Für Chancengleichheit ausgezeichnet

Die Freie Universität hat zum fünften Mal das „Total E-Quality“-Prädikat und damit den Nachhaltigkeitspreis für Chancengleichheit erhalten

Nr. 373/2014 vom 24.10.2014

Die Freie Universität Berlin ist für ihr beispielhaftes Engagement bei der Gleichstellung von Frauen und Männern zum fünften Mal in Folge mit dem „Total E-Quality“-Prädikat ausgezeichnet worden. Für ihre fortlaufenden Erfolge auf diesem Feld erhielt sie bei der Verleihung des Zertifikats am 24. Oktober 2014 den Nachhaltigkeitspreis für Chancengleichheit. Die Jury erklärte, eine fünfmalige Auszeichnung sei „der nachhaltige Beweis des starken Engagements für Chancengleichheit“. Als Best-Practice-Beispiel trage die Freie Universität zur positiven Entwicklung von Chancengleichheit in der Gesellschaft bei. Das Prädikat wird seit 1997 vom Verein Total E-Quality e. V. vergeben. Ausgezeichnet werden Unternehmen und politische Institutionen, die auf eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern auf allen Ebenen hinwirken. Seit 2002 können sich auch Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen bewerben. Unterstützt wird die Initiative vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Die Jury hob hervor, dass die Freie Universität die Gleichstellung der Geschlechter seit mehr als 30 Jahren fördere. Sie setze dabei auf eine gendersensible Berufungspolitik, auf inneruniversitäre Zielvereinbarungen für Forschung und Lehre sowie auf besondere Programme der Nachwuchsförderung. Basis für den Erfolg seien unter anderem die Verankerung von Gleichstellung in Steuerungsinstrumente und Managementprozesse sowie deren Integration in Qualitätssicherungsverfahren und strategische Planungen.

Die Zentrale Frauenbeauftragte der Freien Universität Berlin Mechthild Koreuber zeigte sich über die Auszeichnung erfreut. Sie erklärte, das Prädikat würdige die langjährigen und nachhaltig wirksamen Gleichstellungsaktivitäten der Freien Universität. „Die Auszeichnung bestätigt die Wirksamkeit des Konzepts der Universität, in dem die individuelle Förderung von Frauen und die geschlechtersensible Weiterentwicklung von Strukturen und Prozessen miteinander verbunden werden.“ Es gelte zukünftig diesen Gedanken in das Alltagshandeln aller Universitätsmitglieder zu übersetzen sowie um Diversity-Aspekte zu ergänzen, betonte die Zentrale Frauenbeauftragte.

An der Freien Universität sind knapp 4.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt und rund 28.750 Studierende immatrikuliert. Der Frauenanteil in der Wissenschaft liegt zurzeit bei 45,7 Prozent (2008: 44,1 Prozent). Der Anteil von Frauen in wissenschaftsstützenden Tätigkeiten liegt bei 62,8 Prozent (2008: 63 Prozent). Bei den Professuren liegt die Quote bei 37 Prozent; mit einer Neuberufenen-Quote von 40 Prozent nimmt die Freie Universität bundesweit eine Spitzenposition ein. Unter den Studierenden liegt der Frauenanteil bei 59 Prozent. Weiblich sind 61 Prozent der Absolventen, 50 Prozent der Doktoranden und 37 Prozent der Habilitierenden.

Weitere Informationen

Mechthild Koreuber, Zentrale Frauenbeauftragte der Freien Universität Berlin,
Telefon: 030 / 838-54259, E-Mail: frauenbeauftragte@fu-berlin.de