Europa lieben lernen?

Warum wir uns als Europäer und als Deutsche, Franzosen oder Polen fühlen können.

Warum wir uns als Europäer und als Deutsche, Franzosen oder Polen fühlen können | Bildquelle: iStockphoto, Alessio Mazzucchelli Fühlen sich Kölner – mitten in Europa – eher als Rheinländer, Deutsche oder Europäer? | Bildquelle: photocase, Korre, http://http://www.photocase.de/foto/86005-stock-photo-sonne-sommer-religion-glaube-architektur-deutschland-wind Im Gegensatz zu Jaques Chirac lässt Nicolas Sarkozy die europäische neben der französischen Flagge hissen. | Bildquelle: EC Bundespräsident Horst Köhler erklärte in seiner Antrittsrede, dass er sein Land liebe. Innige Bekenntnisse für Europa sind eher selten. | Bildquelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung Wo gilt der Euro, wo brauchen Europäer noch einen Pass? Wer von Berlin nach London fliegt, muss seinen Pass zeigen, auf dem Weg nach Oslo aber nicht – obwohl Norwegen nicht in der Europäischen Union ist. | Bildquelle: fotolia, Lydia Geissler Die Unterzeichnung der amerikanischen Verfassung ist im Gegensatz zur europäischen eng verbunden mit einem Gründungsmythos. | Bildquelle: Wikipedia/Public domain

12.06.2008

Die Europäer lieben ihre Kleinstaaterei: Die Franzosen schmettern die Marseillaise, die Briten sind stolz auf ihre Monarchie, die Deutschen schwenken bei Fußballspielen ihre Fahnen. Nationalstolz, den kennen fast alle. Wie aber sieht es aus mit der Liebe zur Europäischen Union, der Verbundenheit mit dem alten Kontinent? Der Politikwissenschaftler Thomas Risse spricht über die Festung Europa, über seine Rezepte für das Zusammenwachsen der Völker und darüber, warum die Europäer den Islam gar nicht brauchen, um über Religion zu streiten.

fundiert: Herr Risse, Sie stammen aus Mettmann, das liegt nicht weit entfernt von Köln, Wuppertal und Düsseldorf.Was lieben Sie denn mehr: das Rheinland, Deutschland oder Europa?

Risse: Ich kann das Rheinland ohne eine europäische Komponente gar nicht beschreiben. Köln ist so stark europäisch beeinflusst, dass sich nicht sagen lässt, was Kölsch heute ist, ohne auf Europa zu verweisen. Das Gleiche gilt für Deutschland.

fundiert: Regionale, nationale und europäische Identitäten lassen sich nicht voneinander trennen?

Risse: Natürlich gibt es Situationen, in denen man sich stärker als Deutscher oder stärker als Europäer fühlt. Aber die europäische Identität wirkt meist zusammen mit anderen Identitätsgefühlen – wie bei einem Marmorkuchen: Jede Schicht mischt sich mit einer anderen, sie beeinflussen sich gegenseitig.

fundiert: Viele andere Autoren gehen eher von einem Zwiebel-Modell aus.

Risse: Das würde heißen, verschiedene Schichten liegen übereinander: Tief drinnen bin ich Rheinländer, darum Deutscher, darüber liegt meine europäische Schale, und dann verstehe ich mich noch irgendwie als Weltbürger. Das ist zu einfach gedacht. Die Schichten beeinflussen sich gegenseitig, sie sind nur schwer zu trennen. Ich bleibe beim Marmorkuchen.

fundiert: Politiker bekunden gerne, wie sehr sie ihr Land lieben, Bundespräsident Köhler sprach davon in seiner Antrittsrede. Solch innige Bekenntnisse zu Europa sind eher selten.

