Hat die Wissenschaft ein Geschlecht?

Öffentliche Vorlesungsreihe an der Freien Universität Berlin beginnt am 17. April 2014

Nr. 122/2014 vom 15.04.2014

Unter dem Titel „Hat die Wissenschaft ein Geschlecht?“ befassen sich während des Sommersemesters 2014 renommierte Forscherinnen und Forscher an der Freien Universität Berlin in einer öffentlichen Vorlesungsreihe mit den Geschlechterverhältnissen in der Wissenschaft und der Unterrepräsentanz von Wissenschaftlerinnen an deutschen Hochschulen. Die Vorlesungsreihe ist eine Veranstaltung der zentralen Frauenbeauftragten der Freien Universität Berlin und des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung Berlin (WZB); sie beginnt am 17. April 2014. Die Vorträge sind öffentlich, der Eintritt ist frei.

Wissenschaftlerinnen erreichen proportional weniger häufig die jeweils nächsten akademischen Qualifikationsstufen. In allen Disziplinen sind Frauen auf höheren Karrierestufen stark unterrepräsentiert; ihr Anteil auf unbefristeten Professuren liegt bundesweit durchschnittlich bei 18 Prozent. Die Vorlesungsreihe nähert sich dieser Problematik multiperspektivisch und interdisziplinär. Die unterschiedlichen Zugänge und Befunde zu den Geschlechterverhältnissen in der Wissenschaft zeigen das komplexe Zusammenspiel der Mechanismen und Faktoren, die die Karrierewege von Wissenschaftlerinnen strukturieren. Diese Reihe soll zudem einen wissenschaftsbasierten Diskurs zu gleichstellungspolitischen Lösungsansätzen befördern und neue Handlungsoptionen ausloten.

Zeit und Ort

  • Donnerstags von 18.00 bis 20.00 Uhr, erster Termin: 17. April 2014
  • Freie Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 45, Raum J 32/102, 14195 Berlin, U-Bahnhof Dahlem-Dorf oder Thielplatz (U3)

Weitere Informationen

  • Prof. Dr. Heike Solga, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und Institut für Soziologie der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 25491 171, E-Mail: solga@wzb.eu

Im Internet

www.fu-berlin.de/offenerhoersaal

Programm

  • 17. April 2014, Prof. Dr. Heike Solga und Dr. Alessandra Rusconi (Soziologie, Freie Universität Berlin; Wissenschaftszentrum Berlin): Karrieren in der Wissenschaft und „Linked Lives“
  • 24. April 2014, Prof. Dr. Anina Mischau (Mathematik und Informatik, Freie Universität Berlin): Doing Gender – Doing Science: Geschlechterverhältnisse in MINT
  • 8. Mai 2014, Prof. Dr. Birgit Riegraf (Allgemeine Soziologie, Universität Paderborn): Die unternehmerische Hochschule und Bewegungen in den Geschlechterarrangements
  • 15. Mai 2014, PD Dr. Heike Kahlert (Soziologie, Universität Hildesheim): Promotion – und dann? Über das „akademische Frauensterben“ auf dem Weg an die Spitze der Wissenschaft
  • 22. Mai 2014, Dr. Sandra Beaufaÿs (Soziologie, Universität Bielefeld): Die Freiheit arbeiten zu dürfen: Akademische Laufbahn und legitime Lebenspraxis
  • 5. Juni 2014, Prof. Dr. Lann Hornscheidt (Skandinavistische Linguistik und Gender Studies, Humboldt-Universität zu Berlin): Die Politik von Benennungen und Argumentationen „neutraler“ Wissenschaft – eine trans_feministische Analyse und Kritik
  • 12. Juni 2014, Prof. Dr. Marianne Braig (Lateinamerika-Institut, Freie Universität Berlin): Soziale Eingliederung und Gerechtigkeit in lateinamerikanischen Hochschulen
  • 19. Juni 2014, Prof. Dr. Regula Julia Leemann (Bildungssoziologie, Pädagogische Hochschule Basel): Transnationale akademische Mobilität in Geschlechterperspektive
  • 26. Juni 2014, Dr. Andrea Wolffram (Gender and Diversity Management, RWTH Aachen): Karrierewege von Migrantinnen in der Wissenschaft
  • 3. Juli 2014, Prof. Dr. Teresa Rees (Social Sciences, Cardiff University): Gender and „Excellence“ in Science
  • 10. Juli 2014, Prof. Dr. Gertraude Krell a. D. (Betriebswirtschaftslehre, Freie Universität Berlin): Geschlechterforschung in den Wirtschaftswissenschaften
  • 17. Juli 2014, Prof. Dr. Margret Wintermantel (Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und Mitglied des Kuratoriums der Freien Universität Berlin): Zur Zukunft des Wissenschaftssystems aus der Perspektive von Diversität