Neuanträge Graduiertenschulen
Graduate School of East Asian Studies: Den tiefgreifenden Wandel einer Region in den Blick nehmen
In Ostasien vollzieht sich zurzeit ein tiefgreifender politischer, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und kultureller Wandel, der in der Geschichte der Region ohne Beispiel ist. Die Freie Universität Berlin will diesen Veränderungen durch die Einrichtung einer Graduiertenschule für Ostasienstudien Rechnung tragen. Die Graduiertenschule, die auf eine Integration der Regionalwissenschaften mit den relevanten Fachdisziplinen, insbesondere Sozialwissenschaften abzielt, soll die Weiterentwicklung der Ostasienwissenschaften in Deutschland und Europa vorantreiben und das Wissen über diese wichtige Weltregion erweitern.
Dazu soll eine hervorragende Ausbildung in den ostasienbezogenen Fächern (Japanologie, Koreastudien, Sinologie) einhergehen mit der Vermittlung einer breiten regionalen Expertise wie auch fundierter methodologischer Kenntnisse in relevanten Disziplinen wie den Geschichts- und Politikwissenschaften, den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie der Ethnologie und den Kulturwissenschaften.
Einen wichtigen Bestandteil des Programms bildet ferner eine intensive Ausbildungsphase in Ostasien. Die Graduiertenschule stützt sich dabei auf bestehende Netzwerke zwischen der Freien Universität Berlin und den wichtigsten Universitäten und Forschungseinrichtungen in Ostasien, sowie den bedeutendsten ostasienbezogenen Institutionen in Europa und den USA.
Durch eine enge Kooperationen mit lokalen, regionalen und internationalen Partnern in Forschung, Wirtschaft, Politik und Kultur bietet die Graduiertenschule den Promovierenden nicht nur eine intensive Betreuung ihrer individuellen Dissertationsprojekte und eine internationale, breit gefächerte, methodisch anspruchsvolle Ausbildung. Sie wird darüber hinaus auch den wissenschaftlichen Dialog zwischen deutschen, europäischen, amerikanischen und asiatischen Doktoranden und Wissenschaftlern vertiefen sowie den Dialog zwischen einzelnen Feldern der Ostasienwissenschaften sowie zwischen den Regionalwissenschaften und den Fachdisziplinen vertiefen.
Sprecherin der Graduiertenschule ist die Japanologie-Professorin Verena Blechinger-Talcott,
Co-Sprecher sind die Koreastudien-Professorin Eun-Jeung Lee und der Sinologie-Professor Klaus Mühlhahn.
Graduiertenschule BSIO – Berlin School of Integrative Oncology: Strategien gegen Krebs
Mit rund 1,45 Millionen bereits erkrankten Menschen und weiteren 450.000 neuen Diagnosen pro Jahr stellt Krebs in Deutschland eine medizinische wie gesellschaftliche Kardinal-Herausforderung dar. Die Erforschung von Krebserkrankungen, ihrer molekularen Grundlagen und neuer Therapiemöglichkeiten bildet daher einen herausragenden Forschungsschwerpunkt der Charité - Universitätsmedizin Berlin, der gemeinsamen medizinischen Fakultät der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin.
Unter der Federführung von Professor Clemens Schmitt, Direktor des Molekularen Krebsforschungszentrums und leitender hämatologisch-onkologischer Oberarzt an der Charité, beantragt die Charité zusammen mit der Humboldt-Universität, der Freien Universität, und den außeruniversitären Partner-Instituten Max-Planck-Institut für molekulare Genetik, Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie und dem Max-Delbrück-Zentrum für molekulare Medizin die Einrichtung der Graduiertenschule „Berlin School of Integrative Oncology (BSIO – Berliner Graduiertenschule für Integrative Onkologie)“.
In der BSIO-Planungsgruppe arbeiten 25 Forscherinnen und Forscher aus den Bereichen der Hämatologie, Onkologie, Genetik, Biochemie, Chirurgie, Radiologie, Informatik sowie der Sozial- und Geisteswissenschaften gemeinsam daran, in einer besonders eng verzahnten Weise angehende Molekularonkologen und junge krebsforschungsinteressierte Ärzte auszubilden. Durch diese interdisziplinäre Herangehensweise können die Doktoranden der Graduiertenschule mit dem nötigen Wissen und „Handwerkszeug ausgestattet werden, um neuartige Verfahren zur Entdeckung von Krebs zu erarbeiten und zukunftsweisende Therapiestrategien gegen die Krankheit zu entwickeln.
Durch den engen Dialog zwischen biowissenschaftlicher Forschung und klinischer Anwendung kann nicht nur die Therapieentwicklung für Patienten beschleunigt werden, sondern wird umgekehrt erreicht, dass sich die experimentelle Laborforschung den wirklich drängendsten Problemen der klinischen Krebsbehandlung mit größter Priorität widmet.
Solch ein umfassendes Ausbildungskonzept für herausragende Nachwuchswissenschaftler von Beginn ihrer Forscherkarriere an bildet die Basis einer interdisziplinär ausgerichteten Forschung, die in der Lage ist, sich der Herausforderung „Krebs“ zu stellen und effektive Strategien zu ihrer Bewältigung so rasch wie möglich zu entwickeln.


