Memento mori

Öffentliche Ringvorlesung an der Freien Universität Berlin zur Endlichkeit des Lebens und zu Aspekten des Todes / Beginn: Dienstag, 15. April 2014

Nr. 117/2014 vom 13.04.2014

Die Endlichkeit der Existenz ist Thema einer öffentlichen Vorlesungsreihe, die im Sommersemester 2014 im Rahmen des „Offenen Hörsaals“ an der Freien Universität stattfindet. Unter dem Titel „…dass es ein Ende mit mir haben muss. Vom guten Leben angesichts des Todes“ befassen sich renommierte Wissenschaftler in ihren Vorträgen mit unterschiedlichen Aspekten des Todes. Neben der Frage, was der Begriff des Todes umfasst und wie er angemessen kommuniziert werden kann, rücken sie lebensweltliche und rationale Einstellungen zum Tod in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen. Zum Auftakt am Dienstag, dem 15. April, hält der Philosophie-Professor Holm Tetens von der Freien Universität Berlin einen Vortrag zum Thema „Der Tod – ein hoffnungsloser Fall? Eine kleine Erkenntnistheorie des Todes“. Die Veranstaltungen sind öffentlich, der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Ringvorlesung wurde von Prof. Dr. Stefan Gosepath und Prof. Dr. Matthias Reményi konzipiert. Die Reihe ist eine Kooperation des Instituts für Philosophie in und des Seminars für Katholische Theologie de Freien Universität.

Die abendländische Geistesgeschichte hat das von Epikur geprägte Bonmot, dass der Tod uns nichts angeht, weil er uns Lebende nicht betrifft, längst Lügen gestraft. Das Bedenken der eigenen Endlichkeit gehört zu den Grundthemen von Philosophie und Theologie, aber auch der Geschichts- und Kulturwissenschaften. Die Bandbreite der in den Vorträgen der Ringvorlesung behandelten Aspekte und Fragen ist groß: Neben der Rekonstruktion der Sinnkonzepte, die Menschen in der Vergangenheit entwickelten, um auf die Unausweichlichkeit des Todes zu reagieren, werden Denkformen und Handlungsmöglichkeiten erörtert, die uns heute zur Verfügung stehen. Darüber hinaus wird auch versucht, eine Antwort auf die Frage zu geben, wie ein gutes Leben angesichts des Todes gelingen kann und welche Hoffnung sich vernünftig vertreten lässt.

Zeit und Ort

  • Dienstags von 18.00 bis 20.00 Uhr, erster Termin: 15. April 2014.
  • Freie Universität Berlin, Gebäudekomplex Habelschwerdter Allee 45, Hörsaal 2, 14195 Berlin, U-Bahnhof Thielplatz oder Dahlem-Dorf (U3), Bus 110, M 11, X 11

Weitere Informationen

  • Prof. Dr. Stefan Gosepath, Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-590 11, E-Mail: stefan.gosepath@fu-berlin.de
  • Prof. Dr. Matthias Reményi, Seminar für katholische Theologie der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-542 10, E-Mail: matthias.remenyi@fu-berlin.de

Mehr zum Programm des Offenen Hörsaals

  • www.fu-berlin.de/offenerhoersaal
  • Die neue Programmbroschüre wird auf Anfrage an interessierte Bürgerinnen und Bürger versendet: Anfragen sind bitte zu richten an: Brigitte Werner, Koordinierungsstelle Offener Hörsaal der Freien Universität, Telefon: 030 / 838-73535, E-Mail: brigitte.werner@fu-berlin.de

Programm dieser Reihe

  • 15. April 2014 Prof. Dr. Holm Tetens, Philosophie, Freie Universität Berlin: Der Tod – ein hoffnungsloser Fall? Eine kleine Erkenntnistheorie des Todes
  • 22. April 2014 Prof. Dr. Matthias Reményi, Katholische Theologie, Freie Universität Berlin: Sterben Christen leichter? Transmortale Sinnkonzepte und die Angst vor dem Sterbenmüssen
  • 29. April 2014 Prof. Dr. med. Elisabeth Steinhagen-Thiessen, Charité Universitätsmedizin Berlin: Die Medizin im letzten Lebensabschnitt – Möglichkeiten, Grenzen und Perspektiven
  • 6. Mai 2014 Prof. Dr. Stefan Gosepath, Philosophie, Freie Universität Berlin: Vom guten Leben angesichts des Todes
  • 13. Mai 2014 Prof. Dr. Armin Nassehi, Soziologie, Ludwig-Maximilians-Universität München: Paradoxien der Todeskommunikation
  • 20. Mai 2014 Prof. Dr. Karin Gludovatz, Kunstgeschichte, Freie Universität Berlin: Die Überwindung der Vergänglichkeit in der Porträtmalerei seit dem 15. Jahrhundert
  • 27. Mai 2014 Prof. Dr. Jean-Pierre Wils, Philosophie, Radboud Universität Nijmegen: Ars moriendi – die Kunst des Sterbens
  • 3. Juni 2014 Prof. Dr. Andrea Esser, Philosophie, Philipps-Universität Marburg: Der Tod geht uns nichts an? Über die Täuschung des Epikur und die Verführung des abstrakten Denkens
  • 10. Juni 2014 Prof. Dr. Petra Gehring, Soziologie, Technische Universität Darmstadt: Vom Tod zum Lebensende: Biomedizin und Sterbepolitik
  • 17. Juni 2014 Prof. Dr. Karlheinz Ruhstorfer, Katholische Theologie, Technische Universität Dresden: „Lang ist die Zeit, es ereignet sich aber das Wahre“. Überlegungen zu einer präsentischen Eschatologie
  • 24. Juni 2014 PD Dr. Héctor Wittwer, Philosophie, Humboldt-Universität zu Berlin: Von der Langeweile der Unsterblichkeit oder von der Frage, ob der Tod ein Gutes ist
  • 1. Juli 2014 Prof. Dr. Michael Bongardt, Vergleichende Ethik, Freie Universität Berlin: Ethik angesichts des Todes. Heißt sterben lernen das Leben lernen?
  • 8. Juli 2014 Prof. Dr. Lukas Mühlethaler, Judaistik, Freie Universität Berlin: Tod und Todesüberwindung im Judentum
  • 15. Juli 2014 Prof. Dr. Rainer Kampling, Katholische Theologie, Freie Universität Berlin: Die Nichtendlichkeit als Taufgewinn? Tod und Todesüberwindung im Neuen Testament