichte wird mit einem Fach 1 studiert, dabei ist die lehramtsbezogene Fächerkombination durch das vorherige absolvierte Bachelor-Studium vorgegeben.

    Die Module der unten aufgeführten Tabelle werden durch Module des anderen Faches erweitert. Die in der Tabelle genannten erziehungswissenschaftlichen Module werden unabhängig von Kernfach und Modulangebot einmal absolviert.

    Aufbau und Ablauf des Studiums regelt die Studienordnung. Sie enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls und einen exemplarischen Studienverlaufsplan. Die Prüfungsordnung definiert Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module und der Master-Prüfung. In den Ordnungen sind die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie der Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium angegeben.

    Die Masterarbeit kann in der  Fachwissenschaft, in Erziehungswissenschaft oder in der Fachdidaktik des Faches 1 oder 2 absolviert werden und soll zeigen, dass die Studierenden in der Lage sind, eine Forschungsaufgabe mit wissenschaftlichen Methoden selbstständig zu bearbeiten und darzustellen. Nach erfolgreichem Abschluss des Studienprogramms wird der Hochschulgrad Master of Education (M.Ed.) verliehen.

    Module des Studiengangs

    Fachwissenschaftliche und Fachdidaktische Module
    Modul Probleme der neuesten Geschichte
    Modul Vervollständigung epochaler Kompetenzen
    Modul Historisches Wissen als Gegenstand von Forschung und Lernen
    Modul Fachbezogenes Unterrichten (Schulpraktische Studien im Fach Geschichte)
    Modul Spezielle Probleme der Geschichtsdidaktik und des historischen Lernens
    Erziehungswissenschaftliche Module
    Modul Lernmotivation und Beratung
    Modul Diagnostik, Rückmeldung und Evaluation
    Modul Bildungs- und Erziehungsprozesse reflektieren und gestalten
    Modul Deutsch als Zweitsprache
    Modul Unterrichten, Lernprozesse gestalten und erforschen
  • Beruf

    Absolventinnen und Absolventen verfügen über vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse und weiterführende berufsqualifizierende Kompetenzen.                         

    Ein erfolgreich abgeschlossenes dreijähriges Bachelorstudium und ein anschließendes zweijähriges Master-Studium mit (bis zu) zweijährigem Vorbereitungsdienst führen zum Amt des Studienrates.

    Neben dem Lehrberuf an Schulen bieten sich weitere Tätigkeitsfelder, wie redaktionelle Mitarbeit in Verlagen, außerschulische pädagogische Arbeitsfelder, Erwachsenen- und Weiterbildung, Wissenschaft, Archiv- und Bibliothekswesen, Mediathek und Dokumentation, Museen und Gedenkstätten, Presse, Funk, Fernsehen, neue Medien, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, eine Beratertätigkeit sowie in Aufgaben Tourismus und Management.

    Darüber hinaus kann auch das andere Fach weitere Möglichkeiten hinsichtlich des Berufsbildes und der Berufsmöglichkeiten eröffnen.

  • Literatur

    • Günther-Arndt, Hilke (Hg.): Geschichts-Methodik. Ein Handbuch für die Sekundarstufe I und II, Berlin 2007.
    • Pandel, Hans-Jürgen: Historisches Erzählen. Narrativität im Geschichtsunterricht, Schwalbach/Taunus 2010.
    • Rüsen, Jörn: Historisches Lernen. Grundlagen und Paradigmen, Schwalbach/Taunus 2008.
    • Barricelli, Michele/ Lücke, Martin (Hg.): Handbuch Praxis des Geschichtsunterrichts, Schwalbach/ Taunus 2012.
Stand 20.04.2012

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