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Emanzipation in Zeiten des Kapitalismus

Antrittsvorlesung der kanadischen Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Verónica Schild im Rahmen der internationalen Gastprofessur für Geschlechterforschung

Nr. 333/2013 vom 31.10.2013

Emanzipation unter den Bedingungen des neoliberalen Kapitalismus ist das Thema der Antrittsvorlesung der kanadischen Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Verónica Schild an der Freien Universität Berlin. Verónica Schild wurde in diesem Wintersemester auf die aus Mitteln des Zukunftskonzepts im Rahmen der Exzellenzinitiative neu geschaffene „Dahlem International Network Professorship for Gender Studies“ berufen. Sie ist eine der führenden Expertinnen auf dem Gebiet der komparativen Lateinamerika-Forschung und der feministischen Globalisierungsforschung. Die Vorlesung mit dem Titel „Rethinking Gender and Emancipation Beyond Neoliberal Regulation“ („Geschlechterverhältnisse und Emanzipation ¬jenseits neoliberaler Regeln neu gedacht“) findet am 6. November um 18 Uhr im Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin statt. Die Veranstaltung in englischer Sprache ist öffentlich, der Eintritt frei.

In ihrem Vortrag betrachtet Verónica Schild die Effekte, die sich einstellen, wenn das Streben nach Autonomie und Selbstermächtigung durch die Mechanismen des Marktes geprägt werden. Die Folgekosten dieses globalen Phänomens, so argumentiert Schild, seien unter den Geschlechtern ungleich verteilt und träfen Frauen – ob in Lateinamerika oder in Europa – härter. Es müsse daher überdacht werden, was „Emanzipation“ in der neoliberalen „Marktgesellschaft“ wirklich bedeute.

Verónica Schild, in Chile geboren und in den USA und Kanada ausgebildet, lehrt und forscht an der Western University London, Ontario. Neben ihrer Antrittsvorlesung unterrichtet Verónica Schild an der Freien Universität im Rahmen eines Colloquiums für Promovierende und bietet ein Blockseminar zum Thema ihres aktuellen Forschungsprojekts „Latin American Feminism and the Configuration of the State“ („Lateinamerikanischer Feminismus und die Gestaltung des Staates“) an.

Mit der zum Wintersemester erstmals besetzten Gastprofessur verbindet die Freie Universität Berlin ihre vielfältigen Aktivitäten im Bereich der Geschlechterforschung mit ihrer Internationalisierungsstrategie. Beides sind wichtige Säulen des in der Exzellenzinitiative erneut ausgezeichneten Zukunftskonzepts der Freien Universität, zu dessen Maßnahmen auch die Gastprofessur gehört.

Zeit und Ort

  • 6. November 2013, Beginn 18.00 Uhr.
  • Freie Universität Berlin, Henry-Ford-Bau, Hörsaal A (Theatersaal), Garystraße 35, 14195 Berlin, U-Bahnhof Thielplatz (U3)

Weitere Informationen

Dr. Nina Diezemann, Presse und Kommunikation, Freie Universität Berlin, Telefon 030 / 838-73190, E-Mail: nina.diezemann@fu-berlin.de