Risse: Ich halte es da mit dem früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann, der sagte: „Ich liebe keinen Staat, ich liebe meine Frau“. Es stimmt aber, dass die Nationalstaaten im Vergleich zu Europa einfacher intensive Gefühle erzeugen: Es gibt sie einfach schon ein paar Jahrhunderte länger. Die nationalen Identitätsgefühle wurden auch bewusst produziert – über die Flagge, über Gedenktage und über historische Erinnerungen. Die Europäische Union ist da eher ein Neuankömmling.

fundiert: Es gibt aber doch auch eine europäische Flagge und den Europatag.

Risse: Das ist wahr. Und mittlerweile können die meisten Europäer die Flagge auch identifizieren. Das war vor 15 Jahren noch nicht so.

fundiert: Warum?

Risse: Das Problem bei regionaler, nationaler oder europäischer Identität ist: Es handelt sich um Verbundenheitsgefühle mit „imaginierten“, also vorgestellten Gemeinschaften: Ich kenne nicht alle 80 Millionen Deutschen persönlich, fühle mich aber trotzdem zugehörig. Um mich mit Deutschland oder Europa verbunden zu fühlen, muss ich mir darunter etwas Konkretes vorstellen können. Die Gemeinschaft muss für mich eine psychologische Existenz haben. Das ist das Problem mit Europa: Die EU war bis vor Kurzem nicht wirklich im Alltagsleben der Menschen erfahrbar und präsent.

fundiert: Was heißt das konkret?

Risse: Die Europaflagge ist ein Beispiel für die psychologische Präsenz. Erst seit Sarkozy regiert, hisst Frankreich die Flagge parallel zur Tricolore. Chirac hat das noch nicht gemacht. Die Deutschen tun es seit knapp 15 Jahren. Auf dem ganzen Kontinent wehen nun Nationalflaggen und Europafahne nebeneinander nur die Briten machen es vielleicht noch anders.

fundiert: Welche Rolle spielt der Euro?

Risse: Ganz klar stiftet die gemeinsame Währung eine gemeinsame Identität. Man hat sie ja dauernd in der Hosentasche. Da unterscheiden sich die Euro-Länder signifikant von den Nicht-Euro-Ländern. Die Währung, die Flagge – das sind Identitätsmarker, sie machen Europa sichtbar, sie schaffen ein Gemeinschaftsgefühl.

fundiert: Wie viel Gemeinsamkeit ist nötig für ein echtes Zusammengehörigkeitsgefühl?

Risse: Das Identitätsgefühl speist sich einerseits aus den Identitätsmarkern, andererseits aus gemeinsamen Erlebnissen. Aber ganz wichtig ist: Jemand muss anfangen, ein gemeinsames Europabewusstsein gezielt zu konstruieren!

fundiert: So ein Kontinentalstolz lässt sich bewusst aufbauen?

Risse: Das zeigt doch die Geschichte der Nationalstaaten. Der Nationalismus ist als Identitätsgefühl im 19. Jahrhundert gnadenlos konstruiert worden – bis hin zu Kriegen, die auch aus diesem Grund geführt wurden: Um Zusammenhalt zu schaffen.

fundiert: Das ist Ihr Rezept für Europa?

Risse: Auf keinen Fall. Wir sollten jetzt nicht anfangen, quer durch Europa Reiterdenkmäler zu errichten oder Plätze nach Europa zu benennen. Auch halte ich es für falsch, sich abzuschotten. Das Beispiel zeigt aber, dass sich Europabewusstsein konstruieren und erzeugen lässt.

fundiert: Wie geht es dann? Durch eine Verfassung, auf die wir so stolz sein können wie die US-Amerikaner auf ihre?

Risse: Das wird schwierig. Die amerikanische Verfassung ist eng verwoben mit dem Gründungsmythos der Vereinigten Staaten, mit der Unabhängigkeit. Das war eine spezielle historische Situation, in der die erste moderne, demokratische Verfassung entstand. Auch das deutsche Grundgesetz bezieht einen Teil seiner identitätsstiftenden Kraft daraus, dass es für die Überwindung des Nationalsozialismus und das Ende des Zweiten Weltkrieges steht. Einen solchen historischen Moment gibt es in der Geschichte der EU nicht.

fundiert: Braucht eine europäische Verfassung einfach mehr Pathos?

