Askese in Christentum, Judentum und Islam aus Sicht der Geschlechterforschung

Internationale Konferenz am 22. und 23. Oktober 2015 an der Freien Universität Berlin

Nr. 295/2015 vom 07.10.2015

Die Perspektiven der modernen Geschlechterforschung auf prämoderne asketische Praktiken und die vergleichende Analyse asketischer Praktiken im Christentum, im Judentum und im Islam stehen im Mittelpunkt einer Konferenz am 22. und 23. Oktober 2015 an der Freien Universität Berlin. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Beziehung von Geschlecht und asketischer Übung sowie von den Transfers und Transformationen religiösen Wissens innerhalb der Religionsgemeinschaften und über deren Grenzen hinaus. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei. Die Konferenzsprache ist Englisch.

Askese wurde bis in die Mitte der 1990er Jahre zumeist als ein Gebiet mit scharfen Abgrenzungen in Bezug auf religiöse Traditionen, Kulturen und Geschlechter angesehen. Weitgehend ausgeblendet wurden dabei intra- und interreligiöse Transferprozesse und Transformationen. Das Judentum und der Islam beispielsweise wurden häufig als weltbejahende Religionen aufgefasst; asketische Praktiken wurden ihnen abgesprochen. Die Askese wurde stattdessen weitgehend als eine Domäne des Christentums begriffen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz hinterfragen solche – in der breiten Öffentlichkeit noch immer verbreiteten – Klischees und Verzerrungen und nehmen Askese in den drei großen spätantiken Religionen kritisch in den Blick.

Die Tagung ist eine Veranstaltung des Sonderforschungsbereichs 980 „Episteme in Bewegung. Wissenstransfer von der Alten Welt bis in die Frühe Neuzeit“ an der Freien Universität Berlin. Konzipiert wurde sie von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des religionswissenschaftlichen Teilprojekts „Askese in Bewegung: Formen und Transfer von Übungswissen in Antike und Spätantike“, das von Prof. Dr. Almut-Barbara Renger geleitet wird.

Weitere Informationen

Ort und Zeit

  • Seminarraum, Otto-von-Simson-Str. 26, Raum L116, 14195 Berlin, U-Bhf. Thielplatz oder Dahlem-Dorf (U3)
  • 22. und 23. Oktober 2015, Beginn 10 Uhr

Im Internet

www.sfb-episteme.de/veranstaltungen/Vorschau/2015/Tagung_C02_Gendering.html

Kontakt

Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-58159, E-Mail: arbeitsbereich-renger@geschkult.fu-berlin.de