Meldungen

23.02.2012

Startschuss für neues Helmholtz Virtuelles Institut

Mit einem Festakt ist an der Freien Universität Berlin ein neuesHelmholtzVirtuelles Institut (HVI) eröffnet worden. Das Institut „Multifunktionale Biomaterialien für die Medizin“ wird fünf Jahre durch die Helmholtz-Gemeinschaft gefördert. Ziel des HVI ist es, die Wechselwirkungen zwischen Proteinen und polymeren Biomaterialien zu untersuchen, die bislang noch nicht ausreichend verstanden und kontrollierbar sind. Für moderne Konzepte medizinischer Therapien ist häufig der Einsatz solcher Biomaterialien erforderlich. Dabei kann es sich beispielsweise um Implantatmaterialien im Körper handeln, um Träger von Wirkstoffen oder um Materialien, die in Kontakt mit Körperflüssigkeiten außerhalb des Körpers stehen, etwa Membranen bei der Dialyse. Kernpartner sind neben dem federführenden Helmholtz-Zentrum Geesthacht in Teltow das Helmholtz-Zentrum Berlin, die Freie Universität und die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. cwe

Interdisziplinäres Zentrum für Geschlechterforschung eröffnet

An der Freien Universität hat ein neues Interdisziplinäres Zentrum Geschlechterforschung seine Arbeit aufgenommen. Der fächerübergreifende Forschungsverbund soll die über verschiedene Disziplinen und Fachbereiche verteilten Kompetenzen in der Geschlechterforschung bündeln und stärken. Geschlechterforschung ist an der Freien Universität Berlin mit einer großen Vielfalt an Themen und Methoden vertreten. Das Zentrum soll den offenen Dialog über Fachgrenzen hinweg intensivieren, die Einwerbung von Drittmitteln in größerem Umfang ermöglichen und die Sichtbarkeit der Geschlechterforschung an der Freien Universität verbessern. jba

Renommierte Mathematikerin Evelyn Haxell lehrt in Dahlem

Die Mathematikerin Penelope Evelyn Haxell von der University of Waterloo in Kanada erhält auf Vorschlag von Tibor Szabó, Professor für Mathematik an der Freien Universität, den mit 45 000 Euro dotierten Bessel-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung. Penelope Evelyn Haxell gilt als führend auf dem Gebiet der extremalen und probabilistischen Kombinatorik. Mit dem Preis geht eine Einladung zu einem Forschungsaufenthalt in Deutschland einher. Penelope Evelyn Haxell wird bis 2014 an der Freien Universität Berlin mit Tibor Szabó forschen. Die Kombinatorik beschäftigt sich mit diskreten Strukturen, die beispielsweise bei der Modellierung von Straßennetzen angewendet werden. jba

Nanowissenschaftler intensiviert Kooperation mit Polen

Der Nanowissenschaftler Professor Michael Giersig der Freien Universität ist von der Stiftung für Polnische Wissenschaft (FNP) mit einem Alexander von Humboldt Honorary Research Fellowship ausgezeichnet worden. Mit dem Preis zeichnet die Stiftung die herausragende wissenschaftliche Arbeit deutscher Forscher aus und will langfristige Kooperationen zwischen polnischen und deutschen Wissenschaftlern fördern. Michael Giersig wird innerhalb der nächsten drei Jahre für sechs Monate an der Adam-Mickiewicz-Universität und dem Wielkopolska Centre of Advanced Technologies in Posen arbeiten. Im Vordergrund steht dabei die weitere Erforschung der Herstellung von Nanomaterialien durch chemische und physikalische Methoden sowie deren Anwendung in Biomedizin und Elektronik. gro

Wenn Nervenzellen nicht mehr miteinander „reden“

Durch ihre Forschung an Fruchtfliegen ist es Berliner Neurowissenschaftlern des Exzellenzclusters NeuroCure gelungen, einen wichtigen Mechanismus der neuronalen Kommunikation besser zu verstehen. Sie konnten zeigen, dass ein bestimmtes Protein für die Signalübertragung zwischen Nervenzellen von entscheidender Bedeutung ist. Dies ist von besonderem Interesse, da manche Menschen mit Autismus – einer funktionellen Entwicklungsstörung des Gehirns – genetische Defekte in diesem Protein aufweisen. Somit könnten die Erkenntnisse die Möglichkeiten für eine effektivere Behandlung dieser Erkrankung verbessern. Die Ergebnisse werden in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Science vorgestellt. FU

Galileo Galilei zwischen Kirche und Wissenschaft

Eine Ausstellung über Galileo Galilei ist noch bis zum 24. Februar in der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin an der Dahlemer Garystraße zu sehen. Interessierte können sich über die wichtigsten Lebensstationen und Hauptwerke des Astronomen und Physikers informieren. Zu sehen sind außerdem Objekte, die die wissenschaftlichen Erkenntnisse Galileis erklären: unter anderem astronomische Geräte wie die Armillarsphäre oder ein Modell der Raumsonde Galileo. Der Eintritt ist frei. Geöffnet ist dieAusstellung von Montag bis Freitag von 9 bis 20 Uhr. Zum Preis von 5 Euro ist ein Ausstellungsführer erhältlich. gro