Der Weltraum – unendliche Weiten

Die Raumsonde „Mars Express“ startete vor zehn Jahren – erfolgreiches Kamera-Experiment mit Beteiligung der Freien Universität sendet seit 2004 spektakuläre Bilder

Nr. 140/2013 vom 03.06.2013

Die europäische Raumsonde „Mars Express“ erreicht ein rundes Alter: Sie startete vor zehn Jahren, am 2. Juni 2003, vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aus. Nach etwas mehr als sechs Monaten erreichte die Sonde am 25. Dezember 2003 ihr Ziel, um in eine elliptische Umlaufbahn um den Mars einzuschwenken. Auf der Mars-Express-Sonde befinden sich sieben wissenschaftliche Experimente, darunter die deutsche High Resolution Stereo Camera (HRSC), die seit Januar 2004 spektakuläre Bilddaten von unserem roten Nachbarn liefert. Das Hauptziel des Weltraumexperiments HRSC auf Mars Express ist die globale Kartierung und Erforschung des Mars’ mittels hochauflösender multispektraler Stereodaten. An dem Kamera-Experiment sind Wissenschaftler der Freien Universität Berlin beteiligt.

Ursprünglich war die Mission für zwei Mars-Jahre – ein Marsjahr entspricht zwei Erdenjahren – angelegt, doch funktionieren Sonde und Instrumente bis heute hervorragend, sodass die HRSC über zehn Jahre hinweg und bis heute beeindruckende Bilder in Farbe und drei Dimensionen liefert. Von Anfang an begeisterten die atemraubenden Farbbilder die Öffentlichkeit ebenso wie die Wissenschaft.

Die Fachrichtung Planetologie und Fernerkundung an der Freien Universität ist in dem Projekt vor allem für die systematische globale Erzeugung von Bilddatenmosaiken und Geländemodellen verantwortlich. Dabei arbeitet die Gruppe eng mit der Europäischen Weltraumbehörde ESA und dem DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof zusammen, das die Kamera betreibt und die HRSC-Daten systematisch entwickelt.

Pressefoto

Das mit der High Resolution Stereo Camera (HRSC) aufgenommene Mosaik besteht aus Bilddaten von 67 einzelnen Umlaufbahnen der HRSC. Das Digitale Geländemodell besitzt eine Auflösung von 100 m/Pixel. Die hier gezeigten Bildprodukte wurden in der Fachrichtung Planetologie und Fernerkundung, am Institut für Geologische Wissenschaften an der Freien Universität Berlin erstellt. Quelle: ESA/DLR/Freie Universität Berlin (G. Neukum)

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