Themen im September

29.06.2012

Im Reich der Strahlen

Forschung mit moderner Technik: Mithilfe spezieller Laser und Röntgenstrahlen untersuchen die Wissenschaftler Eigenschaften von Flüssigkeiten und Materialien in Lösung.
Bildquelle: Bernd Wannenmacher

In einem neuen Forschungslabor des Helmholtz-Zentrums Berlin und der Freien Universität Berlin sollen neue Erkenntnisse über Struktur und Dynamik von Flüssigkeiten und Materialien in Lösung gesammelt werden

Aus der Ferne sieht es aus, als sei mitten im wachsenden Technologiepark Adlershof ein Ufo gelandet: Zwischen weiten Feldern und Rasenflächen liegt er fast rund und silbern da, der Bau des Helmholtz-Zentrums Berlin für Materialien und Energie (HZB). BESSY II heißt dieser Elektronenspeicherring, in dem die Elementarteilchen unserer Materie auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und im Kreis geführt werden. Dabei wird Licht erzeugt, das einen großen Wellenlängenbereich umfasst, sogenannte Synchrotron-Strahlung. Dazu gehört besonders intensive Röntgenstrahlung, aber auch sichtbares Licht sowie Terahertz-Strahlung. Das Licht ist zum Teil millionenmal heller als die Sonne.

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„Neugier – und die Dinge nicht so nehmen, wie sie sind“

Gefährliche Stofftiere: Peter Seeberger zeigt die Erreger von Lungenentzündung (orange li.), Krankenhausinfektion (vorne li.), Milzbrand (weiß hi.), Magenschleimhautentzündung (braun vorne), Toxoplasmose (vorne re.), Durchfall (lila hi.)
Bildquelle: Bernd Wannenmacher

Der Chemiker Peter Seeberger ist erfolgreich in der Wirkstoffforschung

Er ist Chemiker, hat mehrere Firmen und engagiert sich in der Bekämpfung weltweiter Seuchen. Chemie, Wirtschaft oder Medizin – was interessiert Peter Seeberger am meisten? „Alles“, sagt er, denn der Chemie-Professor an der Freien Universität und Leiter der Abteilung „Biomolekulare Systeme“ am Max-Planck-Institut (MPI) für Kolloid- und Grenzflächenforschung verbindet die drei Bereiche miteinander.

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In einem Land vor unserer Zeit

Teilübersicht der Ausgrabung am Leimbach bei Nordhausen: Im Vordergrund sind die flächigen archäologischen Grabungen zu sehen.
Bildquelle: Freie Universität Berlin

Ein interdisziplinäres Forscherteam untersucht den Einfluss prähistorischer Wanderbewegungen auf vergangene Landschaften

Auch Wissenschaftler haben zuweilen Fortuna auf ihrer Seite. Jene Altertumsforscher etwa, die nahe der thüringischen Stadt Nordhausen zwei längst vergangenen Kulturen auf der Spur sind: „Die Einwanderung einer Gruppe in eine anders strukturierte Gesellschaft kann Spannungen schaffen. Wird eine solche Situation in einer weit zurückliegenden Zeit erkannt und analysiert, ist dies für Archäologen ein seltener Glücksfall“, sagt Michael Meyer, Professor am Institut für Prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin und Direktor des Exzellenzclusters Topoi.

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