Risse: Jedenfalls trägt es nicht zur Identifikation bei, wenn man die Charta der Menschenrechte in eine Fußnote verbannt wie im Lissabonner Vertrag geschehen. Es ist paradox: Um die europäische Verfassung zu retten, hat die Politik alles herausgestrichen, was an eine echte Verfassung erinnert – auch von der Flagge steht dort kein Wort.

fundiert: Immerhin ist die Verfassung schon einmal in den Niederlanden und Frankreich gescheitert.

Risse: Trotzdem wäre es fatal, die Verfassung totzuschweigen! Die europäischen Eliten haben aus dem Scheitern des Verfassungsvertrages geschlossen, dass wir möglichst wenig über Europa sprechen sollten. Das wäre der Tod jeder Verfassung! Genau das Gegenteil ist richtig: Streit gehört dazu, Streit stiftet Identität. Wenn wir als Europäer darüber streiten, welches Europa wir haben wollen, dann schweißt das zusammen. Wichtig ist: Wir dürfen nicht als Deutsche gegen die Franzosen oder Polen streiten, wir müssen als Europäer miteinander streiten.

fundiert: Lasst uns streiten – auf dass wir zueinander finden?

Risse: Ganz genau. Der politische Streit ist elementar wichtig für die Sichtbarkeit eines politischen Systems. Kontroversen sind positiv für die Gemeinschaft und für das Gemeinschaftsgefühl. Themen wie der Beitritt der Türkei, der Umweltschutz oder Militäreinsätze – dazu können sich schließlich auch Parteien innerhalb eines Nationalstaates unterschiedlich positionieren, ohne dass der Zusammenhalt gefährdet ist. In Europa würde das auch funktionieren. Wenn wir als Europäer miteinander debattieren, dann konstruieren wir durch den Streit schon eine Gemeinschaft.

fundiert: Dazu müssen die Menschen aber an der Debatte teilhaben können.

Risse: Das ist richtig, eine europäische Öffentlichkeit gibt es bereits: Sie können keine Zeitung aufschlagen, ohne etwas über Europa zu lesen. Und sie brauchen Transparenz in den politischen Prozessen. Hier kann man der EU aber keinen Mangel vorwerfen, die ist manchmal viel zu transparent: Gehen Sie mal auf die EU-Internetseite, die ist so transparent, dass sie vollkommen unübersichtlich ist.

fundiert: Welches Europa wollen die Europäer denn?

Risse: Das ist schwer zu sagen. Zwei Modelle konkurrieren sehr stark miteinander. Lange Zeit sind die europäischen Eliten mit einem modernen, postnationalistischen Europabild hausieren gegangen. Das wurde sehr bewusst konstruiert: Die EU als ein postnationales System, das auf all den guten, wahren und schönen Dingen aufgebaut ist, auf Demokratie, auf Menschenrechten, auf Marktwirtschaft. Dieses Modell hebt sich deutlich ab von der Geschichte, von Nationalismus und Militarismus. Diese Konstruktion könnte man „Einheit in Vielfalt“ nennen.

fundiert: Und das andere Modell?

Risse: Auf der anderen Seite haben wir die „Festung Europa“, das Gegenbild zur „Einheit in Vielfalt“, das Bild eines exklusiven, abgeschotteten Europa. Das ist ein bisschen wie bei den Nationalstaaten früher. Bei dem Bild steht nicht so sehr die Frage im Mittelpunkt „Wer sind wir?“, sondern: „Wer sind die anderen?“ Dieses Europabild ist häufig ein fremdenfeindliches. Das Problem ist, dass Europa keine richtigen Grenzen hat.

fundiert: Wie wichtig ist dabei die Religion?

