Von Ausstellungen bis zur Politikberatung

Podiumsdiskussion zu Wissenstransfer in den Geistes- und Sozialwissenschaften am 7. Juli an der Freien Universität Berlin

Nr. 234/2016 vom 29.06.2016

Wissenstransfer in den Geistes- und Sozialwissenschaften ist das Thema einer Podiumsdiskussion am 7. Juli um 17:30 Uhr an der Freien Universität Berlin. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sprechen über Erfahrungen und Möglichkeiten des Wissenstransfers, die sich speziell in diesen Disziplinen eröffnen. Im Vordergrund steht dabei der Austausch mit der Gesellschaft, etwa durch Ausstellungen, Debattenbeiträge oder Sachbücher sowie Politikberatung. Prof. Dr. Friederike Fless, Präsidentin des Deutschen Archäologischen Instituts, das zahlreiche Transfer-Aktivitäten betreibt, leitet den Abend mit einen Impulsvortrag ein. Die Veranstaltung ist öffentlich, um Anmeldung bis zum 1. Juli 2016 wird gebeten.

Im Fokus von Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen stand bisher in erster Linie der Transfer von Wissen, Technologien oder Expertise aus den Naturwissenschaften. Von Geistes- und Sozialwissenschaftlern der Freien Universität Berlin sowie von Einrichtungen und Forschungsverbünden mit einem Schwerpunkt in diesen Fächern gingen allerdings in den letzten Jahren zahlreiche Impulse für den Transfer von Wissen in die Gesellschaft aus. Die Veranstaltung widmet sich nun der Frage, wie ein solcher Wissensaustausch mit der Gesellschaft intensiviert und besser sichtbar gemacht werden kann. Wie sollte geistes- und sozialwissenschaftliches Wissen nach außen vermittelt werden? Welche Rahmenbedingungen und Kompetenzen sind hierfür erforderlich? Und wie können Wissenschaft und Gesellschaft gleichermaßen von diesem Transfer profitieren?

An der Podiumsdiskussion nehmen teil:

  • Prof. Dr. Friederike Fless, Präsidentin des Deutschen Archäologischen Instituts
  • Dr. Dagmar Simon, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
  • Prof. Dr. Thomas Risse, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, Freie Universität Berlin
  • Prof. Dr. Klaus Krüger, Kunsthistorisches Institut, Freie Universität Berlin
  • Moderation: Dr. Manuela Lenzen, Wissenschaftsjournalistin

Beispiele für Transferprojekte der Freien Universität Berlin:

Bildung durch Bilder: Ziel des Transferprojekts der Kolleg-Forschergruppe „BildEvidenz. Geschichte und Ästhetik“ der Freien Universität ist es, Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, Bilder als eigenständige historische Quelle zu lesen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Kolleg-Forschergruppe konzipierten darüber hinaus die Ausstellung „Doublevision: Albrecht Dürer & William Kentridge“ mit.

Objects in Transfer: Eine Ausstellungsintervention im Museum für Islamische Kunst erzählt den Weg einzelner Objekte in die Sammlung und verweist auf verwandte Ausstellungsstücke in anderen Museen in Berlin. Die Intervention wurde von einem Projekt des Sonderforschungsbereich „Episteme in Bewegung“ in Zusammenarbeit mit dem Museum erstellt und ist bis auf weiteres Teil der Dauerausstellung.

Topoi im Museum: Eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen zu aktuellen Forschungsthemen wird verbunden mit einem Ausstellungsrundgang durch Berliner Museen. Insgesamt war der Exzellenzcluster der Freien Universität und der Humboldt-Universität an mehreren Ausstellungen in Berlin beteiligt und verantwortlich für die Ausstellung „Jenseits des Horizonts“ im Pergamon-Museum mit mehr als 100.000 Besuchern.

Forschungszentrum für Umweltpolitik (FFU): Politikberatung und die Durchführung von politikrelevanten Studien zu Umweltthemen sowie zur nachhaltigen Energiepolitik gehören neben Forschung und Lehre zum Profil des 1986 – genau vor 30 Jahren – gegründeten Zentrums.

Governance-Forschung im Austausch mit dem Auswärtigen Amt: Im Rahmen des Transferprojekts „Policy-Implikationen der Governance-Forschung für die deutsche Außenpolitik“ des SFB 700 „Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit“ arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ministeriums zusammen.

Hegel-Lecture und Siegfried-Unseld-Lecture: Unter anderem mit zwei öffentlichen Vortragsreihen trägt das Dahlem Humanities Center zur Sichtbarkeit der Geisteswissenschaften in Berlin bei; künftig soll es noch stärker ein Ort des Austauschs über Fragen von gesellschaftlicher und politischer Relevanz werden.

Weitere Informationen

Wissenschaft im Dialog mit der Gesellschaft: Neue Perspektiven für den Transfer in den Geistes- und Sozialwissenschaften

Zeit und Ort

  • Donnerstag, 7. Juli 2016, 17.30 Uhr.
  • Harnack-Haus, Goethe-Saal, Ihnestr. 16–20, 14195 Berlin. U-Bahnhof Dahlem-Dorf (U3).
  • Anmeldung bis 1. Juli per Mail unter crs@fu-berlin.de

Kontakt

Dr. Heidrun Schnitzler, Center for Research Strategy, Freie Universität Berlin, Telefon (030) 838-73964, E-Mail: heidrun.schnitzler@fu-berlin.de

Im Internet

http://www.fu-berlin.de/sites/inu/_media/Transfer_Wissenschaft_Gesellschaft_7-Juli.pdf