Zwischen Alptraum und Märchen

Literaturwissenschaftler Martin von Koppenfels hält Peter-Szondi-Gastvortrag zu Angst und Trauer in Träumen und Erzählungen am 9. Juli an der Freien Universität

Nr. 201/2015 vom 29.06.2015

Die Spuren eines unheimlichen Märchens in einem berühmten Traumbeispiels Sigmund Freuds sind Thema des Peter-Szondi-Gastvortrags, den der Münchner Literaturwissenchaftler Martin von Koppenfels am 9. Juli 2015 an der Freien Universität Berlin hält. Der Professor für Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) erörtert die Frage, wie Angst und Trauer in Träumen sowie Erzählungen verarbeitet werden – und ob beide Verarbeitungsprozesse Parallelen aufweisen. Der Vortrag mit dem Titel „Mär und Mahr. Eine Fallstudie zur Beziehung zwischen Alptraum und Märchen“ wird von der Alumni-Vereinigung des Peter-Szondi-Instituts für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (AVL) organisiert. Er ist öffentlich, der Eintritt frei. Im Anschluss findet das AVL-Sommerfest statt.

Die aktuellen Forschungsschwerpunkte des Literaturwissenschaftlers Martin von Koppenfels liegen in der Erzählforschung, Emotionstheorie und Psychoanalyse sowie im Schnittpunkt dieser drei Felder. Er hat zur spanischen Literatur des Goldenen Zeitalters Spaniens und des 20. Jahrhunderts sowie zur französischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts gearbeitet.

Der gebürtige Münchner war von 1997 bis 2007 am Peter-Szondi-Institut der Freien Universität tätig, zuletzt als Leiter der Nachwuchsgruppe „Rhetorik der Immunität“. Von 2007 bis 2010 war er Professor an der Universität Bielefeld, seit 2010 lehrt er am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der LMU München.

Für seine Übersetzung von Federico García Lorcas „Dichter in New York“ erhielt Martin von Koppenfels 2001 den Paul-Scheerbart-Preis für Lyrikübersetzung. Sein Buch „Immune Erzähler. Flaubert und die Affektpolitik des modernen Romans“ wurde 2009 mit dem Anna-Krüger-Preis des Berliner Wissenschaftskollegs ausgezeichnet. Von 2004 bis 2009 war er Mitglied der Jungen Akademie. Im Jahr 2009 wurde er in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften berufen.

Weitere Informationen

Zeit und Ort

  • Donnerstag, 9. Juli 2015, Beginn 18.00 Uhr
  • „Rost-/Silberlaube“ der Freien Universität Berlin, Hörsaal 1B, Zugang Habelschwerdter Allee 45 oder Otto-von-Simson-Straße 26, 14195 Berlin, U-Bhf. Thielplatz oder Dahlem-Dorf (U3)
  • Im Anschluss an den Vortrag findet ab 19.30 Uhr das AVL-Sommerfest im Innenhof J 28/29 statt. Nichtstudierende werden um einen Unterstützungsbeitrag für die AVL-Fachschaft von 3 Euro gebeten.

Kontakt

Henning Dahl, Peter-Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-56422, E-Mail: henning.dahl@fu-berlin.de

Im Internet

Website des Peter-Szondi-Instituts für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft