Umweltverschmutzung in der Antike

Internationale Tagung zum Verhältnis von Mensch und Umwelt in der Alten Welt vom 16. bis 18. Oktober in der Staatsbibliothek zu Berlin

Nr. 345/2014 vom 09.10.2014

Umweltverschmutzung und Umweltbewusstsein von Menschen in der Antike sind Thema einer internationalen Tagung vom 16. bis 18. Oktober in Berlin. Die Veranstaltung der Freien Universität Berlin in Kooperation mit dem Exzellenzcluster Topoi beschäftigt sich mit einem bislang wenig beachteten Thema und fragt, ob es bereits in der Antike eine Sensibilität für die Umwelt gab und wie die Verschmutzung oder Zerstörung der Natur und der Umgang mit natürlichen Ressourcen in dieser Zeit debattiert wurde. Den Eröffnungsvortrag am 16. Oktober hält Klaus Geus, Professor für historische Geographie des antiken Mittelraumes an der Freien Universität Berlin und Sprecher einer Forschergruppe des Exzellenzclusters Topoi. Die Veranstaltung findet in der Staatsbibliothek zu Berlin statt und ist öffentlich. Der Eintritt ist frei.

Das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt hat als eines der wichtigen aktuellen Themen auch in den Altertumswissenschaften Spuren hinterlassen. Studien widmeten sich bislang diesem Thema zumeist aus Perspektive der Landschaftsarchäologie. Thematisiert wurde auch im Zusammenhang von religionswissenschaftlichen Forschungen das Verhältnis von Natur, Menschen und Göttern. Mit der Frage nach Umweltbewusstsein im Denken, in der Rechtsprechung und im Alltagsleben in der Antike beschäftigen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dieser Tagung mit einem neuen Feld. Ziel ist es, eine erste Rekonstruktion des Bewusstseins und des Nachdenkens über die Umwelt zu leisten, denn Umweltverschmutzung und Ausbeutung natürlicher Ressourcen - etwa durch falsches Wassermanagement oder Abholzung von Wäldern - fand bereits im Altertum statt.

Die Tagung „Pollution and the Environment in Ancient Life and Thought“ wird von Dr. Orietta Cordovana von der University of Edinburgh und Dr. Gian Franco Chiai von der Freien Universität Berlin sowie der Forschergruppe „Common Sense Geography“ des Exzellenzclusters Topoi, einem gemeinsamen Forschungsverbund von Freier Universität und Humboldt-Universität, organisiert und von der Fritz Thyssen Stiftung gefördert.

Zeit und Ort

  • 16. bis 18. Oktober, Beginn: Donnerstag, 17.30 Uhr, Freitag und Samstag um 9:30 Uhr.
  • Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, Simon-Bolivar-Saal, Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin (Tiergarten), U- und S-Bahnhof Potsdamer Platz, U 2, S1, S2, S25.

Im Internet

Weitere Informationen

Dr. Gian Franco Chiai, Freie Universität Berlin, Friedrich-Meinecke-Institut, Arbeitsbereich: Historische Geographie des antiken Mittelmeerraumes, Telefon 030/838-53466, E-Mail gian.franco.chiai@fu-berlin.de