Mitarbeiterin der Freien Universität durch Bundespräsident Gauck für Sport-Erfolge mit Silbernem Lorbeerblatt geehrt

Schwimmerin Linda Neumann erhielt Preis für zwei Medaillen bei Weltspielen der Menschen mit Hörminderung

Nr. 324/2013 vom 25.10.2013

Linda Neumann, Tierpflegerin der Freien Universität Berlin und erfolgreiche Sportlerin, ist am Freitag von Bundespräsident Joachim Gauck mit dem Silbernen Lorbeerblatt geehrt worden. Es ist die höchste nationale Auszeichnung für herausragende sportliche Leistungen. Die Schwimmerin hatte bei den diesjährigen Deaflympischen Sommerspielen in Sofia – den Weltspielen der Menschen mit Hörminderung – zwei Medaillen gewonnen. Im August schloss die 20-jährige Berlinerin an der Freien Universität ihre Ausbildung zur Tierpflegerin erfolgreich ab und wurde in ein Anstellungsverhältnis übernommen.

Linda Neumann steht seit 2008 im Nationalkader der Schwimmer mit Hörminderung, qualifizierte sich 2009 für die Deaflympischen Spiele in Taipeh und erreichte dort in drei Disziplinen das Finale. Im Jahr 2011 stellte sie einen Kurzbahn-Weltrekord der Gehörlosen über 400 Meter Lagen auf. Bei den Deaflympics im Sommer dieses Jahres in Sofia wurde sie Zweite über 400 Meter Freistil und kam auf Platz 3 über 400 Meter Lagen. Im kommenden Jahr will sie bei der Europameisterschaft der Menschen mit Hörminderung in Russland antreten.

Der Beauftragte der Freien Universität für den Spitzensport, Jörg Förster, sagte: „Wir freuen uns besonders über die Ehrung von Linda Neumann zur Juniorsportlerin des Jahres der Menschen mit Gehörminderung. Linda Neumann hat den Beweis dafür angetreten, dass sich Ausbildung und Leistungssport an der Freien Universität Berlin erfolgreich verbinden lassen.“ Mit der Übernahme in ein Anstellungsverhältnis dokumentiere die Freie Universität, dass sie das hohe Engagement von Linda Neumann, die beiden Lebensbereiche zu koordinieren, zu schätzen weiß. „Die besonderen Fähigkeiten, die Leistungssportlern im Allgemeinen zugeschrieben werden, hat Frau Neumann auch in der Ausbildung unter Beweis gestellt.“ Förster fügte hinzu, auch in Zukunft werde die Freie Universität die Ausübung des Leistungssports von Linda Neumann fördernd begleiten. Der Ausbildungsleiter der Freien Universität, Lothar Fahrenkrog-Petersen, betonte, das Beispiel von Linda Neumann sei Beleg dafür, wie durch Einsatzwille und Selbstorganisation eine erfolgreiche Ausbildung möglich sei und wie dabei private Aktivitäten beibehalten werden könnten. „Die Universität hat mit Frau Neumann eine engagierte und gute Mitarbeiterin gewonnen.“

Eine duale Karriere im Sport und im Studium oder der Ausbildung wird an der Freien Universität Berlin auf Basis eines Vertrages mit dem Olympiastützpunkt Berlin gefördert.

Weitere Informationen

Jörg Förster, Direktor der Zentraleinrichtung Hochschulsport und Spitzensportbeauftragter der Freien Universität, E-Mail: joerg.foerster@fu-berlin.de