„Afrotopia. Writing and Thinking Africa”

Antrittsvorlesung des Samuel-Fischer-Gastprofessors Abdourahman Waberi am 1. Dezember 2016 an der Freien Universität

Nr. 336/2016 vom 12.10.2016

Über „Afrotopia. Writing and Thinking Africa“ (Afrotopia. Afrika denken und schreiben) spricht Abdourahman Waberi in seinem Vortrag zum Antritt der Samuel-Fischer-Gastprofessur am 1. Dezember 2016. Der dschibutische Schriftsteller hat im Wintersemester 2016/2017 die Samuel-Fischer-Gastprofessur für Literatur am Peter-Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin inne und unterrichtet ein Seminar zum Thema Afrofuturisme. Quêtes et constellations“ (Afrofuturismus. Erkundungen und Konstellationen) in französischer Sprache. Die Antrittsvorlesung ist öffentlich, der Eintritt frei.

Abdourahman Waberi wurde 1965 in Dschibuti-Stadt geboren. Im Alter von zwanzig Jahren zog er nach Frankreich und studierte englische Literatur an der Universität Caen und der Universität von Burgund in Dijon. Abdourahman Waberi gilt als „Nationalschriftsteller Dschibutis“ (Edition Nautilus) und wurde im Jahr 2005 von der französischen Literaturzeitschrift Lire zu den 50 wichtigsten Gegenwartsautoren gezählt. Bekannt wurde Waberi vor allem durch die Trilogie Le Pays sans ombre (1994) Cahier nomade (1996) und seinen ersten Roman Balbala (1997), in deren Zentrum Geschichten und Alltag der Menschen Dschibutis stehen. Für Le Pays sans Ombre, wurde er mit dem Grand prix de la Nouvelle francophone der Académie Royale de Langue et de Littérature Française de Belgique und dem Prix Albert Bernard der Académie des Sciences d’Outre-mer de Paris ausgezeichnet. Sein Buch Cahier Nomade erhielt den Grand Prix Littéraire de l’Afrique noire. Kurzgeschichten aus den Erzählbänden wurden unter dem Titel Die Legende der Nomadensonne in deutscher Sprache veröffentlicht (Marino Verlag, 1998). Auf Deutsch erschienen sind außerdem Schädelernte (litradukt Literatureditionen, 2008), In den Vereinigten Staaten von Afrika (Edition Nautilus, 2008) und Tor der Tränen (Edition Nautilus, 2011). Seine Bücher wurden in mehr als zehn Sprachen übersetzt, unter anderem ins Englische, Spanische und Portugiesische.

Abdourahman Waberi lebt in Caen und ist als Literaturkritiker, Journalist (Le Monde diplomatique) und als Verlagsberater für zeitgenössische afrikanische Literatur tätig. Im Wintersemester 2006/2006 war er bereits als Gast des Künstlerprogramms des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Berlin.

Die Samuel-Fischer-Gastprofessur am Peter-Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft wurde 1998 gemeinsam vom S. Fischer Verlag, dem DAAD, der Freien Universität Berlin und dem Veranstaltungsforum der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck am Peter-Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft eingerichtet. Sie lädt internationale Schriftsteller und Autoren für ein Semester an die Freie Universität ein; Abdourahman Waberi ist der 36. Gastprofessor.

Weitere Informationen

Zeit und Ort

Antrittsvorlesung:

  • 1. Dezember 2016, 18 Uhr
  • Freie Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 45, Raum J 32/102, 14195 Berlin.

Seminar: "Afrofuturisme. Quêtes et constellations"

  • Mittwochs von 14.00 bis 16.00 Uhr. Erster Termin: 19. Oktober 2015.
  • Freie Universität Berlin, Rost- und Silberlaube, Raum JK 31/239, Habelschwerdter Alle 45, 14195 Berlin. U-Bahnhof Dahlem-Dorf oder Thielplatz (U3).

Weitere Informationen

Prof. Dr. Claudia Olk, Peter-Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-56418, E-Mail: claudia.olk@fu-berlin.de