Bachelor-Studium an der Freien Universität Berlin
- Was sind Bachelor-Studiengänge?
- Studienstruktur
- Modulangebote, Module, affine Bereiche – wo ist der Unterschied?
- Die berufsvorbereitenden Studienbereiche
- Online-Anmeldung beim Campus Management
- Bachelor-Studienangebot
- Bachelor- und Masterstudium mit Lehramtsoption
Was sind Bachelor-Studiengänge?
Bachelor-Abschlüsse sind die neuen Regelabschlüsse an deutschen Hochschulen. In anderen europäischen Ländern sind sie schon lange üblich. Mit einem Bachelor-Abschluss kann man sich praktisch weltweit für einen geeigneten Master-Studiengang bewerben.
Bachelor-Studiengänge in den Natur- und den Wirtschaftswissenschaften sowie in Informatik, Mathematik und Psychologie werden an der Freien Universität Berlin mit einem Bachelor of Science (B.Sc.), alle anderen Bachelor-Studiengänge mit dem Bachelor of Arts (B.A.) abgeschlossen. Der englische Begriff "Science" bezieht sich vorrangig auf die Naturwissenschaften, während "Arts" wie der "Magister Artium" in der Tradition der mittelalterlichen "Artes Liberales" steht, der "freien Wissenschaften und Künste". Darunter fallen heute in der Regel die Geistes- und die Sozialwissenschaften.
Kombinations-Bachelor
Bachelor- und Master-Studiengänge sind je nach Fach oder Fachkombination und Hochschule unterschiedlich strukturiert. Etwa die Hälfte der Bachelor-Studiengänge der Freien Universität sind Kombinations-Bachelor-Studiengänge. Diese setzen sich aus einem Kernfach (in der Regel 90 Leistungspunkte/LP) und einem oder zwei Modulangeboten (60-LP- bzw. zwei 30-LP-Modulangeboten) zusammen. Die Modulangebote können, soweit keine besonderen Kombinationen vorgeschrieben sind, aus einem breiten Fächerspektrum gewählt werden. Für Kernfach und Modulangebot/e wird getrennt zugelassen (für Modulangebote: 80% nach Qualität der Durchschnittsnote, 20% nach Wartezeit), aber nur gemeinsam und gleichzeitig immatrikuliert.
Mono-Bachelor
Die andere Hälfte der FU-Bachelor-Studiengänge sind Mono-Bachelor-Studiengänge. Neben dem Kernbereich, für den man sich bewirbt, werden affine Bereiche bzw. affine Module studiert, die im Gegensatz zu den Modulangeboten der Kombi-Bachelor-Studiengänge keine zusätzliche Bewerbung erfordern. Zu jedem Kombi- und jedem Mono-Bachelor-Studiengang wird ein berufsvorbereitender Studienbereich mit 30 LP belegt, der keine Bewerbung oder Beantragung erfordert.
Studienstruktur
Bei FU-Bachelor-Studiengängen dauert das Studium sechs Semester (Ausnahmen: Italienstudien und Frankreichstudien mit je sieben Semestern) und beginnt fast ausnahmslos im Wintersemester.
Alle Lehrveranstaltungen sind zu Modulen zusammengefasst, die mit einer benoteten Modulprüfung (die ggf. aus mehreren Teilprüfungen besteht) abgeschlossen werden. Es gibt keine große Abschlussprüfung, sondern die Modulprüfungen sind automatisch Teil der Bachelor-Prüfung, in deren Gesamtnote alle Modulprüfungsnoten einfließen. Daher gibt es fast nur Pflichtlehrveranstaltungen, an denen man regelmäßig und aktiv teilnehmen muss (Einzelheiten stehen in der Studien- und der Prüfungsordnung).
Für den Studienaufwand eines Moduls werden nach bestandener Prüfung Leistungspunkte vergeben: 1 LP nach dem European Credit Transfer System (ECTS) entspricht 30 Zeitstunden studentischen Arbeitsaufwands (Präsenzzeit in Lehrveranstaltungen plus Selbststudium, Vorbereitung auf Modulprüfungen, Prüfungszeiten, vorgeschriebene Berufspraktika u.Ä.).
Ein sechssemestriger Studiengang umfasst stets 180 Leistungspunkte, also sind pro Semester im Schnitt 30 LP zu erwerben. Der Studienaufwand entspricht demnach 30 x 30 = 900 Stunden in sechs Monaten (die vorlesungsfreie Zeit ist nicht gleichbedeutend mit Semesterferien, sondern vorgesehen für Prüfungen, Blocklehrveranstaltungen, Praktika u.a.).
Dem Studienverlaufsplan ist im Anhang der Studienordnung jedes Fachs zu entnehmen, welche Module in welchem Semester absolviert werden sollten (viele beginnen nur im Wintersemester und werden in zwei aufeinander folgenden Semestern belegt).
Im Kernfach wird eine Bachelor-Arbeit geschrieben, die meist ca. 25 Seiten umfasst und innerhalb von acht Wochen erstellt werden muss; manchmal kommt eine halbstündige mündliche Prüfung über die Inhalte der Arbeit hinzu (Einzelheiten stehen ebenfalls in der Studien- und Prüfungsordnung).
Modulangebote, Module, affine Bereiche – wo ist der Unterschied?
Nicht alle Bachelor-Studiengänge haben Modulangebote, aber jeder Studiengang hat Module.