Risse: Die Vorstellung von der „Festung Europa“ ist sehr stark unterfüttert mit einem traditionellen Verständnis vom Christentum. Einfach gesagt: Die Christen gehören dazu, die Moslems nicht. Nach dieser Vorstellung von Europa kann die Türkei nie zu Europa gehören, und auch die bei uns lebenden Moslems haben es sehr schwer.

fundiert: Welches Europamodell ist stärker auf dem Vormarsch?

Risse: Beide Modelle konkurrieren um Aufmerksamkeit. Der Gründungsmythos der EU ist das postnationalistische Europa, das jedoch schwierig territorial abzugrenzen ist. Die Vereinigten Staaten und Kanada teilen unsere Ideale, gehören aber territorial nicht zu Europa. Eindeutig abgrenzen lässt sich dieses Ideal-Europa nur von autoritären Regimen. Das andere Modell, die „Festung“, ist zunehmend das Europa der Verlierer.

fundiert: Wen meinen Sie damit?

Risse: Dieses Bild versammelt alle möglichen Ängste um sich herum. Kein Wunder, dass europaskeptische Parteien quer durch die EU dieses eher nationalistische Europabild sehr stark vertreten. Die „Front National“ in Frankreich hat eine eigene Europakonzeption, die sich an der „Festung“ orientiert. Vor ein paar Jahren wollten die noch heraus aus Europa, heute wollen sie Europa abschotten. Die rechtspopulistischen Parteien konstruieren dieses traditionelle, exklusive Europabild sehr stark.

fundiert: Von wem grenzen diese sich dann ab? Von aufstrebenden Wirtschaftsmächten wie China oder Indien? Von den USA?

Risse: Es geht generell gegen das Fremde, aber auf der europäischen Ebene. Vor zehn Jahren waren diese Gruppen noch antieuropäisch, jetzt haben sie ein anderes Europabild, aber immerhin ein Europabild.

fundiert: Aber von Amerika grenzen sich doch auch andere, weniger national gesinnte Europäer gerne ab?

Risse: Das stimmt. Die Vereinigten Staaten werden in ganz verschiedenen Politikbereichen als Gegenbild zur europäischen Identität benutzt: etwa beim europäischen Wohlfahrtsstaat oder in der Außenpolitik. Die EU versucht gerade, sich als Zivilmacht eine außenpolitische Identität zu schaffen – in Abgrenzung zur Militärmacht USA.

fundiert: Europa als „soft power“ – ist das wirklich identitätsstiftend? Würde es nicht viel mehr Gemeinschaftsgefühl erzeugen, als starker Mann aufzutreten?

Risse: Die Zivilmacht, das ist nichts anderes als die nach außen gewandte Vorstellung des modernen, postnationalistischen Europa, das seine außenpolitischen Ziele in erster Linie durch Kooperation mit anderen und durch Multilateralismus, eben durch „sanfte Macht“, zu verwirklichen sucht. Und warum sollte ein „Macho-Europa“ eher identitätsstiftend sein? Nach den Erfahrungen mit den europäischen Kriegen der vergangenen Jahrhunderte will niemand „für Europa sterben“.

fundiert: Was würde ein EU-Beitritt der Türkei für das Gemeinschaftsgefühl bedeuten?

Risse: Hier kommt es wieder auf das Europamodell an, das wir bevorzugen. Einem modernen, postnationalen Europa fällt es deutlich schwerer, die Türkei nicht aufzunehmen, als einem traditionellen, exklusiven Europa. In einigen Punkten kann Europa allerdings keinerlei Kompromisse machen, egal welches Modell vorherrscht: Die Türkei muss bei den Themen Demokratie und Menschenrechte die von der EU aufgestellten Bedingungen erfüllen.

fundiert: Hat die Osterweiterung das Gemeinschaftsgefühl gestärkt oder geschwächt?

Risse: Die EU-Osterweiterung lässt sich ohne Identitätskonstruktion gar nicht erklären. Denn materiell und sicherheitspolitisch war sie nicht notwendig: Die osteuropäischen Märkte hätte man aus Sicht der EU auch durch normale Assoziationsabkommen erschließen können, und sicherheitspolitisch hätte die NATO wohl ausgereicht.

fundiert: Es stand also nie außer Frage, dass Osteuropa dazugehört?

