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25.06.2012

Freie Universität ist Nummer eins im Ausland

Die Freie Universität Berlin ist nach Einschätzung der Alexander von Humboldt-Stiftung in Deutschland der beliebteste Aufenthaltsort für ausländische Spitzen- und Nachwuchswissenschaftler. Wie die Stiftung in Bonn mitteilte, kam die Freie Universität mit 286 Gastaufenthalten von Preisträgern und Stipendiaten aus dem Ausland in den Jahren 2007 bis 2011 auf Platz eins. Der Präsident der Freien Universität, Peter-André Alt, freute sich über das gute Abschneiden: „Die Ergebnisse sind ein positives Signal. Sie unterstreichen, dass unser Exzellenzkonzept als Internationale Netzwerkuniversität Früchte trägt. Die traditionell hohe Reputation, die die Freie Universität im In- und Ausland genießt, ist damit nochmals gesteigert worden.“ Auch bei Studierenden aus dem Ausland ist die Freie Universität nach einer Statistik des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) von Ende 2011 im bundesweiten Vergleich mit Abstand der beliebteste Aufenthaltsort. Die Universität entsendet den Angaben zufolge zudem deutlich mehr Studierende ins Ausland als jede andere deutsche Universität. GK

DFG-Förderatlas 2012: Freie Universität auf Platz drei

Im sechsten Förderranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Freie Universität Berlin ihre Spitzenposition unter den forschungsstärksten Hochschulen bundesweit ausgebaut. Wie die DFG gemeinsam mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in Berlin mitteilte, verbesserte sich die Freie Universität von Platz fünf im Berichtszeitraum 2005 bis 2007 auf Platz drei im Zeitraum 2008 bis 2010. Ausgewertet wurden die Daten von 186 Hochschulen. Der Rangliste zufolge bewilligte die DFG Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Freien Universität zwischen 2008 und 2010 insgesamt 250,8 Millionen Euro an Fördermitteln. Das sind knapp 30 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2005 bis 2007. Wenn man die Bewilligungssummen aus der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder nicht berücksichtigt, erreicht die Freie Universität mit eingeworbenen Forschungsmitteln in Höhe von 168,3 Millionen Euro bundesweit Platz eins. GK

20 Millionen Euro für zwei neue Sonderforschungsbereiche

Die Freie Universität Berlin hat bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zwei neue Sonderforschungsbereiche (SFB) eingeworben und ist an zwei weiteren bewilligten SFB beteiligt. Neu und für vier Jahre eingerichtet wird der SFB 973 „Organismische Reaktionen auf Stress: Prägung und Erinnerung“, wie die DFG in Bonn mitteilte. Im bewilligten SFB 980 „Episteme in Bewegung“ geht es um den Wissenstransfer von der Alten Welt in die Frühe Neuzeit. Die Fördersumme für beide SFB beträgt insgesamt 20 Millionen Euro. Die Universität ist damit in vier der bundesweit 20 neu bewilligten Sonderforschungsbereichen Sprecherin oder beteiligte Einrichtung. Die Laufzeit der SFB beginnt am 1. Juli. cwe

Neues Autismus-Gen charakterisiert

Fehlfunktionen einzelner Proteine können Störungen an neuronalen Kontaktstellen verursachen, die zu autistischen Verhaltensweisen führen – zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie im Fachjournal Nature nach der Untersuchung an genetisch veränderten Mäusen. Die Studie, an der Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der gemeinsamen medizinischen Fakultät von Freier Universität und Humboldt-Universität, sowie des Exzellenzclusters NeuroCure beteiligt waren, stützt damit die Hypothese, dass Störungen an neuronalen Kontaktstellen, den Synapsen, Ursache für die Entwicklung von neuropsychiatrischen Erkrankungen wie Autismus sein können. Das Forscherteam, zu dem auch Wissenschaftler der Universität Ulm und des Pariser Institut Pasteur gehören, schreibt dabei den erregenden Synapsen eine Schlüsselrolle zu. Diese Erkenntnis könnte ein wichtiger Baustein für künftige Autismus-Therapien sein. NeuroCure ist einer von insgesamt vier Exzellenzclustern, die von der Freien Universität getragen werden oder an denen die Universität beteiligt ist. FU

Neue Graduiertenschule für Entwicklung von Biomaterialien

Am Zentrum für Biomaterialentwicklung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht in Teltow wird eine neue Helmholtz-Graduiertenschule eingerichtet. In Zusammenarbeit mit den universitären Partnern Freie Universität Berlin und Universität Potsdam wird dort künftig ein strukturiertes Doktorandenausbildungsprogramm angeboten. Gefördert wird die Graduiertenschule mit 2,4 Millionen Euro über sechs Jahre durch die Helmholtz-Gemeinschaft. Insgesamt werden etwa 80 Studierende von dem neu etablierten Ausbildungsprogramm profitieren. Biomaterialien haben ein hohes Anwendungspotenzial in der Medizin, sie sind beispielsweise Bestandteile von Implantaten wie künstlichen Blutgefäßen oder künstlichen Herzklappen. cwe