Physiker für bahnbrechende Leistungen in der Laserphysik und der biomedizinischen Bildgebung geeehrt

Professor Robert Huber mit Klung-Wilhelmy-Weberbank-Preis 2013 ausgezeichnet

Nr. 349/2013 vom 14.11.2013

Der Physiker Robert Huber von der Universität zu Lübeck ist am Donnerstag für seine bahnbrechenden Leistungen in der Laserphysik und für die damit ermöglichten Fortschritte in der biomedizinischen Bildgebung mit dem diesjährigen Klung-Wilhelmy-Weberbank-Preis ausgezeichnet worden. Gewürdigt wurde Hubers Entwicklung des sogenannten Fourier Domain modengekoppelten Lasers an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Mit diesem Laser kann eine extrem hohe Abbildungsgeschwindigkeit in der optischen Kohärenztomographie erzielt werden, die ein beispiellos präzises Abtasten von Arealen des menschlichen Körpers ermöglicht. Dadurch können detaillierte Diagnosen gestellt werden, etwa in der Augenheilkunde, der Urologie und der Kardiologie. Die Auszeichnung ist mit 75.000 Euro dotiert und wurde an der Freien Universität Berlin verliehen.

Für die Laudatio wurde Prof. Dr. Alfred Leitenstorfer gewonnen, Experimentalphysiker und Leiter des Centrums für Angewandte Photonik an der Universität Konstanz. Als Festredner geladen wurde Prof. Dr. Günter Stock, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Das Thema lautete: „Einige Thesen zur zukünftigen Entwicklung des Wissenschaftssystems in Deutschland.

Robert Huber, Jahrgang 1973, studierte Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und wurde dort 2002 promoviert. Berufliche Stationen führten ihn an die Johann-Wolfgang-Goethe Universität in Frankfurt am Main und an das Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA. Von 2007 an war er Nachwuchsgruppenleiter am Lehrstuhl für Bio-Molekulare Optik der LMU im Emmy-Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Dort wurde er zudem im Starting-Grant-Programm des Europäischen Forschungsrats (ERC) gefördert. Seit September 2013 ist Robert Huber Professor für optische In-vivo-Bildgebung am Institut für Biomedizinische Optik der Universität zu Lübeck.

Mit dem Klung-Wilhelmy-Weberbank-Preis, Nachfolger des seit 1973 vergebenen Otto-Klung-Preises, werden junge Spitzenforscher ausgezeichnet. Die Ehrung wird im Rahmen einer Kooperation zwischen der Otto-Klung-Stiftung an der Freien Universität Berlin, der Dr.-Wilhelmy-Stiftung und der Weberbank-Stiftung im jährlichen Wechsel an einen Physiker oder einen Chemiker vergeben. Fünf der bisherigen Preisträger haben inzwischen den Nobelpreis erhalten – die Physiker Theodor W. Hänsch, Gerd K. Binnig, Horst L. Störmer und Johann Georg Bednorz sowie der Chemiker Hartmut Michel. Weitere Preisträger wurden mit anderen bedeutenden nationalen und internationalen Auszeichnungen geehrt.

Im Internet

www.klung-wilhelmy-weberbank-preis.de