Risse: Nach der Wende haben die Osteuropäer sofort ganz klar gesagt: Wir sind ein Teil von euch, wir kehren jetzt zurück. Wir haben ein Recht darauf. Der Sozialismus wurde sozusagen als Betriebsunfall der Geschichte gesehen, auch bei den westlichen Staaten. Das wurde zu Beginn der 1990er Jahre sehr bewusst konstruiert, auf beiden Seiten. Sonst wäre die Osterweiterung niemals so reibungslos verlaufen – das Identitätsargument stand klar im Vordergrund.

fundiert: Jetzt brechen die Konflikte zwischen Ost und West jedoch auf.

Risse: Na sicher. Es war doch so: In Europa haben sich alle über die neuen Mitgliedsländer gefreut und waren dann ganz überrascht, als herauskam: Siehe da, sie sind anders. Die anfängliche Euphorie ist vorbei, jetzt gibt es selbstverständlich auch Konflikte. Allein der Streit zwischen Polen und Frankreich über die Frage, ob Gott in die Präambel einer europäischen Verfassung gehört. Da sind ein katholisch geprägtes und ein säkulares Land natürlich ganz unterschiedlicher Auffassung. Ein echter Identitätskonflikt: Welche Rolle spielt die Religion? Für diesen Streit braucht man nicht unbedingt den Islam.

fundiert: In welchen Ländern ist das Europagefühl besonders stark? In Frankreich und Deutschland?

Risse: Das variiert sehr stark. Die Engländer allerdings liegen in allen Umfragen hinten, selbst die Türken fühlen sich stärker als Europäer als die Mehrheit der Briten. Große Unterschiede gibt es auch bei nationalistischen Gruppen: Portugiesische Nationalisten identifizieren sich sehr viel stärker mit Europa als britische Nationalisten. Deutschland und Frankreich liegen da ziemlich in der Mitte. In Deutschland identifizieren sich allerdings die politischen, sozialen und ökonomischen Eliten extrem stark mit Europa und der europäischen Integration. Da ist die Bevölkerung viel skeptischer.

fundiert: Gibt es Unterschiede zwischen den alten und den neuen Bundesländern?

Risse: Der Eurobarometer hat in den letzten Jahren gezeigt, dass die Europaskepsis im Osten höher ist. Es gibt aber auch einen Geschlechterunterschied: Frauen sind skeptischer gegenüber Europa.

fundiert: Warum?

Risse: Zumindest eine Erklärung funktioniert nicht, nämlich dass Frauen weniger von Europa profitieren.
Das Gegenteil ist richtig: In der Gleichstellungspolitik war gerade die EU sehr aktiv. Das ist wie mit den Bauern: Sie profitieren materiell enorm vom europäischen Agrarfonds, gehören aber zu den großen Skeptikern. Das ist ein Rätsel, das man nur schwer erklären kann. Generell lässt sich jedoch sagen: Wer mit seinem eigenen politischen System sehr unzufrieden ist, der hat mehr Vertrauen in Europa – das zeigt zum Beispiel Italien.

fundiert: Die Sinnfrage zum Schluss. Warum brauchen wir überhaupt ein Europagefühl?

Risse: Ohne ein Minimum an Gemeinschaftsgefühl gerät jedes politische System in die Krise. Warum sollte ich mich an Gesetze halten? Warum sollte ich Steuern zahlen? Warum sollte sich irgend jemand an Regeln halten, wenn sie ihm eigentlich nur Kosten verursachen? Politische Systeme brauchen immer eine diffuse Unterstützung von der Bevölkerung, sonst können die Institutionen nicht vernünftig operieren. Die EU ist da keine Ausnahme.

Das Gespräch führten Oliver Trenkamp und Bernd Wannenmacher.

Letzte Aktualisierung: 12.07.2012