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Strategische Partnerschaften
Im Rahmen ihrer Internationalisierungsstrategie entwickelt die Freie Universität weltweit strategische Partnerschaften mit einer Reihe von führenden, forschungsstarken Universitäten. Eine strategische Partnerschaft wird dabei verstanden als eine formalisierte Kooperation zwischen zwei Universitäten, die über ein bloßes Hochschulabkommen hinausgeht und auf einer breiten inneruniversitären Aufstellung basiert.
2011 hat die Freie Universität die ersten drei strategischen Partnerschaften mit der Hebrew University of Jerusalem, der Peking Universität, sowie mit einem Netzwerk koreanischer Universitäten abgeschlossen. Für die Weiterentwicklung dieser Kooperationen wurde der Fonds für Strategische Partnerschaften eingerichtet, mit dem die Anbahnung neuer gemeinsamer Projekte erleichtert werden soll, sowie wissenschaftliche und administrative Koordinatoren ernannt, die diese Entwicklung aktiv begleiten.
Mehr als ein Hochschulabkommen
Die Kernmotivation dieser tiefgehenden bilateralen Allianzen ist einfach: Sie zielt auf eine stärkere Verzahnung in Lehre, Forschung und Verwaltung, und damit einhergehend bessere Nutzung von Synergien und Bündelung gemeinsamer Stärken. Ziele der strategischen Partnerschaften sind:
- Stärkung der Forschung durch Nutzung von Synergien
- Gemeinsame Nachwuchsförderung, insbesondere durch Zusammenarbeit in der Doktorandenausbildung
- Schaffung besonders attraktiver Angebote für Studierende durch gemeinsame Summer Schools, strukturierte Mobilitätsmodelle, bis hin zu gemeinsamen Lehrangeboten und Studiengängen
- Stärkung des Career-Path-Modells der Freien Universität durch geregelten Austausch von Nachwuchswissenschaftlern und Lehrenden
- Engere Zusammenarbeit bei der Einwerbung von Drittmitteln zur Förderung gemeinsamer Projekte in Forschung und Lehre
- Weiterqualifizierung von Verwaltungsmitarbeitern durch administrativen Austausch
Weitere strategische Partnerschaften befinden sich derzeit im Aufbau, wobei insgesamt etwa 8 bis 10 solcher besonderer Partnerschaften avisiert werden. Dies ergibt sich einerseits durch den erhöhten Aufwand in der Entwicklung und strategischen Nutzung der Partnerschaften. Andererseits beruht die Logik strategischer Partnerschaften ja gerade auf der Überlegung, dass manche Kooperationen bessere Chancen und Möglichkeiten eröffnen als andere.
Auswahlverfahren
Die Identifikation von strategischen Partnerschaften erfolgt durch ein universitätsweites bottom-up Verfahren, das vom Center for International Cooperation gesteuert wird und sich am wissenschaftlichen Interesse der Mitglieder der Freien Universität sowie am gesamtinstitutionellen Interesse orientiert. Als Kriterium dient hier insbesondere der Grad der wissenschaftlichen Attraktivität einer Partnerschaft. Dieser wird vor allem anhand der Intensität der gemeinsamen Forschungsaktivität ermittelt, beispielsweise durch die Auswertung aktueller und vergangener drittmittelgeförderter Forschungsprojekte. Auch die individuellen Internationalisierungsstrategien der Fachbereiche und Zentralinstitute, die im Rahmen von Zielvereinbarungen entwickelt wurden, bieten eine gute Grundlage zur Kristallisation besonders herausragender Partnerinstitutionen. Eine breite inneruniversitäre Aufstellung ist nicht nur Voraussetzung für die erfolgreiche Entwicklung strategischer Partnerschaften, sie fördert auch den interdisziplinären Austausch sowohl mit der Partnereinrichtung wie auf dem eigenen Campus und erzeugt damit innovative Effekte für Forschung und Lehre.
Strategische Fachnetzwerke
Eine Variante gesamtuniversitärer Netzwerke sind fachliche Netzwerke, in denen sich gleich starke Institute über Regionen hinweg verbinden. Ein exzellentes Beispiel hierfür ist beispielsweise das vom CIC finanziell unterstützte Center for Transnational Legal Studies (CTLS) des Fachbereichs Rechtswissenschaft, das führende juristische Fakultäten weltweit gemeinsam tragen. Auch solche fachlichen Netzwerke haben strategische Bedeutung und dienen als Kristallisationspunkte für weitere Kooperationen zwischen den beteiligten Universitäten.
Breites Netzwerk als Basis für Internationalisierung
Die Freie Universität verfügt darüber hinaus über eine große Anzahl von Universitätspartnerschaften weltweit. Die mehr als 100 bilateralen Partnerschaftsabkommen, zahlreiche Institutspartnerschaften sowie über 300 Erasmus-Abkommen dienen vor allem der Stärkung der Studierendenmobilität und bieten die Möglichkeit, wissenschaftliche Ausbildung international zu vertiefen und darüber hinaus interkulturelle Erfahrungen zu sammeln. Gleichzeitig stellen sie auch die Rahmenbedingungen für Studien- und Forschungsaufenthalte zahlreicher ausländischer Studierender und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Freien Universität, wodurch die Internationalisierung von Lehre und Forschung in Dahlem weiter gestärkt wird.
