Erziehungswissenschaft: Bildung, Erziehung, Qualitätssicherung
- Mono-Bachelor -
Zum Wintersemester 2012/2013 wird dieser Studiengang vollständig überarbeitet und neu als „Bildungs- und Erziehungswissenschaft“ angeboten werden. Die Ordnungen für Zulassung, Aufbau bzw. Prüfungen werden momentan neu erarbeitet. Jeweils aktuelle Informationen finden sich auf der Homepage des Instituts und an dieser Stelle.
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Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie |
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| Adresse: | Habelschwerdter Allee 45 14195 Berlin |
| Telefon: | (030) 838-546 60 |
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| E-Mail: | |
| Homepage: | |
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Gegenstand
Die allgemeine Erziehungswissenschaft untersucht die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Erziehung und Bildung, d.h. sie beschäftigt sich mit allen Institutionen und Situationen, in denen Erziehung direkt oder indirekt vorkommt. Da Erziehung jedoch nicht nur in Schulen und der Familie stattfindet, beschäftigen sich eine Vielzahl von Institutionen mit Erziehung und Bildung, deren gestelltes Ziel es ist, handelnde Individuen zu selbstständigem und eigenverantwortlichen Tun zu erziehen.
Die Erziehungswissenschaft befasst sich nicht nur mit allen Fragen der Entwicklung und Hinführung des Einzelnen zum selbstständigen und verantwortlichen Leben in der Gesellschaft, sondern sie thematisiert dabei zugleich die Erziehungswirklichkeit, insbesondere in Einrichtungen der Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung/Weiterbildung sowie der Schule. Das Studium der Erziehungswissenschaft befasst sich folglich mit Fragen von Erziehung, Bildung und Ausbildung auf der Basis erziehungswissenschaftlicher und anderer sozialwissenschaftlicher Theorien und Methoden. Der Begriff Erziehungswissenschaft wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts erstmalig verwendet, etablierte sich aber erst in den 60er Jahren.
Die Erziehungswissenschaft bedient sich hauptsächlich vier methodischer Ansätze: der hermeneutischen Methode (Wissenschaft vom Verstehen), der dialektischen Methode (ursprünglich eine Streit-Kunst, heute gilt für die dialektische Methode, dass sich das Denken in Widersprüchen vollzieht und auf übergreifende Zusammenhänge zielt), der phänomenologischen Methode (Lehre, dass das Erkenntnisvermögen nur Erscheinungen und nicht das Wesen erfasst) und der empirischen Methode (Lehre, nach der Erkenntnis nur auf Erfahrung, Beobachtung und Versuchen beruht).
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Standortvorteile
Die Freie Universität Berlin bietet allen Studierenden der Erziehungswissenschaft eine Reihe von Standortvorteilen bzw. zahlreiche Wissenschaftsbereiche für dieses Studium. Zu nennen sind u.a. folgende Arbeitsbereiche:
Anthropologie und Erziehung; Empirische Erziehungswissenschaft; Entrepreneurship; Erwachsenenpädagogik; Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung; Evaluation, Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement in Erziehungswissenschaft und Psychologie; Grundschulpädagogik; Interkulturelle Erziehungswissenschaft; Kleinkindpädagogik; Philosophie der Erziehung; Psychologie in Erziehung und Bildung; Qualitative Bildungsforschung; Schul- und Unterrichtsforschung; Schulpädagogik/Schulentwicklungsforschung; Sozialpädagogik; Theorie von Erziehung, Bildung und Unterricht; Weiterbildung und Bildungsmanagement sowie die Arbeitsstelle Bildungsforschung Primarstufe .
Neben diesen Wissenschaftsbereichen und Arbeitsstellen ist u.a. noch das Interdisziplinäre Zentrum für Lehr-/Lern-Forschung (IZLL) zu nennen. Das IZLL beschäftigt sich im Rahmen der kooperierenden Forschungsprojekte und Arbeitsbereiche mit verschiedenen Themen und Fragestellungen. Dazu gehören die Sicherung von Unterrichtsqualität, Entwicklungs-, Zukunfts- und Unterrichtsforschung, Organisations-, Schul- und Curriculumsentwicklung, die Beschäftigung mit Schulreform, Lehrer(aus)bildung und Voraussetzungen für Lernprozesse sowie die Berücksichtigung der Wissensgesellschaft und Wandel des Wissens. Die Kooperationen zwischen Grundschulpädagogik, Fachdidaktik, Pädagogischer Psychologie und Erziehungswissenschaft verkörpern die Interdisziplinarität des Zentrums. Beteiligte Institutionen am IZLL sind neben der Freien Universität Berlin die Humboldt Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin, die Universität Potsdam, das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (Berlin) sowie die Alice Salomon Fachhochschule Berlin.
Abschließend ist noch die Bereichsbibliothek Erziehungswissenschaft, Fachdidaktik und Psychologie anzuführen, die ca. 500.000 Bände, Zeitschriften, Mikromaterialen, Tonträger, Dias, Fotos, Filme, Videos, CD-ROM, DVD, Disketten umfasst. Diese Bibliothek beinhaltet Literatur zur Allgemeinen Erziehungswissenschaft, Wissenschaftstheorie, Allgemeinen Didaktik, Fachdidaktik, Arbeitspädagogik, Berufspädagogik, Wirtschaftpädagogik, Erwachsenenbildung, Schulpädagogik, Bildungswesen, Sonderpädagogik, Sozialpädagogik, Sozialarbeit, Sportwissenschaft, Psychologie und zu Psychologischen Tests.
