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Life/Work Planning

Was ist Life/Work-Planning?

Life/Work-Planning ist eine Methode, sein eigenes berufliches Leitbild zu entwickeln und umzusetzen. Der Arbeitssuchende steht im Mittelpunkt, nicht der Arbeitsmarkt.

„Das Verfahren zielt darauf ab, eine Arbeit zu finden, die man selber sehr gerne machen würde. Und es zeigt Schritte auf, um die Chancen dafür auf ein Maximum zu bringen.“ (John Webb)

Nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg werden in Deutschland mindestens zwei Drittel aller Stellen nie öffentlich ausgeschrieben. Doch viele Arbeitssuchende warten auf die passende Stelle in der Zeitung (oder im Internet) oder auf das richtige Angebot vom Arbeitsamt.

Es gibt aber andere Wege: Life/Work-Planning gibt den Teilnehmer/innen Werkzeuge in die Hand, sich selbst Wege in den „verborgenen Arbeitsmarkt“ zu erschließen.

Woher kommt Life/Work-Planning?

In den USA ist LWP eine verbreitete Methode. Sie wurde von dem amerikanischen Arbeitsforscher R. N. Bolles entwickelt und wird seit über zwanzig Jahren erfolgreich an amerikanischen Hochschulen in Veranstaltungen zur Berufs- und Karriereplanung angewandt.

Zielgruppen

Die Veranstaltungen richten sich an alle, die sich aktiv, intensiv und systematisch mit ihrer beruflichen Entwicklung befassen möchten, Berufsein- und –umsteiger, Arbeitssuchende, Studierende und Absolventen.

Impulstage

Der L/WP Impulstag ist eine praktische Art, zuerst einmal an einem Tag einen Überblick über den Ansatz zu bekommen. In interaktive Lernsequenzen bekommen Teilnehmende ein Gefühl dafür, wie L/WP die wesentlichen Einflussfaktoren am Arbeitsmarkt begreift und diese zueinander in Beziehung setzt. Man erlebt, wie L/WP es leichter macht, eigene Fahigkeiten zu finden. Die Bearbeitung der Interessenfelder wird – sowohl in Einzel- wie auch in Gruppenarbeit – erprobt. Zum Schluss werden fünf Möglichkeiten aufgezeigt, wie man mit dem Erlernten weiter arbeiten kann.

Basiskurse

Das L/WP-Verfahren unterstützt die Arbeitssuche dadurch, dass praktische Strukturen geschaffen werden, mit denen glaubwürdige Antworten auf drei Fragen erarbeitet werden können. Frage 1: Was? Was kann ich denn? Und was, von dem, was ich kann, will ich überhaupt einem Arbeitgeber anbieten? Was bringt es mir, meine Eigenschaften von meinen Wissensbereichen zu unterscheiden? Wie komme ich eigentlich an die Leistungen, die ich im Unternehmen erbringen könnte? Wie klingt es, wenn ich über mich rede? Frage 2: Wo? Wo will ich mich überhaupt einbringen? In welcher Branche? In welchem Bereich? Wofür soll meine Arbeit denn gut sein? Wo gibt es eine Arbeit, die es wert ist, dass ich mich darum kümmere? Wo ist die Aufgabe, bei der ich ein bisschen stolz sein könnte, dass ich dafür zuständig bin? Was soll durch mein Tun entstehen? Frage 3: Wie? Wie kann ich es anstellen, dass ich mein „Was?“ und mein „Wo?“ unter einem Hut kriege? Wie finde ich Arbeitgeber, die genau das brauchen, was ich anbieten will? Wie kann ich sicherstellen, dass ich die Aufgaben im Betrieb tatsächlich erledigen kann? Wie kann ich über mich reden, ohne überheblich zu wirken, und trotzdem zeigen, dass ich mir schon einiges zutraue?

Trainer

John C. Webb hat in den USA und an der Universität Münster studiert. Der Fachmann für Karriere- und Laufbahnberatung sowie berufliche Qualifikation hat das L/WP Verfahren bei Richard N. Bolles und Daniel Porot gelernt und kontinuierlich in zahlreichen Seminaren weiterentwickelt. Seit 1990 moderiert er Life/Work-Planning-Veranstaltungen in Deutschland, Frankreich, Holland, Österreich, der Schweiz und den USA. Seit 2002 bietet er eine L/WP Trainerausbildung an.

Trainer/IN-ausbildung

Die Life/Work Planning-Methode wird von Hochschulen und Bildungsträgern, die Arbeitsuchende bei ihrer Auseinandersetzung mit dem Markt unterstützen, immer häufiger eingesetzt. Der Bedarf an fundiert ausgebildeten Trainerinnen und Trainern ist nicht zu übersehen. Dieses Programm bietet eine grundlegende methodische Weiterbildung für Fachkräfte aus beratenden und sozialen Berufen, die das L/WP-Verfahren in ihre Arbeit integrieren wollen. Auch Interessenten aus anderen Bereichen kann diese Weiterbildung eine berufliche Neuorientierung ermöglichen.