Medialität, Ästhetik und Materialität von Wissen in der Vormoderne

Jahrestagung des Sonderforschungsbereichs 980 „Episteme in Bewegung“ vom 2. bis 4. Juli im Bode-Museum – Staatliche Museen zu Berlin

Nr. 179/2015 vom 18.06.2015

Figurales Wissen ist das Thema der diesjährigen Jahrestagung des Sonderforschungsbereichs „Episteme in Bewegung“ (SFB 980) der Freien Universität. Im Zentrum der Tagung steht die Frage, wie sich Wissen, das in konkreten Objekten, Bildwerken, Texten oder in der Musik ausgestaltet ist, in vormodernen Kulturen wandelt. Die Tagung findet vom 2. bis 4. Juli in Kooperation mit den Staatlichen Museen zu Berlin im Bode-Museum auf der Museumsinsel Berlin statt. Die Tagung ist öffentlich und bietet neben einem umfangreichen Vortragsprogramm auch dialogische Kurz-Führungen zu ausgewählten Exponaten an.

Welche Rolle spielen Materialien und unterschiedliche Medien für die Vermittlung von Wissen? Wie überkreuzen sich verschiedene kulturelle Einflüsse in konkreten Objekten? Wie verändert ein solches verkörpertes Wissen Erfahrungen, soziale Praktiken oder Lehrtraditionen? Wie bilden sich neue Wissenstraditionen? Ziel der von Prof. Dr. Anne Eusterschulte, Professorin für Philosophiegeschichte, und Prof. Dr. Klaus Krüger, Professor für Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin, konzipierten Tagung ist es zu untersuchen, welche Rolle unterschiedliche Medien und Materialien für solche Wissens-Bewegungen spielen.

Der Raum des Museums ermöglicht es dabei, das Thema „figurales Wissen“ nicht nur zu erörtern, sondern an Objekten auch sinnlich zu erfahren. Workshops, dialogische Führungen und musikalische Intermezzi sowie ein umfangreiches Vortragsprogramm setzen sich mit den Exponaten im Bode-Museum auseinander oder nehmen diese zum Ausgangspunkt für theoretische Überlegungen.

Der Sonderforschungsbereich 980 „Episteme in Bewegung“ hat seine Arbeit im Juli 2012 aufgenommen und vereint 20 Teilprojekte, die Wissenswandel und Wissenstransferprozesse in einen Zeitraum von der Alten Welt bis zur Frühen Neuzeit in transkultureller Perspektive untersuchen. In dem Forschungsverbund sind zahlreiche der sogenannten „Kleinen Fächer“ – von der Altorientalistik über die Ägyptologie bis zur Iranistik – vertreten. Kooperationspartner sind die Humboldt-Universität zu Berlin und das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte. Sprecherin ist die Klassische Philologin Prof. Dr. Gyburg Uhlmann.

Weitere Informationen

Programm

Zeit und Ort

  • 2 – 4. Juli 2015
  • Gobelinsaal des Bode-Museum, Staatliche Museen zu Berlin, Museumsinsel Berlin, Besuchereingang: Monbijoubrücke, 10117 Berlin

Kontakt

Dr. Kristiane Hasselmann, Wissenschaftliche Koordinatorin / Geschäftsführerin Sonderforschungsbereich 980 "Episteme in Bewegung", Telefon 030 838 503 49, E-Mail info@sfb-episteme.de