Netzwerkuniversität
Die Freie Universität Berlin ist 2007 im Wettbewerb des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung als Exzellenzuniversität ausgezeichnet worden. Sie hat diesen Titel in der zweiten Wettbewerbsrunde im Juni 2012 erfolgreich verteidigt und ist damit eine von sechs deutschen Universitäten, die das Gütesiegel in beiden Runden erringen konnten. Die Auszeichnung ist mit umfangreicher finanzieller Förderung bis 2017 verbunden. Insgesamt erhält die Freie Universität Unterstützung in den nächsten fünf Jahren für ihr Zukunftskonzept sowie für drei Exzellenzcluster und sieben Graduiertenschulen in Sprecherschaft oder mit Beteiligung der Freien Universität von insgesamt knapp 121 Millionen Euro.
Zukunftskonzept
Mit ihrem Zukunftskonzept „Veritas – Iustitia – Libertas. Internationale Netzwerkuniversität“ entwickelt die Freie Universität den schon in ihrer Gründungstradition verankerten Netzwerkgedanken konsequent weiter. Aufbauend auf die in der ersten Förderphase von 2007 bis 2012 geschaffenen Strukturen werden die bestehenden Netzwerke in Forschung, Nachwuchsförderung und Internationalisierung bis 2017 ausgebaut und um eine regionale Komponente ergänzt. Die Vernetzung mit außeruniversitären Partnern in der Wissenschaftsregion Berlin-Brandenburg soll so intensiviert werden.
Graduiertenschulen
Von den sieben erfolgreichen Doktorandenschulen werden fünf bereits seit 2006/2007 gefördert. Sie konnten sich in der ersten und zweiten Runde des Wettbewerbs erfolgreich behaupten. Dazu zählen die drei Schulen in Sprecherschaft der Freien Universität:
- die Friedrich-Schlegel-Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien,
- die Graduiertenschule für Nordamerikastudien,
- die Graduiertenschule zur Erforschung muslimisch geprägter Gesellschaften und Kulturen.
Außerdem weiter gefördert werden:
- die Berlin-Brandenburg School for Regenerative Therapies (Charité),
- die Berlin Mathematical School (gemeinsamer Antrag der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Technischen Universität Berlin).
In die Förderung aufgenommen wurden auch zwei neue Anträge:
- die Graduate School of East Asian Studies erweitert die Regionalstudien an der Freien Universität um die Region Ostasien und nimmt den tiefgreifenden Wandel in dieser Weltregion in den Blick,
- bei der Berlin School of Integrative Oncology werden künftig Spezialisten zur Erforschung von Krebs ausgebildet.
Damit sind in der zweiten Runde des Exzellenzwettbewerbs alle von der Freien Universität eingereichten Anträge auf Förderung von Graduiertenschulen positiv begutachtet worden.
Exzellenzcluster
Ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen können auch:
- der Exzellenzcluster Topoi - The Formation and Transformation of Space and Knowledge in Ancient Civilizations, in dem Wissenschaftler den Zusammenhang von Raum und Wissen in der Antike untersuchen (gemeinsamer Antrag mit der Humboldt-Universität zu Berlin),
- der Exzellenzcluster NeuroCure, in dem Ursachen und neue Therapien für neurologische Krankheiten erforscht werden (Charité),
- sowie der Exzellenzcluster “UniCat – Unifying Concepts in Catalyses”, der sich mit der Entwicklung und Erforschung von Katalysatoren für eine effizientere Nutzung von natürlichen Energie- und Materialressourcen befasst (Antrag der Technischen Universität Berlin, an dem die Freie Universität beteiligt ist).
- Der Exzellenzcluster Languages of Emotion wird zwar nicht erneut gefördert, erhält aber über die nächsten zwei Jahre eine Auslauffinanzierung.

