Prima Klima?

Podiumsdiskussion am 27. Januar 2016 über die Klimapolitik nach dem UN-Abkommen von Paris

Nr. 020/2016 vom 22.01.2016

Die Klimapolitik der internationalen Staatengemeinschaft nach dem Abkommen auf dem UNO-Umweltgipfel in Paris im vergangenen Jahr ist das Thema einer Podiumsdiskussion am 27. Januar an der Freien Universität Berlin. Im Mittelpunkt stehen die Anstrengungen, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter um zwei Grad zu begrenzen. Als Podiumsgäste erwartet werden Dr. Karsten Sach, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Olaf Bandt vom Bundesverbandes der Umweltorganisation BUND, Dr. Joachim Hein vom Bundesverband der Deutschen Industrie und Prof. Dr. Miranda Schreurs, Leiterin des Forschungszentrums für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin. Moderatorin ist Prof. Dr. Tanja Börzel, Leiterin der Arbeitsstelle Europäische Integration der Freien Universität. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei. Um Anmeldung bis zum 26. Januar an info@eu-infozentrum-berlin.de wird gebeten, da die Platzzahl im Saal begrenzt ist.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Berliner Europa-Dialog“ statt. Sie wird organisiert vom Europäischen Informationszentrum Berlin (Träger: Deutsche Gesellschaft e. V.), dem Dokumentationszentrum Vereinte Nationen – Europäische Union der Freien Universität Berlin sowie der Europa-Union Berlin e. V.

Das UN-Klimaabkommen von Paris ist in Politik, Medien und Zivilgesellschaft überwiegend positiv aufgenommen worden. Erstmals haben sich alle 196 UN-Staaten sowie die Europäische Union von 2020 an auf ehrgeizige Klimaziele festgelegt: Die Erderwärmung soll gegenüber vorindustriellen Zeiten verbindlich auf zwei Grad begrenzt werden – als Option wurde sogar das 1,5-Grad-Ziel in den Vertragstext aufgenommen. Um diese Ziele zu erreichen, sollen in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts nicht mehr Klimagase ausgestoßen werden, als das Ökosystem wieder aufnehmen kann. Ein Schlagwort der Konferenz lautete daher „Dekarbonisierung“, also den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas voranzubringen. Nicht zuletzt wurden auch Fragen der globalen Gerechtigkeit zwischen den Staaten der nördlichen und südlichen Hemisphäre diskutiert, sind doch vor allem die westlichen Industriestaaten für den Klimawandel verantwortlich.

Kommt das Abkommen noch rechtzeitig, um den Prozess der Erderwärmung zu bremsen? Werden alle Staaten – besonders die großen Verursacher von Treibhausgasen – ihre Verpflichtungen erfüllen und das Abkommen ratifizieren? Oder muss befürchtet werden, dass wichtige Vertragspartner wie die USA nach einem innenpolitischen „Klimawechsel“ aussteigen? Diese und weitere Fragen werden auf dem Podium und mit dem Publikum diskutiert.

Die Universitätsbibliothek der Freien Universität ist seit 1956 United Nations Depository Library und hat seit 1963 den Status eines Europäischen Dokumentationszentrums (EDZ). Das Dokumentationszentrum gehört damit zum Informationsnetz der Europäischen Union und zum weltweiten System der Depotbibliotheken der Vereinten Nationen. EDZ und UN-Depotbibliothek unterstützen Forschung, Lehre und Studium an der Freien Universität Berlin zu Themen der europäischen Integration und der internationalen Gemeinschaft und Politik. Sie tragen darüber hinaus dazu bei, Institutionen und Tätigkeitsfelder der Vereinten Nationen und der Europäischen Union in der allgemeinen Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Das Dokumentationszentrum sammelt und erschließt die Veröffentlichungen und Dokumente der Europäischen Union und der Vereinten Nationen, ergänzend und in Auswahl auch Veröffentlichungen der UN-Sonderorganisationen, des Europarats und anderer internationaler Organisationen. Es verfügt über eine der umfangreichsten Sammlungen an Primärliteratur der Vereinten Nationen und der Europäischen Union in der Region.

Ort, Zeit und Anmeldung

  • Henry-Ford-Bau, Hörsaal A (Garystraße 35, 14195 Berlin, U-Bhf. Thielplatz, U3)
  • 27. Januar 2016 18.30 – 20.30 Uhr
  • Um Anmeldung bis zum 26. Januar an info@eu-infozentrum-berlin.de wird gebeten