Von Baudelaire bis Naturreligionen – Geisteswissenschaften im internationalen Dialog

Interdisziplinäre Summer School und Workshop des Thematischen Netzwerks "Principles of Cultural Dynamics" vom 21. Juli bis 3. August an der Freien Universität

Nr. 273/2014 vom 17.07.2014

Die Theorie und Praxis von Naturreligionen, Baudelaires Reflexionen zu Kunst, Schönheit und Gesellschaft, kulturelle Dynamiken von Ruinen sowie das Misstrauen als Merkmal der Moderne - eine breite Palette von Themen der Geisteswissenschaften im globalen Kontext stehen im Mittelpunkt einer zweiwöchigen Summer School und eines zweitägigen Workshops an der Freien Universität. Ausgerichtet werden sie vom 21. Juli bis 3. August beziehungsweise am 29. und 30. Juli von dem am Dahlem Humanities Center angesiedelten Thematischen Netzwerk "Principles of Cultural Dynamics“ (PCD, Prinzipien kultureller Dynamiken). Bei den interdisziplinären und internationalen Veranstaltungen haben Masterstudierende, Promovenden und Postdoktoranden der Freien Universität Berlin und anderer angesehener Institutionen aus Europa, Asien und den USA die Gelegenheit, ihre Forschungergebnisse mit führenden Geisteswissenschaftlern zu erörtern. Ein Teil der Veranstaltungen, die in englischer Sprache stattfinden, insbesondere der Workshop, ist öffentlich, um Anmeldung wird gebeten unter pcd@fu-berlin.de. Journalisten sind zu den Veranstaltungen herzlich willkommen; es besteht die Möglichkeit, Interviews zu führen. Um eine E-Mail ebenfalls an pcd@fu-berlin.de wird gebeten.

Das Projekt in der Förderlinie „Thematisches Netzwerk“ wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert. Ziel des Thematischen Netzwerks „Principles of Cultural Dynamics“ ist es, die transnationale Zusammenarbeit in der geisteswissenschaftlichen Forschung zu stärken. Kooperationspartner des Dahlem Humanities Center sind fünf Universitäten auf mehreren Kontinenten: die Johns Hopkins University, die Harvard University, die Chinese University of Hong Kong, die École des Hautes Études en Sciences Sociales, Paris (EHESS) und die Hebrew University of Jerusalem.

Die Dynamik von Prozessen kultureller Veränderung und Innovation hat sich über historische Zeiträume und Orte hinweg umfassend verändert. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Netzwerks erforschen, welche Faktoren kulturelle Innovation auslösen, was diese beschleunigt, behindert oder zum Erliegen kommen lässt. Betrachtet werden Veränderungen in der Antike, im Mittelalter, in der Frühen Neuzeit und in der Moderne. Über diese Epochen hinweg treten in Bezug auf den Rhythmus der Innovation Unterschiede zutage; gleichzeitig ist der seltene Übergang von einer Phase hoher Dynamik zu einer Zeitspanne relativer Stagnation zu beobachten. Untersucht werden unter anderem Veränderungen im ökonomischen und geopolitischen Machtgefüge wie auch in gesellschaftlichen, religiösen und künstlerischen Kontexten. Innerhalb des Netzwerks können Masterstudierende und Promovierende, Postdoktorandinnen und -doktoranden sowie Professorinnen und Professoren für begrenzte Zeiträume an den Partnerhochschulen forschen.

Workshop

  • Dienstag/Mittwoch 29./30. Juli 2014; Beginn um 9.30 Uhr bzw. 10.00 Uhr
  • Freie Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 45, Raum J 32/123, 14195 Berlin, U-Bahnhof Thielplatz oder Dahlem-Dorf (U3)

Weitere Informationen

Lisa Münzer, Programmkoordinatorin Thematisches Netzwerk Principles of Cultural Dynamics, Freie Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-51506, E-Mail: pcd@fu-berlin.de