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Forschungshaus Molekulare Veterinärmedizin (FMV)

 

Bild 01_FMV-Atrium-fertig

 

Am 01.12.2009 begannen die Bauarbeiten für den Neubau des Forschungshauses Molekulare Veterinärmedizin (FMV) des Fachbereichs Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin an der Robert-von-Ostertag-Straße 7-13 in Düppel. Es soll den fünf infektiologisch arbeitenden Wissenschaftlichen Einrichtungen

·       Institut für Virologie (WE 05),

·       Institut für Immunologie und Molekularbiologie (WE 06),

·       Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen (WE 07),

·       Institut für Tier- und Umwelthygiene (WE 10) sowie

·       Institut für Parasitologie und Tropenveterinärmedizin (WE 13)

geeignete Flächen für Lehre, Forschung und Dienstleistung bieten. Die Fächerauswahl hat wissenschaftssystematische Gründe und gibt den beteiligten Einrichtungen die Möglichkeit, hochinstallierte Flächen und kostspielige Geräte gemeinsam wirtschaftlich zu nutzen.

 

Die derzeitige Situation ist durch eine große Zersplitterung gekennzeichnet. Vier der fünf Institute sind in Gebäuden der früheren Veterinärmedizinischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin im Bezirk Berlin-Mitte untergebracht. Dieser Umstand erschwert die Studienbedingungen und den täglichen Betrieb erheblich und isoliert die Institute in einer der Forschung abträglichen Weise. Der Unterricht muß an zusätzlichen Orten, z.T. bei der Humanmedizin abgehalten werden. Die Transporte des benötigten infektiösen Materials stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Die Laboratorien und Diensträume der Institute funktionieren teilweise nur unter technischen Kompromissen, die nicht dauerhaft aufrecht zu erhalten sind.

Der Neubau ist ein wichtiger Schritt zur Konzentration aller Einrichtungen des grundständigen Studiums im Fach Veterinärmedizin am Standort Düppel und wird die Bedingungen für die Lehre und für die interdisziplinäre Forschung nachhaltig verbessern. Zudem steht die weitere Nutzung in Berlin-Mitte den Ausbauplanungen der Humboldt-Universität für ihren Campus Nord im Wege. Die Standortwahl erfolgte im Einklang mit dem Gesetz zur Fusion der FachbereicheVeterinärmedizin von Humboldt-Universität und Freier Universität Berlin vom 23. Juni 1992.

Das FMV wird als übergeleitetes Vorhaben nach dem Hochschulbauförderungsgesetz zur Hälfte aus Bundesmitteln finanziert; den verbleibenden Landesanteil bringt die Freie Universität Berlin durch Erlöse aus Grundstücksverkäufen auf.

Die Planungen für das FMV haben unter verschiedenen anderen Titeln und in teilweise wechselnder Institutszusammensetzung als Dreier-, Vierer- und Fünfer-Institut eine bis in das Jahr 1983 zurückreichende Geschichte. Das aktuelle Bedarfsprogramm ist im Jahr 1999 von der Freien Universität aufgestellt und von den zuständigen Senatsverwaltungen geprüft und gebilligt worden. Aufgrund einer Änderung im Kreis der einbezogenen Institute – das ursprünglich anstelle des Instituts für Parasitologie und Tropenveterinärmedizin vorgesehene Institut für Geflügelkrankheiten konnte zwischenzeitlich im Gebäudebestand in Düppel dauerhaft untergebracht werden – fand im Jahr 2004 eine Bedarfsanpassung statt.

Nach einer europaweiten VOF-Ausschreibung ist das Büro HENN Architekten im Jahr 2005 als Generalplaner mit der Planung und Errichtung des FMV beauftragt worden.

Das Bedarfsprogramm aus dem Jahr 1999/2004 wurde in einem vorgeschalteten Planungsschritt durch den Generalplaner ab Oktober 2005 einer durchgreifenden Revision nach der „Programming“-Methode unterzogen. Zentrales Anliegen war die Optimierung des Bedarfs unter den Aspekten der Standardisierung hochinstallierter Flächen, der wechselnden Zuordnung zu Drittmittel-Forschungen der beteiligten Fächer und der gemeinsamen Nutzung zentraler Einrichtungen unter Beachtung der Belange des Infektionsschutzes. Durch drei Neuberufungen in den Fächern Virologie (Prof. Osterrieder), Tierhygiene (Prof. Roesler) sowie Parasitologie und Tropenveterinärmedizin (Prof. von Samson-Himmelstjerna) wurden in späteren Planungsphasen weitere Spezifikationen erforderlich. Die Hauptnutzfläche (HNF) beträgt auf dem Stand der BPU 3.790 qm.

Im Jahr 2006 begann die Vorplanung durch den Generalplaner. Die Bauplanungsunterlage (BPU) wurde 2009 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung geprüft und gebilligt. Zur Zeit werden Ausführungsplanung und Leistungsverzeichnisse erstellt und geprüft. Da die Aufträge für Erdarbeiten vorgezogen wurden, konnte am 07.12.2009 der feierliche erste Spatenstich in Gegenwart von Vertretern der Senatsverwaltungen für Bildung, Wissenschaft und Forschung und für Stadtentwicklung und des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf erfolgen. Die Bauzeit wird auf zweieinhalb Jahre veranschlagt.

(Burkhard Golze, Referat Bauplanung)

 

Projektdaten:

Planung und Ausführung

Generalplaner HENN Architekten LPH 1-8 | Oktober 2005 – Mitte 2012

Bauzeit | Dezember 2009 – Mitte 2012

 

Projektsteuerung

Technische Abteilung, Referat Bauplanung / Referat Baudurchführung / Referat TGA und Betriebstechnik

 

 

Stand 10.05.2012