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Anbau des MRT-Gebäudes an die Silberlaube

MRT

 Das fertige Gebäude am 11.11.2008.

 

Fundamente des Neubaus und ...

 

... Verbindungsbau zur Silberlaube am 11.09.2008 früh.

 

Schwerlasttransporter mit Modulen in der Fabeckstraße.

 

Das erste Modul wird vom Kran angehoben,...

 

... schwebt über dem Gelände ...

 

... hinüber zur Silberlaube ...

 

... und wird auf die Fundamente gesetzt.

 

Blick auf die Baustelle mit erstem Modul.

 

Das zweite Modul wird vom Kran gehoben,...

 

... positioniert, ...

 

... und langsam abgesetzt.

 

Das dritte Modul wird aufgestellt.

 

Der Neubau am 12.09.2008 mit Technikzentrale auf dem Dach ...

 

... und Magnetresonanztomograph in der HF-Kabine.

 

Das fertige Gebäude am 11.11.2008 von außen ...

 

... und innen im Verbindungsbau zur Silberlaube.

Nachdem es dem Exzellenzcluster „Languages of Emotion“ gelungen war, über die DFG die Finanzierung eines Magnetresonanztomographen zu erreichen, stellte sich Ende 2007 die Frage nach dessen Unterbringung in der Silberlaube. Dabei wurden von der Technischen Abteilung zunächst zwei Varianten untersucht: einmal die Unterbringung im Gebäude selbst (in dem Bereich, in dem sich jetzt die Psychologische Ambulanz befindet) und zum anderen ein Anbau an die Silberlaube.

 

Der Einbau im Gebäude wäre mit einer Reihe von Problemen verbunden gewesen: die wesentlichste davon war die Frage, ob der Tieflader, auf dem die unzerlegbare MRT-Spule angeliefert wird, unter den die Feuerwehrstraße überspannenden Gebäudeteilen der Silberlaube hindurch gepasst hätte. Außerdem waren die wegen des starken Magnetfeldes erforderlichen Mindestabstände des Gerätes von der Feuerwehrstraße im Bestand kaum zu realisieren. Hinzugekommen wären umfang­reiche statische Maßnahmen zur Absenkung und Verstärkung der Gebäudesohle zur Lastaufnahme des MRT-Gerätes, ggf. Unterfangungen der tragenden Stützen und Wände, Abfangungen der Fassade, Brandschutzertüchtigungen sowie umfangreiche Schallschutzmaßnahmen zu den anschließenden und darüber liegenden Bereichen.

 

– Nach Abwägung dieser Rahmenbedingungen fiel im Februar 2008 die Entscheidung für einen Anbau an die Silberlaube. Ein Vorteil des Neubaus war außerdem der direkte Anschluss an die am Kopf der Silberlaube gelegenen psychologischen Labore. Der eingeschossige Neubau hat eine Grundfläche von ca. 225 m2.  Auf dem Dach des Gebäudes befindet sich die Technikzentrale. Die Kosten für den Neubau betragen ca. 1,55 Mio. Euro und wurden von der FU getragen.

 

Neben dem Magneresonanztomographen (MRT) beinhaltet der Neubau noch drei zusätzliche Unter-suchungsräume in denen Untersuchungen mittels Elektroencephalographie (EEG), transkranieller Magnetstimulation (TMS) und funktionaler Nahinfrarotspektroskopie (fNIRS) durchgeführt werden können sowie die erforderlichen Vorbereitungsräume und einen Kontrollraum. Alle wissenschaftlichen Geräte wurden von der DFG finanziert.

 

Aufgrund der Dringlichkeit, die sich aus der Förderung im Rahmen des Exzellenzclusters "Languages of Emotion" ergab, musste die Fertigstellung des Gebäudes im Oktober 2008 erfolgen. Nach der Entscheidung für einen Neubau wurden im Februar / März 2008 die Planer ausgewählt und am 20.03.2008 fand die erste Planungsbesprechung statt. Eine solche, äußerst kurze Planungs- und Bauzeit von nur 7 Monaten ist nur mit einem Gebäude in Systemfertigbauweise, d.h. mit einem hohen industriellen Vorfertigungsgrad zu realisieren - und einem hohen Engagement aller Beteiligten.

 

Die Planung des Architekturbüros Stephan Höhne verfolgte zwei Ziele: einerseits gute und funktionale Arbeitsbedingungen im Innern zu schaffen und gleichzeitig das Gebäude nach außen als zeitgemäße Fortsetzung der Silberlaube kenntlich zu machen: sich in das Gesamtensemble einpassend und eigenständig zugleich. Dies wird erreicht durch eine dem Bestand der Silberlaube ähnliche, jedoch strengere Gliederung der Paneelfassade und das Fassadenmaterial VM-Zinc.

 

Der Modulbau wurde von der Fa. Cadolto im Werk in Cadolzburg schlüsselfertig vorgefertigt und am 11.09.2008 in 5 Teilen auf die Baustelle in Berlin gebracht. Innerhalb eines halben Tages wurden diese mit einem Spezialkran auf die bauseits hergestellte Bodenplatte gehoben und zusammen­montiert. Noch am Abend des gleichen Tages wurde der Magnetresonanztomograph durch eine Aussparung im Dach in das Gebäude gehoben. Aufgrund seines Gewichtes von 13 t verfügt er über ein eigenes Fundament. Im Anschluss wurden die Technikinstallationen durchgeführt und die Fassade als Vorhangfassade montiert. Der Verbindungsbau zur Silberlaube wurde zeitgleich mit der Vorfertigung des Modulbaus als Stahlbetonkonstruktion vor Ort errichtet.

 

Die Fertigstellung und Inbetriebnahme erfolgte im November 2008.

 

(Iren Böhme, Referat Bauplanung)

 

 

 

Projektdaten:

Generalplaner (Ausschreibung, Bauleitung und Gesamtkoordination) LPH 2-8 | März - November 2008

Schimke - Kant und Partner, Berlin

Architekt  LPH 2-5 | März - November 2008

Stephan Höhne Gesellschaft von Architekten BDA, Berlin

Planung und Ausführung Haustechnik LPH 2-8 | März - November 2008

N.I.L., Planungs- und Ingenieurgemeinschaft, Berlin

Herstellung und Installation MRT-Gerät

Siemens AG, Niederlassung Berlin

Ausführende Firma Modulbau

Cadolto Fertiggebäude GmbH & Co. KG

Ausführende Firma Rohbau

IWS Berlon GmbH

Projektsteuerung

Technische Abteilung, Referate Bauplanung, Baudurchführung und TGA und Betriebstechnik

 

Bauzeit | September – November 2008

 

 

 

  

 

Stand 10.05.2012