Generische Formen. Dynamische Konstellationen zwischen den Künsten

Jahrestagung des Sonderforschungsbereiches 626 „Ästhetische Erfahrungen im Zeichen der Entgrenzung der Künste“ vom 15. bis 17. Mai 2014

Nr. 168/2014 vom 13.05.2014

„Generische Formen“ als Begriff für die Verschränkung von Form und Dynamik ist das Thema einer Tagung des Sonderforschungsbereiches 626 der Freien Universität Berlin vom 5. bis 17. Mai 2014. Ziel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist es, den Begriff der generischen Formen allgemein sowie anhand spezifischer Beispielen zu diskutieren. Hauptredner werden Alexander García Düttmann, von der Universität der Künste Berlin mit einem Vortrag zum Thema „Dilemata der Form“, und Catherine Malabou, von der Kingston Universität London mit einem Vortrag zum Thema „Is life a form?“ sein. Bei der Veranstaltung handelt es sich um die Jahrestagung des SFB; sie ist öffentlich, der Eintritt frei.

Die Teilnehmer führen den Begriff der generischen Formen ein und diskutieren ihn. Sie begegnen damit einem Dilemma der ästhetischen Theoriebildung, da in der ästhetischen Theorie die Form häufig nur in Opposition zur Dynamik erläutert wird. Eine solche Gegenüberstellung ist aber problematisch, wenn Phänomene der Übertragung betrachtet werden, etwa Narrativität in der Musik oder musikalische Wiederholungen im Film. In solchen Fällen bedarf es eines Begriffs, der diese Opposition überschreitet und die innere Bewegtheit der Form selbst ausdrückt. Der Begriff der generischen Formen zielt darauf die Dynamiken zwischen den einzelnen Künsten beschreibbar zu machen.

Die Teilnehmer des Kongresses diskutieren die Frage, inwiefern Formen selbst als generisch, also als in sich bewegt, erläutert werden können. Sie erörtern, inwiefern ein solches Zusammenspiel von Dynamik und Form einem Denken moderner künstlerischer Phänomene zu entsprechen vermag. Bei dieser begrifflichen Verdichtung wird zudem untersucht, wie eine Form verstanden werden kann, die sich selbst zu entwickeln und in letzter Instanz zu überwinden vermag. Eine solche Form ermögliche alternative Erläuterungen künstlerischer Verfahren jenseits dichotomer Zuschreibungen. Es rücken damit andere Strukturbegriffe in den Vordergrund der ästhetischen Theorie, etwa die der Prozedur, des sogenannten Enactments oder der Performanz.

Zeit, Ort und Programm

Weitere Informationen

Georgios Binos, Geschäftsführer des Sonderforschungsbereiches 626 der Freien Universität, Telefon: 030 / 838-57401, E-Mail: Georgios.Binos@fu-berlin.de

Im Internet

www.sfb626.de/veranstaltungen/aktuelle_veranstaltungen/jahrestagung_2014_generische_formen.html