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Kenndaten
Zulassungsmodus 1. Fachsemester Lokale Zulassungsbeschränkung Zulassungsmodus höheres Fachsemester Lokale Zulassungsbeschränkung (zum Wintersemester für das 3. und 5., zum Sommersemester für das 2., 4., 6. Fachsemester) Bewerbungszeitraum Nur für das 1. Fachsemester: 01.06.-15.07. (zum Wintersemester), nur für das höhere Fachsemester: 01.06.-15.07. (zum Wintersemester) und 01.12.-15.01. (zum Sommersemester) Studienbeginn Wintersemester Studienplätze im ersten Fachsemester* 106 Professuren* 11 Studiensprachen Deutsch Abschluss Bachelor of Arts (B.A.) Regelstudienzeit 6 Semester * Quelle: Zulassungsordnung, Strukturplan 2009
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Studienaufbau
Das Mono-Bachelor-Studium Erziehungswissenschaft: Bildung, Erziehung und Qualitätssicherung gliedert sich in Grundlagen-, Aufbau- und Vertiefungsmodule.
Der Studienbereich Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV) umfasst ein Berufspraktikum sowie folgende Kompetenzbereiche: Fremdsprachen, Informations- und Medienkompetenz, Gender & Diversity-Kompetenz, Organisations- und Managementkompetenz, Personale und sozial-kommunikative Kompetenz und Fachnahe Zusatzqualfikationen, in denen zusätzliche berufspraktische Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden. Ziele, Inhalte und Aufbau des Studienbereichs Allgemeine Berufsvorbereitung werden in einer gesonderten ABV-Studien- und Prüfungsordnung geregelt.
Am Ende des Studiums erfolgt die exemplarische Vertiefung und Differenzierung in einem Studienbereich und durch die selbstständige wissenschaftliche Erarbeitung einer selbst gewählten Problemstellung (Bachelor-Arbeit).
Aufbau und Ablauf des Studiums regelt die Studienordnung. Sie enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls und einen exemplarischen Studienverlaufsplan. Die Prüfungsordnung definiert Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module. In den Ordnungen sind die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie der Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium angegeben.
Erziehungswissenschaft: Bildung, Erziehung und Qualitätssicherung, Mono-Bachelor
Grundlagenmodule
Modul Einführung Modul Bildung und Erziehung Modul Anthropologie, Sozialisation, individuelle und kulturelle Diversifikation Modul Lehren und Lernen I Modul Intervenieren und Beraten I Modul Empirische Methoden, Evaluation und Organisationsentwicklung I Aufbaumodule
Modul Pädagogische Handlungsfelder Modul Konzepte Modul Lehren und Lernen II Modul Intervenieren und Beraten II Modul Empirische Methoden, Evaluation und Organisationsentwicklung II Vertiefungsmodule
Modul Methoden pädagogischen Handelns (Pflicht) Zwei Wahlpflichtmodule Theorien und Methoden des Intervenierens und
Theorien und Methoden des Lehrens oder
Weiterbildung und Organisationsentwicklung -
Beruf
Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Fertigkeiten, die für eine Berufstätigkeit oder einen weiterführenden Studiengang qualifizieren.
Für Absolventinnen und Absolventen des Bachelor-Studienganges Erziehungswissenschaften: Bildung, Erziehung und Qualitätssicherung ist in folgenden Bereichen eine Beschäftigung denkbar: Berufsbildung und betriebliches Ausbildungswesen, Elementarerziehung, Erwachsenenbildung und Weiterbildung, Familienbildung und Familienberatung, Freizeitpädagogik, Seniorenarbeit, Heimerziehung, Jugendhilfe und Jugendarbeit, Kulturpädagogik und Museumspädagogik, Medienpädagogik, Planung, Verwaltung, Koordination, Rehabilitation und Sonderpädagogik, Resozialisation, Schule und außerschulische Einrichtungen, soziale Arbeit und in sozialen Diensten.
Da nicht alle Absolventinnen und Absolventen einen Platz auf dem engeren fachwissenschaftlichen Arbeitsmarkt finden, ist der Erwerb von Zusatzqualifikationen, wie sie auch schon im Studienbereich Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV) vermittelt werden, sowie die frühzeitige Orientierung in Bezug auf Beschäftigungsmöglichkeiten und die persönliche Bewerbungsstrategie von großer Bedeutung für den erfolgreichen Berufseinstieg.
Für leitende Tätigkeiten oder eine Beschäftigung in Forschung und Lehre ist ein Master-Abschluss und ggf. die Promotion Voraussetzung.
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Literatur
- Heinz-Hermann Krüger, Werner Helsper (Hg.): Einführung in die Grundbegriffe und Grundfragen der Erziehungswissenschaft, Opladen 2004.
- Dieter Lenzen: Orientierung Erziehungswissenschaft: was sie kann, was sie will, Reinbek bei Hamburg 2002.
- Winfried Marotzki, Arnd-Michael Nohl, Wolfgang Ortlepp: Einführung in die Erziehungswissenschaft, Wiesbaden 2005.