Bachelor-Studiengänge sind modularisiert aufgebaut, d.h., die einzelnen Lehrveranstaltungen werden zu Modulen zusammengefasst und jeweils mit einer Modulprüfung abgeschlossen.
Modulangebote sind Bestandteile des Kombi-Bachelors. Das Kernfach wird entweder mit einem 60-LP-Modulangebot oder mit je zwei 30-LP-Modulangeboten kombiniert.
Affine Bereiche bzw. affine Module können Bestandteil eines Mono-Bachelor-Studiengangs sein. Sie sollen in der Regel einen inhaltlichen Bezug zum Kernbereich haben und das fachliche Profil des Studiums ergänzen. Wenn die Studienordnung für affine Module einen Rahmen von 30 LP vorsieht, kann ggf. auch ein 30-LP-Modulangebot gewählt werden; Voraussetzung dafür ist aber, dass nach Zulassung aller Kombi-Bachelor-Bewerber noch Plätze für interessierte Mono-Bachelor-Studierende verfügbar sind, die zudem über die ggf. nötigen (z.B. sprachlichen) Vorkenntnisse verfügen.
Der Zugang zu affinen Modulen wird bei der zuständigen Fachbereichsverwaltung beantragt; das sollte in Abstimmung mit der Studienfachberatung des Kernfaches geschehen. Der Besuch einzelner Lehrveranstaltungen ohne schriftlichen Bescheid des Fachbereichs über den Modulzugang ist in der Regel nicht möglich.
Die berufsvorbereitenden Studienbereiche
Obligatorischer Bestandteil aller Bachelor-Studiengänge der Freien Universität ist ein 30 LP umfassender berufsvorbereitender Studienbereich, den es in zwei Ausprägungen gibt:
-
Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV) und
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Lehramtsbezogene Berufswissenschaft (LBW).
Beide sind durch eigene Studien- und Prüfungsordnungen geregelt.
Wer sich in Bachelor-Studiengängen, deren Kombination dies ermöglicht, die Lehramtsoption offen halten möchte, muss den Studienbereich Lehramtsbezogene Berufswissenschaft (LBW) belegen. In allen anderen Fällen wird der Studienbereich Allgemeine Berufswissenschaft (ABV) studiert.
Achtung: Man erwirbt keine Lehramtsoption, wenn man zu einer lehramtsrelevanten Fachkombination den Studienbereich ABV (statt LBW) belegt. Ein Wechsel vom Studienbereich LBW auf den Studienbereich ABV ist nach Rücksprache mit dem Prüfungsausschuss des Kernfachs möglich, weil LBW-Module für den Bereich ABV angerechnet werden können. Ein Wechsel von ABV nach LBW ist dagegen nicht möglich, da das berufsorientierte Profil der lehramtsbezogenen Module keine Entsprechung im Studienbereich ABV hat.
Da für die Studienbereiche ABV und LBW nicht gesondert immatrikuliert wird, müssen Studierende selbst darauf achten, den richtigen Bereich zu wählen und sich rechtzeitig für die entsprechenden Module anzumelden.
Studienbereich ABV
Der Studienbereich Allgemeine Berufsvorbereitung umfasst ein obligatorisches Berufspraktikum sowie Module, die man aus den folgenden Kompetenzbereichen oder, sofern es die Studienordnung erlaubt, aus fachnahen Zusatzqualifikationen auswählen kann.
ABV-Kompetenzbereiche
- (moderne) Fremdsprachen
- Informations- und Medienkompetenz
- Gender- und Diversity-Kompetenz
- Organisations- und Managementkompetenz
- Personale und sozial-kommunikative Kompetenzen
- Fachnahe Zusatzqualifikationen
- Berufspraktikum
Siehe Studien- und Prüfungsordnungen und Allgemeine Informationen zum Studienbereich ABV.
Studienbereich LBW
Der Bereich LBW führt die Studierenden in die Grundfragen von Erziehung, Bildung und Schule ein. Dabei sollen die Studierenden sich das Berufsfeld Schule erschließen und lernen, ihre Praxiserfahrungen theoriegeleitet zu reflektieren. Zudem wird das fachdidaktische Basiswissen über die Lehr- und Lernbarkeit der Inhalte der fachwissenschaftlichen Module vermittelt.
Siehe Studien- und Prüfungsordnung LBW
Weitere Informationen: Bachelor- und Masterstudium mit Lehramtsoption
Online-Anmeldung beim Campus Management
Studierende müssen sich in der Regel für jedes Modul und für jede dazu gehörige Lehrveranstaltung innerhalb der dafür festgesetzten Frist beim Campus Management der Freien Universität Berlin online anmelden.
Die Anmeldung für ein Modul bzw. eine Lehrveranstaltung gilt gleichzeitig als Anmeldung zur entsprechenden Prüfung. Daher muss man sich für Module und Veranstaltungen, die man trotz Anmeldung nicht besucht, rechtzeitig wieder abmelden.
Es gibt auch einzelne Kernfächer und Modulangebote, für deren Module man sich nicht über Campus-Management anmelden kann. In diesen Fällen wendet man sich an das zuständige Prüfungsbüro.
Studierende in Mono-Bachelor-Studiengängen, die affine Module belegen wollen, melden sich bei der für diese Module zuständigen Fachbereichsverwaltung an.
Informationen findet man unter Service für Studierende.
Bachelor-Studienangebot
Das Bachelor-Studienangebot kann den folgenden Tabellen entnommen werden.



