Hochgefühle für ein Tief – tiefe Gefühle für ein Hoch

Meteorologen der Freien Universität Berlin und des Vereins Berliner Wetterkarte e. V. vergeben Wetterpatenschaft für 2017 – Startschuss 7.September 2016, 00:00 Uhr

Nr. 291/2016 vom 05.09.2016

Auch für das nächste Jahr vergeben die Meteorologen der Freien Universität Berlin und des Vereins Berliner Wetterkarte e. V. Wetterpatenschaften. Mit dem Erlös wird die fast 110-jährige Klimareihe der Station Berlin-Dahlem fortgeführt. Hochdruckgebiete werden im Jahr 2017 weibliche und Tiefdruckgebiete männliche Vornamen tragen, die Grundpreise bleiben unverändert bei 299 Euro für Hochs und 199 Euro für Tiefs; zu dem Betrag kommen jeweils 19 Prozent Mehrwertsteuer. Die Website der Aktion Wetterpate ist unter www.wetterpate.de zu erreichen.

Bereits seit mehr als 60 Jahren taufen die Meteorologen der Berliner Wetterkarte am Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin Hoch- und Tiefdruckgebiete. Seit 2002 können die Bürger im Rahmen der Aktion „Wetterpate“ Namen für die Druckgebiete wählen. Sie unterstützen damit die Studierenden in ihrer praxisnahen Weiterbildung und die Wetterbeobachtung in Berlin-Dahlem, sodass die weltweit zu den längsten gehörende Klimareihe an der international meldenden Wetterstation der Universität weitergeführt werden kann.

Eine Patenschaft gilt als beliebtes und originelles Geschenk zu Weihnachten, zu Geburtstagen oder zu anderen besonderen Anlässen. Einige nutzen diese Möglichkeit auch, um ihre interessanten, aber wenig verbreiteten Vornamen bekannter zu machen. In diesem Jahr konnten dadurch den Hochs und Tiefs schon außergewöhnliche Namen wie Oceana, Myrna, Muck oder Schekiba verliehen werden. Auch meteorologisch blieben manche Namen in Erinnerung: Während das Hoch Peter Anfang Mai die ersten Sommertage mit sich brachte, sorgten vor allem die Hochs Wolfgang im Juni sowie Gerd im August für hochsommerliche Temperaturen.

In vielen Medien finden die Namen der Paten in den Wetterberichten Verwendung. Anka und Albert waren am 1. November 1954 die ersten Taufnamen in den Berliner Tageszeitungen. Die Studierenden sowie die Mitarbeiter der Berliner Wetterkarte und des Instituts für Meteorologie wünschen sich diese Unterstützung auch für die Zukunft, denn nur eine aktive Beteiligung der Öffentlichkeit und die Präsentation in den Medien kann die Weiterführung der Klimareihe und die praxisnahe Bildung auch weiterhin sichern. Bislang konnten mehr als 2500 Menschen aus 15 europäischen Ländern sowie aus Brasilien, Japan, den USA und Südafrika als Wetterpaten begrüßt werden.

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